Das 5. Norderstedter Chorfestival

Am 03. November 2024 fand im Festsaal am Falkenberg das diesjährige Norderstedter Chorfestival statt. Das 5. Chorfestival hat ein vielfältiges Programm geboten, mit 12 verschiedenen Chören aller Altersklassen und Genres. Die Bandbreite reichte von Pop und Volksliedern über Shantys bis hin zu Swing und Klassikern. Unter den präsentierenden Chören waren auch zwei Schulen dabei, einmal das Lessing-Gymnasium mit unserem Oberstufenchor, dem Lessing acQuire und unserer Gesangsgruppe, den LesSingers. Außerdem das Gymnasium Harksheide mit Vocapella.

Nach einer Begrüßung durch den Moderator Michael Eggert und die Zweite Stadträtin Kathrin Rösel, hat das Festival mit dem jüngsten Chor, den 4- bis 9-jährigen Yamimas der Yamaha Musikschule gestartet. Nachdem der deutsch-russische Folklore Chor in seiner farbenfrohen Tracht begeistern konnte, ist der Lessing acQuire aufgetreten.
Unser Schulchor, der momentan aus etwa 50 Schülern und Schülerinnen besteht und von Herrn Hoffmann geleitet wird, hat zunächst das Musical Stück „Seasons of Love“ präsentiert. Es folgte „Take me to Church“ und daraufhin „Take me home“, was uns in einer sehr schönen A-cappella-Version vorgeführt wurde. Zum Schluss begeisterte der Lessing acQuire mit viel Energie und Schwung bei „Sing!“. Für die Performance gab es großen Applaus – ein weiteres Mal konnte der Schulchor sein hohes Niveau beweisen.
Der nächste Auftritt, war der der LesSingers. Die Gesangsgruppe existiert seit 2022, besteht aus 9 talentierten Sängerinnen aus der Oberstufe und wird ebenfalls von Herrn Hoffmann geleitet. Die ersten beiden Stücke, „Made you look“ und „A nightingale sang in Berkeley Square“ wurden auch A-cappella gesungen. Das folgende Stück, was in Teilen mit dem Klavier begleitet wurde, war „Wings“.
Trotz der, im Vergleich zum Lessing acQuire, kleinen Besetzung, ist den Sängerinnen ein wirklich beeindruckender Auftritt gelungen.
Nach weiteren Darbietungen von Frauenchören, Männerchören, gemischten Chören oder auch einem Kirchenchor, mit verschiedensten Repertoire, ist der Schulchor des Gymnasium Harksheide auf die Bühne getreten. Die etwa 25 Schülerinnen und Schüler haben zunächst „Mamma Mia“ und daraufhin, auch A-cappella, „Es flog ein kleines Waldvögelein“ gesungen. Den Abschluss hat Vocapella mit dem Lied „Fields of Gold“ gebildet, wobei das Solo ein besonderes Highlight war.

Auch das 5. Norderstedter Chorfestival war ein voller Erfolg und auf jeden Fall einen Besuch wert. Alle teilnehmenden Chöre haben sich sehr viel Mühe gegeben und waren mit Freude dabei, was für eine sehr angenehme Atmosphäre gesorgt hat. Das Chorfestival findet alle zwei Jahre statt und wer sich einmal selbst von der musikalischen Vielfalt Norderstedts überzeugen möchte, sollte sich das Chorfestival merken.
Falls ihr dieses Jahr aber nicht dabei sein konntet und jetzt neugierig geworden seid, könnt ihr euch das Konzert oder auch nur einzelne Auftritte auf dem YouTube Kanal des Lessing-Gymnasiums anschauen.

Abschlusskonzert der ersten Deutsch-Chinesischen Schulorchestertage

Vom 16. bis zum 19. Juli haben in diesem Jahr zum ersten Mal die Deutsch-Chinesischen Schulorchestertage in Hamburg stattgefunden. Für eine Woche reisten das Schulorchester sowie der Schulchor der Shanghai Jincai Experimental Junior Middle School aus Pudong in Shanghai nach Hamburg, um sich kulturell und musikalisch mit anderen Musik-begeisterten Schüler*innen auszutauschen. Auch das LGN hat Besuch von den jungen Musiker*innen bekommen und mit dem Gesangsensemble der Schule – den „LesSingers“ – am abschließenden Konzert am 19. Juli teilgenommen. Das gesamte Konzert ist natürlich wieder auf dem YouTube-Kanal des LGN zu finden (@VideokanalLGN).

Zu den Teilnehmenden

Neben dem Lessing-Gymnasium Norderstedt hat auch eine andere deutsche Schule an dem Austausch teilgenommen: Das Schulorchester der Wichern-Schule unter der Leitung von Burkhard Matthes begrüßte gemeinsam mit unserer Schule die Gäste aus Shanghai. Bereits seit 2016 verbindet die Shanghai Jincai Middle School und die Wichern-Schule eine musikalische Partnerschaft, die jedoch aufgrund der Corona-Pandemie bis zur diesjährigen Begegnung im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Schulorchestertage pausiert werden musste. Das Schulorchester der Wichern-Schule nimmt regelmäßig an verschiedenen Konzerten sowie Austauschen teil und verfügt hierbei über ein großes Repertoire, das sich von klassischen Werken über Filmmusik bis zu Stücken aus dem Pop- und Rockbereich erstreckt. 

Die knapp 100 Schüler*innen der Jincai Middle School wurden von ihrem Dirigenten Lin Liu und der Chorleiterin Chuanjing Ouyang begleitet. Schon seit vielen Jahren nehmen die musikalischen Gruppen der Schule, insbesondere das Orchester, an verschiedenen Veranstaltungen, Aufführungen und Wettbewerben teil und sind dadurch sowohl national als auch international viel unterwegs. Auch nach Hamburg und Schleswig-Holstein hat es das Jincai Schulorchester schon des Öfteren verschlagen und die Jincai Experimental Middle School pflegt zu unterschiedlichen Schulen in Deutschland Partnerschaften.

Über das Projekt

Ins Leben gerufen wurde das Projekt der Deutsch-Chinesischen Schulorchestertage im letzten Jahr vom DeIN Internationaler Kultur- und Kunstaustausch e.V.. Diesen Sommer hat nun endlich die erste Veranstaltung im Rahmen des Kultur- und Musikprojektes stattgefunden: Die Schüler*innen aus Shanghai haben für knapp eine Woche (16.-19.07.24) Schulen in Hamburg und Umgebung, die einen besonderen Bezug zur Musik haben, wie auch unsere Schule, besucht. Ziel des Austausches ist in erster Linie das Gewinnen neuer Eindrücke und das Kennenlernen musikinteressierter Menschen aus aller Welt. Der soziale und musikalische Austausch ist gerade für uns Schüler*innen sehr wertvoll und bietet eine tolle Möglichkeit, globale Kontakte zu knüpfen und unsere Musik mit anderen in Form eines gemeinsamen Konzerts zu teilen.  

Das Konzert 

Das Gesangsensemble des LGN („LesSingers“) beim Abschlusskonzert

Wie bereits erwähnt fand das Konzert am 19. Juli 2024 im Miralles-Saal in Hamburg statt. Bereits einige Stunden zuvor hat sich unser Gesangsensemble zur Generalprobe im Gebäude der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg eingefunden. Während der Proben hatten alle jungen Musiker*innen die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen, nachdem die Schüler*innen der Jincai Middle School an den vorherigen Tagen bereits bei Proben des Orchesters der Wichern-Schule und des LGN zugesehen hatten. 

Das Konzert besuchten, neben einigen Eltern der deutschen Schüler*innen, viele Mitglieder des DeIN Internationaler Kultur- und Kunstaustausch e.V. und viele Eltern der chinesischen Schüler*innen, die ihre Kinder auf der weiten Reise begleitet hatten. 

Zunächst gaben die beiden Orchester gemeinsam zwei Stücke zum Besten, danach führten beide Schulorchester alleine etwas aus ihrem Repertoire auf. Das Orchester der Wichern-Schule spielte hierbei vier Stücke aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg. Die Gäste aus Shanghai überzeugten unter anderem mit „Thriller“ von Michael Jackson in der Orchesterversion. Danach trat unser Gesangsensemble mit drei Stücken auf und anschließend der Chor der Jincai Middle School. Daraufhin folgten zwei Stücke, bei denen zum einen die beiden gesanglichen Ensembles gemeinsam auftraten und danach erneut die beiden Orchester. Am Ende des Konzerts standen schließlich alle Teilnehmenden zusammen auf der Bühne und performten die Schulhymne der Shanghai Jincai Experimental Junior Middle School „Let dreams take flight“.

Für uns war das Konzert definitiv ein voller Erfolg und das gesamte Ensemble hatte viel Freude daran, auch mal außerhalb unserer schulischen Konzerte zusammen auf der Bühne zu stehen und etwas Werbung für sich zu machen. Auch das Erlebnis, ein gemeinsames Konzert mit fremden Ensembles und Leuten in so kurzer Zeit aufzuführen, war für uns alle sehr spannend, teils lustig, aber natürlich vor allem interessant. Wer sich jetzt selbst von dem Abschlusskonzert der Deutsch-Chinesischen Schulorchestertage und den musikalischen Künsten unserer Gäste aus Shanghai überzeugen möchte, kann das unter folgendem Link tun: https://youtu.be/bAaMi3m_PLM?si=brChQe52bOcI4bwq

Dank

Ein ganz großes Dankeschön richtet sich selbstverständlich an den DeIN Internationaler Kultur- und Kunstaustausch e. V., durch dessen Organisation das gesamte Projekt und Konzert zustande gekommen sind. Mit Sicherheit wird es nach diesem Erfolg der ersten Deutsch-Chinesischen Schulorchestertage in Zukunft noch viele weitere solcher Projekte geben! Ebenfalls bedanken wir uns bei unserem Musiklehrer Herrn Hoffmann, mit dem wir unser Programm auf die Beine gestellt haben. Danke, dass Sie mit uns auch außerhalb der Schule solche musikalischen Projekte angehen und danke für die Freude, die wir mit Ihnen am gemeinsamen Singen haben! 

Auch bei dem Technikteam und all den Menschen, die sich hinter der Bühne sowie vor und während des gesamten Austausches um die Organisation gekümmert haben, bedanken wir uns. 

Der größte Dank geht natürlich an die anderen Musiker*innen und die Lehrkräfte, die mit ihren Schüler*innen ein großartiges Programm aufgestellt haben. Insbesondere bei den Musiker*innen aus Shanghai wollen wir uns bedanken, zum einen für die lange Anreise und den wertvollen Austausch und natürlich für das tolle gemeinsame Konzert! Wir freuen uns schon auf zukünftige Zusammenarbeiten!

Buchrezension: Meine REAL LIFE Story und die Sache mit Gott

Meine Real Life Story und die Sache mit Gott ist eine Autobiografie von Philipp Mickenberger. Das Buch wurde 2020 im Verlag ADEO veröffentlicht. Es kostet 20,00€, ist gebunden und hat 225 Seiten inklusive Fotoseiten. Es geht um den YouTuber Philipp Mickenberger, der 3 mal Krebs hatte.

Das Buch ist sowohl für Leute, die an Gott glauben, als auch für Leute, die nicht an Gott glauben. Außerdem ist das Buch für die Leute, die Hoffnung und Mut brauchen. Das Buch ist für diese Personen, weil in ihm eine echte Geschichte mit viel Mut und Hoffnung erzählt wird. 

Der Klappentext beschreibt die Handlung des Buches wie folgt: 

Hättest du gedacht, dass eine Badewanne fliegen kann? Ist es verrückt, an das Unmögliche zu glauben, auch wenn alle anderen sagen, dass es nie funktionieren wird? Gut, etwas verrückt muss man wohl sein, um mit der Badewanne zum Bäcker zu fliegen oder 10 Meter tief in einem selbstgebauten U-Boot zu tauchen.

Das ist meine Geschichte. Meine Real Life Story hinter der Kamera. Nicht- beschönigt, nicht geschnitten. Die Geschichte, wie ich als Kind ultrastrenggläubiger Eltern aufgewachsen bin und mit dem frommen Zeug absolut nichts zu tun haben wollte. Wie ich gemeinsam mit meinem Zwillingsbruder und einer Badewanne als „The Real Life Guys“ auf YouTube bekannt wurde. Wie ich Krebs bekam und Gott meine ganz schön dreiste Challenge annahm: „Wenn es dich gibt, dann mach mich gesund!“ Wie unsere Schwester bei einem Flugzeugabsturz starb und wir das irgendwie überstanden. Und wie ich endlich raffte, dass tausend „Zufälle“ keine Zufälle waren. Wenn du denkst, dass es Gott nicht gibt oder dass es langweilig oder irgendwie crazy ist, an ihn zu glauben, solltest du dieses Buch besser nicht in die Hand nehmen. Oder vielleicht erst recht.

Ich finde das Buch toll, weil es eine echte, sehr emotionale Geschichte ist. Das Buch ist sehr spannend zu lesen und bringt einen zum Nachdenken. Außerdem finde ich, man sollte dieses Buch lesen, weil es Hoffnung bringt und Mut macht. Das Buch macht deutlich, dass man sein Leben genießen soll, weil es jeder Zeit zu Ende sein kann.

Und die Story geht weiter: Es gibt noch das Buch Unsere Real Life Stories von Janet Müller. In diesem geht es um die Geschichten von den Freunde und Bekannten von Philipp und darum, wie sie die Geschichte erlebt haben.  

Quellen:

 https://do-something.de/products/meine-real-life-story-und-die-sache-mit-gott (letzter Zugriff: 06.06.2024) 

https://www.amazon.de/Unsere-Real-Life-Stories-Geschichten/dp/3863343476/ref=sr_1_1?crid=3NT1YGTSKEIOX&dib=eyJ2IjoiMSJ9.uHd7q6nLBQCPrYvFyWoy8SZAuyuAanFzdYTrTMvgsBKODWKW5Km-3GsYY2ZW0Sj0MUUtAKJbyJs309a8p_DG65svZ0CBgwDj3TzUj_i95E6O_iAI2g-OOtRKY4wzrqFyyqoMZkeYQnwobZHFbXQaE1hXlnrB_GUpvPjF49XxRLbcD0wXXhxmOebwtEsG63wj6KYWFtj5t3H5-dF45jA8UeOIvEEcz9pv8y9Ii5iJjHE.Sj1r_9LbgfyjaANHYE8WY0n908kLdbJ1VxXqSxmvEfU&dib_tag=se&keywords=unsere+real+life+stories+janet+m%C3%BCller&qid=1718886111&sprefix=Unsere+Real+life+%2Caps%2C84&sr=8-1  (letzter Zugriff: 20.06.2024) 

 

Carsten Wollenhaupt 5a

SOCIAL MEDIA – Was es mit uns macht

„Social Media ist nicht gut für dich“ oder „Mach doch mal etwas Anderes anstatt immer nur auf Social Media zu sein“ ich denke solche Sätze haben wir alle schon mal gehört und eigentlich ist uns doch allen bewusst, dass uns Social Media nicht gut tut. Doch so einfach ist es nun mal gar nicht und es steckt so viel mehr dahinter. Ich würde in diesem Artikel gerne etwas genauer darüber sprechen…

 

Vorab möchte ich jedoch einmal deutlich machen, dass ich hier nicht so wie in den meisten Artikeln, in denen Erwachsene erzählen, wie schlecht Social Media für vor allem Teenager sei und dass da Schlimmes passieren kann, berichten werde. Stattdessen möchte ich mehr auf den Hintergrund und die Gefühle in unserem Kopf eingehen, aber auch Auswirkungen von Social Media verdeutlichen, denn da steckt meistens etwas mehr dahinter als dieses ganze Sachliche.  

Man sieht täglich fast allzu perfekte Mädchen auf Social Media. Sie haben einen perfekten Körper, ein reines Gesicht und ein wunderschönes Lächeln. Andererseits sieht man auch Mädchen, die sich super gesund ernähren, jeden Tag Sport machen und gute Noten schreiben. Natürlich wird uns gesagt, dass vieles fake ist und auch wenn wir wissen, dass nicht alles echt ist, sieht man diese Mädchen, diese wunderschönen Mädchen. Man fängt an, sich im Spiegel anzuschauen und denkt sich „Warum sehe ich nicht so aus?“. Und auch wenn diese Mädchen vielleicht nicht komplett echt sind, sind sie trotzdem hübsch. Warum habe ich nicht so eine Figur? Warum habe ich ein Doppelkinn? Warum kann ich nicht so wie sie sein?. Es zerstört uns, sodass wir anfangen, an uns zu zweifeln. Viele Gedanken kommen und sie tun weh. Man kann nicht aufhören, sich selbst fertigzumachen, denn man ist nicht das Hübsch, das einem täglich präsentiert wird. Und man weiß, egal was man versuchen würde, man könnte es nicht schaffen, so auszusehen, also fängt man an, sich mehr auf Social Media anzuschauen. Das Schlimmste ist, dass wir uns nicht nur mit dem Aussehen vergleichen sondern auch mit Noten, mit einem aufgeräumten Zimmer… Eigentlich mit Allem. Ich kann nicht erklären, warum wir es so machen, aber es ist ein Prozess, nach dem wir schon fast süchtig werden und der uns kaputt macht. Es fühlt sich schon fast unlebendig an, dennoch hören wir nicht auf. Wir hören weder auf, die ganze Zeit Social Media zu schauennoch uns für alles fertigzumachen.  

Und das ist noch nicht mal das Schlimmste, denn viele hören zum Beispiel auf zu essen oder geraten in Depressionen, die sogar tödlich enden können. Es wurde bereits herausgefunden, dass bundesweit 50.000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren an einer Essstörung leiden, wovon 79% weiblich sind. Und das sind nur diejenigen, von denen man es weiß. Nochmal als Vergleich, es benutzen insgesamt 1,44 Mio. Teenager bundesweit Social Media.  

Es wird oft erzählt, dass an Social Media das fast einzig schlimme Cyber Mobbing ist, aber auch nur Videos von hübschen Mädchen können sehr viel mit einem machen. 

 

Doch was ist jetzt hübsch? Diese Antwort gibt es gar nicht so genau… Jeder hat einen anderen Geschmack und jeder hat eine eigene Meinung darüber, wer oder was hübsch ist. Meine Meinung dazu: Jeder ist wunderschön, so wie er ist und jeder hat es verdient, sich hübsch zu fühlen. Du bist genau richtig, so wie Du bist.  

 

Quellen:  

https://www.malteser.de/aware/stories/social-media-risiken-und-wie-du-dich-vor-ihnen-schuetzt.html  (23.05.2024)

https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/der-einfluss-sozialer-medien-auf-die-psyche/? (23.05.2024)

 

von Maria Stark aus der 6a

 

 

 

Steps for children – eine Organisation, die Kindern hilft

Im Jahr 2005 gründete Dr. Michael Hoppe die Organisation Steps for children in Hamburg. In Okakarar (Namibia) machte er seine ersten Schritte als Gründer und kümmerte sich um Kinder und Jugendliche. Zur Zeit gibt es 8 Standorte: 6 in Namibia und 2 in Simbabwe. Es gibt viele Leute und Firmen, die Steps for children unterstützen und toll finden, was die Organistion tut, z.B. der Lions Club Norderstedt, die Deutsche Investment KVG mbh und die Haspa Hamburg Stiftung.

Ihre Ziele

Die Bildung ist ihnen nach eigener Aussage sehr wichtig :“ Wir geben Kindern und jungen Erwachsenen in Namibia und Simbabwe durch Bildung und Ausbildung eine Zukunft und befähigen sie, den Armutskreislauf aus eigener Kraft zu durchbrechen“ (https://www.stepsforchildren.de). Unter anderem bringen sie auch Kinder ohne Eltern in neue Familien, damit sie wieder ein Zuhause haben. Außerdem bekommen die älteren Kinder auch Nachhilfeunterricht und die kleineren Kinder eine Vorschule und Betreuung. Zudem bekommen alle auch immer eine warme Mahlzeit. Sie versuchen, den Kindern eine so gute Ausbildung zu geben, dass sie ihre eigene kleine Firma gründen können und die Organisation unabhängig von Spenden wird.

 

Besuch eines Steps for children-Zentrums in Namibia 

Ich habe selbst einen Blick auf ein Zentrum der Organisation geworfen und fand es wirklich sehr schön. Es gibt ein großes  Hauptgebäude, wo sich ein kleiner Empfang befindet. Dort wirst Du mit einem der Volontäre verbunden, die dort eine Art Praktikum machen und Dich dann herumführen. Es gibt verschiedene Klassenräume und einen großen Sportplatz und daneben einen schönen großen Spielplatz. Außerdem gibt es auch einen Kindergarten, der sehr schön gestaltet ist. 

Wer sich weiter informieren will, kann ihre Website  besuchen: stepsforchildren.de. 

Quellen:

https://www.stepsforchildren.de    (19.6.2024).                               

https://hamburger-stiftungen.de/stiftung-steps-for-children/#:~:text=Die Stiftung steps for children,2 Standorten in Simbabwe tätig (23.5.2024)

Von Hanna Willroth aus der Klasse 6a.

iCrimax: Der deutsche YouTube-Star

Der deutsche YouTuber iCrimax bekommt immer mehr Zuschauer. Aktuell hat er 3,6 Millionen Abonnenten. iCrimax heißt in Wirklichkeit Maximilian Schuster und ist 27 Jahre alt. Sein Kanal, welcher hauptsächlich Gaming-Videos und Vlogs beinhaltet, hat ihn zu einem sehr bekannten und beliebten YouTuber in Deutschland gemacht.

Der Preis des Erfolgs

Er besaß zwei Autos, ein Rolls Royce Cullinan one of one und ein Bentley Continental. Im Jahr 2020 wurde iCrimax zusammen mit seiner Freundin Malin in der Garage ausgeraubt und ihm wurden Uhren im Wert von 100.000€ gestohlen. Danach zog er von Köln nach Mannheim und kaufte ein Auto, was er aber nicht in den Videos zeigen wollte. Neulich zeigte aber iCrimax sein neues Auto, es ist ein Matt schwarzer Lamborghini Urus s.

Was er für den Erfolg macht

Außerdem hat ihm sein Erfolg auf YouTube viele Möglichkeiten eröffnet, unter anderem Partnerschaften mit Marken, Auftritte auf Events und die Möglichkeit, seine eigenen Klamotten zu verkaufen. Trotz seines großen Erfolges bleibt iCrimax sehr bodenständig, was ihn bei seinen Fans sehr beliebt macht. Er nimmt sich gerne Zeit für seine Community, beantwortet Kommentare und tritt regelmäßig mit seinen Followern in Kontakt. iCrimax ist ein Vorbild für viele junge Menschen, die auch erfolgreich auf YouTube werden möchten.

Seine Limo

Da er sehr kreativ ist und viele Ideen hat, hat iCrimax es geschafft, sein eigenes Getränk zu erfinden, die Paulberger Limo. Es gibt 3 Geschmacksrichtungen: Bubblegum, Peach und (neu) Lemon. Er hat sogar einen Song aufgenommen: Klicke hier für den Song 🙂

Leif Felber aus der 5a!

Quellen:

1.https://www.youtube.com/watch?v=yRPMDqulqZo

2.https://www.youtube.com/watch?v=yR

3.https://www.youtube.com/watch?v=JYgUMMac7DU

4. https://www.youtube.com/watch?v=MRcMGv6cXO0

5. https://www.youtube.com/watch?v=l4KT3tk_Me4

6. https://nachrichtenmorgen.de/wie-alt-ist-icrimax/

7. https://mein-mmo.de/youtuber-icrimax-ausgeraubt/

(letzter Zugriff: 04.07.2024)

Über die Juniorredaktion

Am Anfang dieses Schuljahres entstand bei uns, der Freigeist-Redaktion, aufgrund von Anfragen aus der Orientierungsstufe die Idee, für die Jahrgänge 5 und 6 eine eigene Juniorredaktion zu gründen, im Rahmen derer sie ebenfalls Artikel schreiben können, die anschließend auf unserer Website veröffentlicht werden. Von der ersten Idee hin zum fertigen AG-Angebot erforderte es jedoch noch eine Menge Planung und Organisation, bei der uns Frau Thies und Frau Koletti tatkräftig unterstützten und das Angebot so erst möglich gemacht haben.

Nach den Osterferien war es dann schließlich so weit und das erste Treffen der Juniorredaktion fand statt. Hier haben sich die insgesamt 5 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5a und 6a zuerst damit beschäftigt, wie man denn überhaupt einen gelungenen Artikel schreibt und welche Aspekte es dabei zu beachten gilt. Danach begannen die Juniorredakteurinnen und -redakteure dann, Ideen für Artikel zu suchen, Informationen zu recherchieren und schließlich auch ihre ersten eigenen Texte für unsere Schülerzeitung zu verfassen.

Herausgekommen sind dabei 5 Artikel, die von Porträts über Buchrezensionen bis hin zu Kommentaren über gesellschaftliche und sogar politische Themen reichen. Insbesondere im Hinblick auf das Alter der Verfasserinnen und Verfasser sind diese Artikel sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr gelungen und zeigen zudem ein hohes Maß an Freude am Schreiben und Interesse an einer großen Vielfalt von Themen.

Die fertigen Artikel sind nun auf unserer Website zu finden.

Viel Spaß beim Lesen!

Noerfahrt der Musikensembles 2024

Die Probenfahrten der musikalischen AGs des Lessing-Gymnasiums nach Schloss Noer an der Ostsee werden von den jungen Musiker*innen schon immer sehr geliebt. Nachdem es im letzten Jahr einigen Ensembles erstmals nach der Corona-Pandemie wieder möglich war, gemeinsam zu verreisen und zu musizieren, konnten auch das Sinfonieorchester (SOLG), die Streichergruppe der sechsten Klasse und der Chor der Orientierungsstufe (Chor 5/6) nach einer mehr als vierjährigen Pause wieder einige Tage gemeinsam mit intensiven Proben verbringen. Dank des wundervollen Wetters an der Ostsee und der großartigen Stimmung unter den Schüler*innen und Lehrer*innen haben alle Ensembles wieder einmal tolle Ergebnisse erzielen können, die für den Rest der Schule auf der alljährlichen Sommerserenade am vorletzten Schultag vor den Sommerferien zu hören sein werden.

Blick auf das Schlossgelände (Foto: Dorian Kannenberg)

Programm und erprobtes Repertoire

Nachdem wir am Dienstag Vormittag auf dem Schloss in Noer angekommen waren, fingen alle AGs direkt mit dem Proben an. Als sich alle Musiker*innen eingespielt und -gesungen hatten und die Probenräume fertig hergerichtet waren, gab es um 12 Uhr auch schon Mittagessen. Während der Mittagspause konnten wir Schüler*innen unsere Freizeit dank der strahlenden Sonne auf dem Schlossgelände oder am Strand verbringen und etwas Energie tanken, bevor es am Nachmittag mit den Proben weiterging. Auch der nächste Tag begann mit fleißigem Üben: Klassischerweise probte meistens ein gesamtes Ensemble gemeinsam, es fanden jedoch auch intensive Proben einzelner Stimmgruppen statt. Unter der Leitung von Herrn Dohm erprobte die Streichergruppe ein Stück und konnte dabei dank der warmen Temperaturen teilweise sogar draußen auf dem Schlossgelände üben. Der Chor 5/6 studierte mit unserem Chorleiter Herrn Hoffmann zwei Lieder ein, die beide jeweils aus bekannten Film-Soundtracks stammen. In Sachen Film- beziehungsweise Musicalmusik hat auch unser Sinfonieorchester unter der Leitung von Herrn Kannenberg ordentlich was zu bieten: Alle drei bisher vom SOLG eingeübten Stücke gehören zu berühmten Film- und/oder Musical-Soundtracks. Und es gibt noch eine Besonderheit bei einem der Stücke des SOLG-Repertoires – schon öfter haben junge Musiker*innen aus dem Sinfonieorchester des LGN eigens Stücke als Orchesterversion arrangiert und auch in diesem Jahr freuen wir uns darüber, wieder ein Arrangement aus den eigenen Reihen vortragen zu dürfen. Melina aus der achten Klasse, die bereits seit längerer Zeit Querflöte im SOLG spielt, erzählt uns ein wenig über ihr Arrangement von dem Lied „Sei hier Gast“ aus dem bekannten Disney-Film „Die Schöne und das Biest“.

Melina über ihr Arrangement

Probe des SOLG (Foto: Sarah Zimpel)

Melina aus der 8b hat mir im Zuge dieses Berichts ein wenig darüber erzählt, wie sie zu ihrem eigenen Arrangement gekommen ist: Im Rahmen eines Drehtürmodells hatten Schüler*innen aus der Mittelstufe in diesem Halbjahr (2. Halbjahr 23/24) die Gelegenheit, zwei Stunden Unterricht pro Woche für ein Projekt zu verwenden, das sie persönlich interessiert.

In Melinas Fall war dieses Projekt die Musik – genauer gesagt das Arrangieren. Das Stück stand schnell fest und nun konnte es an die Arbeit gehen: Melina erzählt mir, dass das Arrangieren, obwohl es ihr natürlich viel Spaß gebracht hat, sie auch vor viele Herausforderungen stellte. Zum einen hatte sie eine deutlich frühere Deadline als die anderen Teilnehmenden des Drehtürmodells, denn das Stück musste spätestens bis zur Orchesterfahrt fertig sein. Deshalb haben die zwei Stunden pro Woche während der Schulzeit nicht für ihr Projekt gereicht und Melina hat vieles an Arbeit mit nach Hause genommen. Außerdem ist die Komplexität des Arrangierens nicht zu unterschätzen – es gibt immerhin einen Haufen an musiktheoretischen Regeln, die es zu beachten gilt. Und der Musikunterricht bis zur achten Klasse sowie die Teilnahme am Schulorchester reichen hierfür als Grundlage nicht unbedingt aus. Natürlich erleichterten Melina ihr Interesse, ihr Talent und ihre Freude an der Musik die zusätzliche Arbeit, doch auch ein wenig Unterstützung war sehr hilfreich – mit unserem Musiklehrer und Dirigenten Herrn Kannenberg als Ansprechpartner und Tjorve aus der zehnten Klasse konnte Melina ihr Projekt fertig stellen. Tjorve hat für das SOLG im letzten Halbjahr bereits ein Stück arrangiert und solistisch begleitet – das dazugehörige Konzert ist auf dem YouTube-Kanal des LGN zu finden.

Zum Schluss berichtet Melina mir noch davon, was für ein tolles Gefühl es ist, wenn man das Stück, in das man so viel Arbeit und Mühe reingesteckt hat, endlich in echt mit dem Orchester spielt und zum ersten Mal hört. Auf diese Arbeit kann man wirklich stolz sein!

Freizeit und Open Stage

Die Streichergruppe stellt ihr Repertoire vor (Foto: Josefine Hergott)

Eine Tradition während des Noer- Aufenthalts ist die gemeinsame Wanderung zum Strand mit allen Ensembles und Lehrkräften am zweiten Nachmittag der Fahrt. Wie schon am Tag zuvor konnten wir die Sonne am Strand genießen und uns von den vielen Proben erholen, die uns allen zwar immer viel Freude bereiten, aber auch einiges an Anstrengung abverlangen. Da alle AGs auf dieser Fahrt sehr gut in der Zeit lagen und mit ihrem Repertoire schnell vorangekommen sind, haben wir nach dieser Wanderung nicht direkt wieder mit den Proben begonnen, sondern konnten die Zeit nutzen, um auf dem Schlossgelände einige Spiele gemeinsam zu spielen. Hierbei ging es vor allem um die Stärkung der Gemeinschaft zwischen den Ensemble-Mitgliedern, aber auch darum, sich jahrgangsübergreifend untereinander besser kennenzulernen. Gerade für die jüngeren Schüler*innen, von denen viele noch nie auf einer Probenfahrt dabei gewesen sind, war diese Zeit eine tolle Chance, um die älteren kennenzulernen und auch für die Großen bat diese gemeinschaftliche Zeit eine Gelegenheit, um sich mit dem Nachwuchs bekannt zu machen. Eine weitere Tradition bei Probenfahrten am LGN ist die Open Stage am letzten Abend, bei der den Schüler*innen die Chance geboten wird, ihre Talente vor den anderen unter Beweis zu stellen. Gemeinsam oder in der Gruppe kann jeder, der möchte, etwas präsentieren – und dabei muss man sich nicht nur auf Musik beschränken: Neben gesanglichen und instrumentalen Beiträgen wurde dieses Jahr auch etwas Lyrik zum Besten gegeben. Wie immer handelte es sich bei der Open Stage um eines der Highlights des Noer-Aufenthalts.

Der Chor 5/6 beim Vorstellen seines Repertoires (Foto: Dorian Kannenberg)

Am Abreisetag präsentieren üblicherweise die unterschiedlichen AGs das von ihnen eingeübte Repertoire den anderen Schüler*innen und Lehrkräften. Obwohl die Zeit auf einer solchen Fahrt meist wie im Flug vergeht, wird einem beim Vorstellen des selbst erarbeiteten Programms am Ende erst wirklich klar, wie viel man eigentlich gemeinsam erreicht hat und wie bedeutsam und ertragreich die vielen intensiven Proben für alle sind.

 

Dank

Für uns als Schüler*innen sind die Chor- und Orchesterfahrten wie wir sie am LGN im Rahmen des Musikunterrichts und der Teilnahme an AGs erleben dürfen ein großes Privileg. Die älteren von uns erinnern sich noch gut an die früheren Probenfahrten, als man selbst noch fast am Anfang seiner Schulzeit stand und nehmen aus diesen und den heutigen Fahrten viele tolle Erinnerungen für unser späteres Leben mit. Deshalb geht das erste Dankeschön von mir im Namen der Schüler*innen an uns selbst: Nur dadurch, dass wir als Schülerschaft und als Ensemble-Mitglieder eine so tolle Gemeinschaft bilden, werden die Probenfahrten überhaupt erst zu dem, was sie sind. Ohne das Engagement und die Freude, die wir selbst für die Musik mitbringen, blieben selbst die längsten, intensivsten Proben mit den besten Lehrkräften erfolglos.
Das wichtigste Dankeschön richtet sich jedoch natürlich an unsere Lehrer*innen. In erster Linie bedanken wir uns bei unseren Musiklehrern, Herrn Dohm, Herrn Hoffmann und Herrn Kannenberg, die ihre jeweiligen Ensembles stets mit großer Hingabe leiten und durch die wir die Freude und Mühe, die mit dem Musizieren einhergehen, kennenlernen dürfen.
Ganz besonders dankbar sind wir zudem für Frau Thies und Frau Zimpel, die diese Fahrt begleitet haben und immer als Ansprechpartnerinnen für uns zur Verfügung standen. Auch wenn sie bei der Sommerserenade nicht mit auf der Bühne stehen werden, wäre eine Probenfahrt wie wir sie erleben durften ohne die beiden nicht möglich.
Im Namen aller Schüler*innen bedanken wir uns für diese tolle Fahrt und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Erlebnisse, Konzerte, Proben und natürlich Noer-Aufenthalte!

Interview mit Herrn Schendel

Stellen Sie sich doch bitte erstmal kurz vor.

Ich bin Tim Schendel und ich bin hier Koordinator für Berufsorientierung, aber vornehmlich auch Lehrkraft für die Fächer Wirtschaft und Politik und Geografie. Ich mag den Beruf sehr gerne und bin leidenschaftlicher VfL Bochum Fan, das ist hier vielleicht eigentlich das wichtigste. Ansonsten mache ich diverse andere Dinge, aber das führt hier zu weit und wir müssen ja auch noch andere Dinge besprechen.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrer zu werden?

Ja, das ist auch eine ganz spannende Frage. Die Entscheidung dazu kam tatsächlich relativ spät in der Oberstufe. Damals hatte ich nämlich einen Geografielehrer, der ziemlich cool war, denn der hat aus dem Unterricht heraus Exkursionen mit uns gebucht, also etwas, was man heutzutage gar nicht mehr darf. Das geht einfach gar nicht mehr. Und der hat solche Dinge einfach getan und zu uns gesagt: „Kinder, worauf habt ihr Lust? Da müssten wir eigentlich mal hinfahren. Wartet, ich rufe da mal kurz an. Ja, das ist jetzt klar, da fahren wir hin“. Und der war auch immer locker, zumindest dann, wenn man gut gearbeitet hat. Wenn nicht, dann war er auch ein bisschen strenger, aber man hat ganz, ganz viel gelacht und in seinem Unterricht habe ich mal – das ist eine ganz witzige Geschichte – Armdrücken gegen ihn gemacht und gewonnen. Das war auch ganz wichtig. In meiner Oberstufenzeit habe ich mir dann gedacht, das kann ich auch und dann bin ich halt Lehrer geworden, unter anderem Geografielehrer.

Und aus welchem Grund haben Sie sich für die Fächer WiPo und Geografie entschieden?

Geografie fand ich thematisch schon immer sehr, sehr spannend und ich finde auch die breite Facette, die am Fach Geografie auch häufig kritisiert wird, sehr spannend, denn man sagt ja immer, Geografie ist so eine Wissenschaft, die existiert eigentlich gar nicht. Es gibt ja einmal diese physische Variante, also man guckt sich die Entstehung von Vulkanen und die Vegetationszonen an, aber es geht auch um humangeografische Faktoren, also wie geht der Mensch eigentlich auf den Raum ein, zum Beispiel was sind Global Citys und was macht diese aus. Und das ist so eine große Bandbreite, dass Leute das kritisieren. Ich hingegen denke ja, das ist super spannend und da lernt man ganz viel über die Welt.
Wirtschaft und Politik, da muss ich ehrlich sein, das hatte ich erst gar nicht auf dem Zettel, denn erst wollte ich Deutschlehrer werden. Dann hat allerdings meine damalige Lehrerin mit mir gesprochen und meinte: „Nein, werde auf keinen Fall Deutschlehrer, diese Korrekturen und so weiter. Mach irgendwas anderes, was vielleicht inhaltlich spannender ist.“ Also, was heißt inhaltlich spannender, nichts gegen meine Deutschkolleginnen und -kollegen, aber WiPo war dann passend zu Geografie und jetzt bereue ich das auch nicht. Auch wenn man mit dieser Fächerkombination eigentlich keine Jobs bekommt, ich hatte ein bisschen Glück.

Wie sind Sie ans LGN gekommen?

Auch eine ganz spannende Geschichte, ich habe tatsächlich in Hamburg studiert beziehungsweise mein Referendariat in Hamburg gemacht, auch mit einem relativ erfolgreichen Abschluss, kann man sagen. Und dann habe ich mit dieser lustigen Fächerkombination, was ich eben schon meinte, gedacht, dass ich gar keinen Job bekomme. Nach meiner letzten mündlichen Prüfung haben die mir bei meiner Lehrerausbildung allerdings gesagt, mit dem Schnitt und so weiter können Sie sich die Schule ja aussuchen. Das ist Quatsch, kann ich nur sagen, Geografie- und WiPo-Lehrer sucht niemand, das gibt es einfach nicht. Außer Herrn Apsel, der hat das früher gesucht, warum auch immer. Er hat das ausgeschrieben und mir auch eine ganz lange E-Mail geschrieben. Er hat gesehen, dass ich die beiden Fächer habe, hat mich eingeladen und dann durfte ich hier ein Bewerbungsgespräch durchführen. Sieben Leute waren vor mir da, habe ich gelesen, und ich habe mich durchgesetzt. Unfassbar. Ich bin sehr glücklich.

Was sind neben dem Unterrichten Ihre Aufgaben an unsere Schule?

Das habe ich vorhin schon mal kurz angedeutet, eigentlich mache ich ganz, ganz viele Dinge, die möchte ich jetzt gar nicht alle ausführen. Formal bin ich Koordinator für Berufsorientierung, das heißt, ich kümmere mich darum, dass es genug Angebote für die Schülerinnen und Schüler gibt, sich zu orientieren. Denn die Schule ist ja nur ein Zwischenschritt, soll euch vorbereiten aufs Leben und soll euch auch einige Perspektiven schaffen. Danach geht es aber darum, dass ihr natürlich auch etwas in die Rentenkassen einzahlt und so weiter und auch für unsere Pension als Lehrkräfte sorgt, das ist ja super wichtig. Unter anderem kümmere ich mich aber auch um die Organisation von Teilbereichen des Ganztages und die Präventionsveranstaltungen werden auch von mir organisiert. Im Moment auch noch das Projekt Lernchancen und diverse andere Dinge.

Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Beruf und an unserer Schule?

Also, das kann man ja fast zusammenführen, denn ich glaube, Lehrer sein hat auch immer damit zu tun, an welcher Schule und an welcher Schulform man unterrichtet und da bin ich wirklich gesegnet, denn ich habe ja eine Schule, in der das Unterrichten wirklich Spaß macht. Das wisst ihr selber, die Lerngruppen hier arbeiten wirklich, das heißt man hat, glaube ich, weniger pädagogische Arbeit als in anderen Schulformen. Und die Kinder hier sind so nett. Wenn man mal eine Hofaufsicht hat, ist man danach in besserer Stimmung als vorher. Das heißt, selbst wenn ich einen schlechten Tag habe, was selten vorkommt, muss ich auch mal sagen, dann erzählen die Kinder Geschichten, kommen zu einem gerannt, wollen alles mit einem teilen und danach geht es einem wieder gut. Und außerdem macht das Unterrichten hier auch Spaß. Ich kann mich nicht beklagen und ich bin immer glücklich nach dem Unterricht.

Und gibt es ein besonders lustiges Ereignis aus Ihrer bisherigen Zeit als Lehrer?

Es gibt unzählige lustige Ereignisse. Es gibt eine Sache, die ist tatsächlich auch ein bisschen unangenehm. Das betrifft den ersten April. Also man muss dazu sagen, dass ich ja wie eben gesagt, Bochum Fan bin und sagen wir mal so, ich mache mich damit auch angreifbar, denn Bochum hat ja nun zwei große Konkurrenten. Ich erwähne in meine Unterrichtsstunden sehr häufig Dortmund und Gelsenkirchen und dann kam eine Klasse auf die Idee, mich am ersten April reinzulegen. Ja, und dann standen plötzlich, als ich in diese Klasse kam, alle Kinder auf Ihren Stühlen, haben ein Dortmund-Lied gesungen, hatten auch die geografischen Koordinaten von Dortmund an die Tafel gemalt und alles in Dortmund-Farben geschmückt. Ich war sehr beeindruckt, aber auch schockiert muss ich sagen. Ja, das war wahrscheinlich das aufregendste Erlebnis. Vielen Dank nochmal dafür.

Foto von Marvin Truminski

Wie war Ihre eigene Schulzeit für Sie?

Meine Schulzeit war sehr schön, muss ich sagen. Sie war rückblickend auch sehr entspannt, es war eine schöne Zeit. Ich hatte viel mit Freunden zu tun und hatte auch nicht so viele Sorgen wie heute. Deshalb habe ich das damals auch eigentlich sehr genossen. Ich war ein vernünftiger Schüler, als ich jung war und bis zur 9. Klasse auch sehr strebsam, das hat sich dann aber in der Oberstufe gegeben und ich habe auch andere Dinge des Lebens lieben gelernt. Aber insgesamt war es eine sehr schöne Zeit, auf die ich bis heute gerne zurückblicke.

Welches besondere Ereignis aus Ihrer Schulzeit ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

In meiner Schulzeit waren immer die Fußballturniere das Spannendste. Ich war passionierter Fußballspieler, aber leider hat mich meine Knieverletzung aufgehalten, sonst wären wir öfter Weltmeister geworden, das ist nun mal Fakt. Damals haben wir zum Beispiel die Deutsche Meisterschaft als Schulfußballteam gewonnen. Die Fußballturniere waren das Highlight meines Lebens.
Das negativste Ereignis war, als mein Sportlehrer in der Oberstufe, mit dem ich heute auch noch Kontakt habe, mir eine 3 in Fußball gegeben hat. Das ist etwas, was ich ihm ewig vorhalten werde. Ich hatte im Sportunterricht eine Knieverletzung und mein Knie war ganz dick und angeschwollen und ich musste mich an den Rand setzen. Dann hat er mir gesagt, ich hätte ja nie mitgemacht und wäre immer verletzt gewesen. Dann hat er mir einfach mal eine 3 gegeben. In Fußball! Das geht natürlich gar nicht.

Was ist für Sie die wichtigste Eigenschaft eines Lehrers oder einer Lehrerin?

Natürlich muss man fachlich kompetent sein und den Schülerinnen und Schülern da ganz viel beibringen und muss da Sicherheit ausstrahlen, das ist ganz klar. Aber es gibt auch noch wichtigere Dinge als das. Man muss auch Lust darauf haben, mit Schülerinnen und Schülern zu arbeiten, man muss eine positive Grundeinstellung dazu haben, den Kindern etwas beizubringen. Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn die Schülerinnen und Schüler merken, dass der Lehrer auch selber Lust dazu hat, den Kindern etwas mitzugeben, dann haben sie selber viel mehr Lust darauf. Man muss manchmal auch Themen unterrichten, auf die die Schülerinnen und Schüler von sich aus jetzt nicht so gekommen wären und gesagt hätten: „Nö, da hab ich jetzt nicht so Lust drauf“. Aber dann muss man Wege finden, sie mitzunehmen und das müssen sie auch spüren, finde ich. Das ist das Wichtigste.

Was machen Sie, wenn Sie mal nichts mit der Schule zu tun haben?

Wenn ich nichts mit der Schule zu tun habe, bin ich meistens im Vonovia-Ruhrstadion in Bochum. Nein, ich übertreibe ein bisschen. Ich verfolge natürlich den VfL Bochum sehr doll, aber auch nicht extrem. Aber ich nutze das hier ganz gerne, um gute Stimmung zu erzeugen. Ja, am Fußball bin ich sehr interessiert auf jeden Fall, das mache ich gerne. Ein bisschen Sport mache ich auch tatsächlich, auch wenn man es mir nicht immer ansieht, aber das mache ich schon sehr gerne. Sonst treffe ich mich wie andere Leute auch, ganz gerne mit Freunden.

Welchen Rat würden Sie jedem Schüler und jeder Schülerin geben?

Also erstmal würde ich versuchen, die Dinge, auf die ich richtig Lust habe, wirklich zu verfolgen, mir nicht so oft sagen zulassen, was man alles nicht schaffen kann. Das ist, glaube ich, auch eine ganz wichtige Idee, gerade in meinem Alter war es früher so, dass man gesagt hat, jede Unterbrechung im Lebenslauf wird ganz schwierige Folgen haben und so weiter. Jetzt würde ich das alles, glaube ich, ein bisschen entspannter sehen. Ich würde unbedingt darauf hinweisen, dass man die Dinge verfolgt, auf die man richtig Lust hat, denn die sollte man idealerweise auch zu seinem Beruf werden lassen.

Seit wann sind Sie schon VfL Bochum-Fan, wie sind Sie dazu gekommen und was mögen Sie besonders an dem Verein?

Das ist eine besonders spannende Geschichte, das war tatsächlich – ich überlege gerade – in eurem Alter, das heißt, ich war ungefähr 16 oder 17. Zu der Zeit habe ich mit den verschiedensten Leuten Fußball gespielt und ein Mensch davon ist, seitdem er 6 war, VfL Bochum Fan. Der kommt auch aus Hamburg und der ist Bochum Fan geworden, weil sie, nachdem sie abgestiegen sind, trotzdem noch mit ihren Fans gefeiert haben. Und dann hat er seinen Papa gefragt: „Warum feiern die denn jetzt noch? Die haben doch verloren.“ Und dann meinte sein Papa: „Jaja, die sind aber stolz auf ihre Mannschaft. Die haben heute gewonnen und sind zwar abgestiegen, aber trotzdem“. Und dann meinte er zu seinem Vater: „Ich bin jetzt VfL Bochum Fan“, und dann hat der Vater gesagt: „Jaja, klar …“. Aber als er sich dann 2 Jahre später mit seinem eigenen Taschengeld ein VfL Bochum Trikot in einem Shop gekauft hat, da wurde das dann ernst. Der ist jetzt schon super lange Fan und hat uns dann quasi alle mitgezogen. Mittlerweile bin ich auch lebenslanges Mitglied beim VfL Bochum. Ich finde, dieser Verein ist unglaublich sympathisch und die Menschen vor Ort – also im Ruhrgebiet – sind, kann man ganz schwer erklären, sehr ehrlich auf jeden Fall und sagen einem sofort ins Gesicht, was sie denken. Und sie sind generell auch ein bisschen entspannter als die Norddeutschen. Deswegen finde ich, es ist ein sehr sympathischer Verein, anders als Gelsenkirchen und Borussia Dortmund. Das muss man hier auch noch mal sagen. 

Noch eine Frage an Bobbi Bolzer: Wo warst Du denn schon überall und was hast Du schon so Besonderes erlebt?

Bobbi Bolzer (Maskottchen des VfL Bochum)

Also ich muss jetzt für Bobbi Bolzer antworten, weil Bobbi Bolzer immer sehr schüchtern ist. Ich nehme ihn ja auch oft mit in den Unterricht und er hat so viele Ideen, aber immer wenn es in den Unterricht geht, dann hört er auf, sich zu melden und so weiter. Er denkt, er will den anderen ja nicht die richtigen Antworten wegnehmen. Bobbi Bolzer war zum Beispiel schon, und das ist eine sehr aufregende Geschichte, am Gardasee. Da war er unterwegs und hat schöne Fotos gemacht mit Herrn Schilling zusammen, die beiden sind ja auch gute Freunde. Jetzt war er tatsächlich im Urlaub auch schon in Dänemark. Da hat er sich auch auf eine Düne gesetzt, hat da Bilder gemacht und das sehr genossen. Das nächste Reiseziel, wo er hin möchte, ist Prag. Da habe ich ihm schon gesagt, dass wir da auf jeden Fall zusammen hinfahren. Das wird jetzt im September stattfinden. Und vorher vielleicht noch nach Portugal, das haben wir auch auf der Liste. Also Bobbi Bolzer mag auch warme Gebiete, aber ich habe mir überlegt, dass er in seinem Leben noch ganz viele Orte kennenlernen wird.

Vielen Dank für das Interview!

Exkursion zum NDR–Studio Norderstedt

„Interessante Einblicke und ein unvergessliches Erlebnis“Mit diesen Worten beschreiben die Mitglieder unserer Schülerzeitung unseren Ausflug zum NDR-Studio in Norderstedt. Weiterlesen