Frauen der Geschichte

Jeder kennt Frauen wie Kleopatra , Königin Viktoria oder Katharina die Große, aber es gibt auch andere Frauen, die nicht ganz so bekannt sind und trotzdem in den Geschichtsbüchern seien sollten.  In diesem Artikel werden deswegen eher unbekanntere Frauen kommen, die nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen haben.

Tomyris Hatun

Sie war eine Königin der südöstlich des Aralsees siedelnden Massageten, gegen sie wurde 530 v.Chr. einen Feldzug unternommen von Perserkönig Kyros den Zweiten, der in diesem fiel. In Herodots (griechischer Schriftsteller) Bericht, schrieb er, das Kyros das Reich von Tomyris einnehmen wollte, nachdem sie Witwe und Alleinherrscherin geworden war. Und dies sogar anfangs friedlich, denn er machte ihr einen Heiratsantrag, den sie ablehnte. Woraufhin er den Feldzug unternahm. Als er schließlich am Fluss Jaxartes ankam, übermittelte sie ihm das Angebot, dass er entweder drei Tagesmärsche in ihr Reich vorrücken oder umgekehrt ihr ebenso ein weiten Vorsprung in sein reich erlauben sollte. Damit dann die Entscheidungsschlacht geführt werden kann. Schlussendlich rückte Kyros vor und lockte einen Drittel ihrer Armee in eine Falle. Bei einem der Überfälle wurde auch ihr Sohn gefangen genommen. Aus Scham begann er Selbstmord. Bevor Tomyris davon erfahren konnte, forderte sie seine Freilassung und drohte, das wenn ihr Sohn nicht frei gelassen werden würde, sie die Blutrünstigkeit des Königs sättigen würde. Kyros allerdings ignorierte diese Drohung und rüstete sich weiter zum Kampf. Im Kampf gegen Tomyris fiel er schlussendlich und sie machte ihre Drohung war.

 

Theodora Kaiserin von Byzan

Theodora wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater, welcher früh verstarb, war Tierwärter und ihre Mutter Schauspielerin. Dadurch das ihre Mutter Schauspielerin war, verbrachte  Theodora viel Zeit am Theater und arbeitete dort auch, angeblich arbeitete sie auch als Prostituierte neben dem Schauspielern, bevor sie dann von einem Liebhaber nach Alexandria gebracht wurde. Leider wurde sie dort von ihm zurückgelassen. Dort wurde sie dann von einer Christengemeinde bekehrt und bekam die Möglichkeit nach Hause nach Byzanz  zu gehen. In Byzanz arbeitet sie damals als Spinnerin und mit 25 begegnete sie Justinian, den Neffen des Kaisers. Er brachte seinen Onkel dazu das Gesetz, welches Justinian verbot Frauen mit zweifelhaften Ruf zu heiraten, aufzuheben, um Theodora zu heiraten. Schließlich bestieg am 1. April 527 das Paar den Thron.

Während ihrer Regentschaft war sie immer eine ebenbürtige Mitregentin und verbesserte die Lage vieler Frauen. Zum Beispiel kümmerte sie sich darum das Frauen einen eigenen Besitz haben durften. Die Scheidungsgesetze wurden geändert und die Schauspielerei war kein geächteter Beruf mehr. Sie verteidigte den Thron und gewann auch eine blutige Schlacht gegen die Aufständigen. Als Theodora starb ließ Justinian ihr ein Denkmal errichten in Form wunderbarer  Mosaiken. Diese sind in der Kirche San Vitale zu Ravenna abgebildet, wobei das Paar als Vorbild für Machtbewusstsein, Schönheit und Wohltätigkeit steht.

 

Nzinga Mbandi – Königin aus Angola

Sie ist eine Nationalheldin in Angola, dort hat sie nämlich während der Kolonialzeit (17. Jahrhundert) Politik mit den Kolonialmächten auf Augenhöhe gemacht und Briefe mit dem Papst ausgetauscht.

Nzinga Mbandi regierte über das Königreich Ndongo und das benachbarte Königreich Matamba, was heute Angola heißt. Bekannt wurde sie dadurch, das sie den portugiesischen Invasoren zweieinhalb Jahrzehnte Widerstand leistete. Als die Portugiesen die Hauptstadt Ngolas einnahmen organisierte sie den Widerstand und verbündete sich dann später mit dem holländischen Konkurrenten Portugals im Sklavengeschäft. Sie hatte ihr Leben lang wechselvolle Siege und Niederlagen und starb schließlich im Alter von 80  Jahren (1663). Ihr Königreich Matamba war bis dahin unabhängig und sie galt bei vielen afrikanischen Völkern später als Symbol für Kampf,Freiheit und der Unabhängigkeit. Nur leider konnte sie den Weg der Portugiesen ins Landesinnere nicht aufhalten.

Nachwort

Wenn man gerne mehr über die bestimmten Frauen lesen/hören möchte kann man unten den Quellen folgen wobei eine sogar zu einem ungefähr 30 minütigen Video führt.

Quellen:

Tomyris – Wikipedia

https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/theodora

Nzinga Mbandi – Königin aus Angola, die den Kolonialisten trotzt – COSMO Lost Sheroes – COSMO – Podcasts und Audios – Mediathek – WDR

Nzinga of Ndongo and Matamba – Wikipedia

Das 4. Advents-Spezial

Zum vierten Advent möchten wir euch eine kurze Weihnachtsgeschichte zeigen. Viele kennen bestimmt den Disney Film Fronen –  aber kennen Sie auch das ursprüngliche Märchen, was dahinter steckt?

 

Die Schneekönigin
Seht, nun fangen wir an. Wenn wir am Ende der Geschichte sind, wissen wir mehr als jetzt, denn es war ein böser Zauberer, einer der allerärgsten, es war der Teufel! Eines Tages war er recht bei Laune, denn er hatte einen Spiegel gemacht, welcher die Eigenschaft besaß, dass alles Gute und Schöne, was sich darin spiegelte, fast zu Nichts zusammenschwand, aber das, was nichts taugte und sich schlecht ausnahm, das trat hervor und wurde noch ärger. Die herrlichsten Landschaften sahen wie gekochter Spinat darin aus, und die besten Menschen wurden widerlich oder standen auf dem Kopfe ohne Rumpf, ihre Gesichter wurden so verdreht, dass sie nicht zu erkennen waren, und hatte man einen Sonnenfleck, so konnte man versichert sein, dass er sich über Nase und Mund ausbreitete. Das sei äußerst belustigend, sagte der Teufel. Fuhr nun ein guter, frommer Gedanke durch einen Menschen, dann zeigte sich ein Grinsen im Spiegel, so dass der Zauberteufel über seine künstliche Erfindung lachen musste. Alle, welche die Zauberschule besuchten, denn er hielt Zauberschule, erzählten rings umher, dass ein Wunder geschehen sei; nun könne man erst sehen, meinten sie, wie die Welt und die Menschen wirklich aussehen. Sie liefen mit dem Spiegel umher, und zuletzt gab es kein Land oder keinen Menschen, welcher nicht verdreht darin gewesen wäre. Nun wollten sie auch zum Himmel selbst auffliegen, um sich über die Engel und den lieben Gott lustig zu machen. Je höher sie mit dem Spiegel flogen, um so mehr grinste er, sie konnten ihn kaum festhalten; sie flogen höher und höher, Gott und den Engel näher; da erzitterte der Spiegel so fürchterlich in seinem Grinsen, dass er ihren Händen entflog und zur Erde stürzte, wo er in hundert Millionen Stücke zersprang. Da gerade verursachte er weit größeres Unglück als zuvor, denn einige Stücke waren so groß als ein Sandkorn, und diese flogen rings herum in der weiten Welt, und wo Leute sie in das Auge bekamen, da blieben sie sitzen, und da sahen die Menschen Alles verkehrt, oder hatten nur Augen für das Verkehrte bei einer Sache, denn jede kleine Spiegelscherbe hatte dieselben Kräfte behalten, welche der ganze Spiegel besaß. Einige Menschen bekamen sogar eine kleine Spiegelscherbe in das Herz, und dann war es ganz gräulich; das Herz wurde einem Klumpen Eisen gleich. Einige Spiegelscherben waren so groß, dass sie zu Fensterscheiben gebraucht wurden, aber durch diese Scheiben taugte es nichts, seine Freunde zu betrachten. Andere Stücke kamen in Brillen, und dann ging es schlecht, wenn die Leute diese Brillen aufsetzten, um recht zu sehen und gerecht zu sein. Der Böse lachte, dass ihm beinahe der Bauch platzte, und das kitzelte ihn angenehm. Aber draußen flogen noch kleine Glasscherben in der Luft umher. Nun werden wir`s hören.

Autor: Hans Christian Andersen

 

Wir wünschen Ihnen frohe und besinnliche Weihnachten!

 

Quelle:

https://www.weihnachten.me/weihnachtsunterhaltung/weihnachtsgeschichten/84

Weihnachtsgedicht zum dritten Advent

Anlässlich unseres diesjährigen Advents-Specials haben wir auch am dritten Advent wieder ein Weihnachtsgedicht für Euch und Sie rausgesucht. Das heutige Gedicht habe ich ausgesucht, weil es, meiner Meinung nach, obwohl es schon vor über 100 Jahren veröffentlicht wurde, immer noch auf unsere aktuellen Sorgen und Nöte in der Welt bezogen werden kann. Bei so viel Leid und Hass in der Welt wünschen wir uns am Ende des Jahres doch eigentlich nichts mehr als Frieden für alle. Deshalb möchte ich mit dem von mir ausgesuchten Gedicht auf die Besinnlichkeit und Ruhe, die die Weihnachtszeit für viele von uns mit sich bringt und die gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit oft zu kurz kommt, aufmerksam machen. Viel Spaß beim Lesen und einen besinnlichen dritten Advent!

Friede auf Erden

 

Wie ist die Welt so kalt!
Schneelast drückt schwer
Auf der Tanne Geäst,
Und traurig und sanglos
Kauern auf blattlosem Zweig
Hungernde Vögel.

So liegt auf den Völkern
Schneeschwer die eiserne Hand
Des Kriegsgottes, dem mehr wir opfern,
Als unsern Waisen und Armen,
Und traurig schaut das Auge
Ueber die Winterwelt der Menschheit.

Da horch! Wie Engelstimmen
Klingt aus dem hellen Kirchlein
Der Kinder Jubelchor:
Friede auf Erden!
Mir ziehts durch die Seele, als müßte
Der Frühling über die Völker kommen,
Der Frühling des Friedens.

 

von Johannes Brassel (1848 -1916) 

Quelle: weihnachtsgedichte-und-mehr.de

Zweiter Advent

Passend zum zweiten Event haben wir, im Rahmen unseres Advent-Spezials, wieder ein Gedicht für euch.

Dezember und Weihnachten

Bezaubernd ist die Winterzeit,

wenn’s zahllos feine Flocken schneit.

Die Landschaft trägt ihr Festtagskleid,

und Weihnachten ist nicht mehr weit.

Der Tannenbaum steht schon bereit.

Das Fest verheißt Glückseligkeit,

und Wünsche sind gewiss nicht rar.

Vielleicht wird einer davon wahr.

Die schönste Feier ist im Jahr

der Heiligabend – wunderbar.

Christa M. Beisswenger

Quelle : https://www.weihnachtsgedichte24.de/advent-kurz/

Advents-Spezial

 

Liebe Leser und Leserinnen,

Wir, das Freigeist Team, haben uns für euch ein Advents Spezial ausgedacht. Und zwar wird das so ablaufen, dass wir an jedem Advent ein Gedicht hochladen werden und am 4. Advent wird es eine Kurzgeschichte geben. Wir hoffen, dass es euch gefallen wird und wünschen euch eine schöne Adventszeit.

Euer Freigeist Team

Schon wieder ist es Weihnachten

Schon wieder ist es Weihnachten,
das Jahr ging schnell vorbei,
so manche Pläne, die wir machten,
durchkreuzt vom Einerlei.
und doch, bei Kerzenschein beseh’n,
war dieses Jahr auch schön.
Laßt dankbar sein für jeden Tag,
wenn wir am Christbaum steh’n.
Wer weiß, wie’s wird im nächsten Jahr,
wir hoffen, es wird gut.
Gesundheit, Glück im nächsten Jahr
und ganz viel frohen Mut!

wenn wir am Christbaum stehn.
Laßt dankbar sein für jeden

Autor: Ruth Stille

 

 

Quelle

https://www.weihnachts-gedichte.net/

„Ich bin Mouayad“ – Die Geschichte eines geflüchteten Norderstedters

Obwohl Mouayad eigentlich ein ganz normaler 14-Jähriger aus Norderstedt ist, der ein Gymnasium besucht, Fußball spielt und Freude am Schreiben hat, hat er bereits eine dramatische Geschichte hinter sich. Mouayad ist ein Geflüchteter aus Syrien, der schon im frühen Kindesalter mit bedrohlichen und lebensgefährlichen Situationen während seiner Zeit in Syrien und seiner Flucht konfrontiert wurde. Situationen, die sich die meisten Jugendlichen aus Norderstedt kaum vorstellen können.

Mouayads Geschichte

Mouayad zu Beginn seiner Flucht aus Syrien

Diesen Sommer hat Mouayad seine Erlebnisse zu Papier gebracht: In seinem Buch „Ich bin Mouayad“ beschreibt der 14-Jährige, wie er den Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien im Jahr 2011 in Erinnerung hat und wie er die Zeit in seinem Heimatland nach Anbruch des Krieges erlebt hat. Außerdem erzählt er die erschütternde Geschichte von seiner Flucht nach Deutschland und wie er und seine Familie es geschafft haben, sich hier in Norderstedt ein neues Leben aufzubauen und sich in die Gemeinschaft zu integrieren.

3 Fragen an Mouayad

 

1. Was hat dich dazu bewegt, ein Buch über deine Geschichte zu schreiben? 

„Ab Mitte des letzten Schuljahres kamen bei mir immer wieder Gedanken an meine Flucht hoch und ich habe angefangen, mich stärker mit dem Thema zu beschäftigen. Erst habe ich zwar mit niemandem darüber geredet, aber schon angefangen, kleine Erinnerungen an diese Zeit aufzuschreiben. Irgendwann habe ich der Schulsozialarbeiterin unseres Gymnasiums davon erzählt, während ich immer mehr Erinnerungen aufgeschrieben habe. Die Geschichten haben sie sehr bewegt und sie erzählte mir von einem Wettbewerb, bei dem man sein eigenes Buch veröffentlichen konnte. Das hat mich angespornt und ich wollte meine Geschichte für alle erzählen und veröffentlichen. Mir hat es gut getan, meine Erlebnisse in schriftlicher Form zu verfassen, auch wenn das Format des Buches leider nicht den Platz für alle Erfahrungen während meiner Flucht geboten hat.“

 

2. Hast du vor, noch weitere Bücher bzw. Geschichten zu schreiben?

„Früher hat mir das Schreiben eigentlich nicht viel Spaß gemacht, doch durch dieses Buch habe ich gemerkt, wie viel Freude es mir macht, Geschichten zu verfassen. Im Moment schreibe ich fiktive Kurzgeschichten – es geht um Abenteuer, Lustiges und auch mal Trauriges. Wenn ich neben meinen anderen Hobbys und der Schule Zeit habe, setze ich mich gerne hin und überlege mir neue Geschichten oder ich schreibe Gedanken auf, die mir irgendwo kamen.“

 

3. Was möchtest du deinen Leser*innen mitgeben?

„Ursprünglich habe ich das Buch eigentlich nur für meine Familie und mich geschrieben. Mich hat es total überwältigt, wie viel positive Resonanz ich erfahren habe und wie viele Menschen mein Buch schon gelesen haben. Vielleicht kann ich mit meinem Buch dazu beitragen, dass ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, dass hinter jedem Geflüchteten eine eigene Geschichte steht und dass das Schicksal dich ganz plötzlich aus einer normalen, heilen Welt reißen kann.“

Persönliche Meinung

Ich hatte bereits die Gelegenheit, Mouayads Buch zu lesen und möchte diesen Artikel nutzen, um eine persönliche Empfehlung auszusprechen. Obwohl man über die tragischen Ereignisse, die Mouayad in seinem Buch schildert,  aus den Medien schon viel gehört hat, hat mir die Geschichte aus der Perspektive eines Schülers einen ganz neuen Blickwinkel auf das Schicksal der Betroffenen des syrischen Bürgerkrieges eröffnet. Nicht nur die Erlebnisse des Jugendlichen selbst, sondern auch Mouayads Erzählweise sind ungemein mitreißend und lassen einen persönlichen und authentischen Einblick in das bisherige Leben des 14-Jährigen zu. Man liest nicht nur über die grausamen Fakten, von denen man aus den Medien erfährt, sondern Mouayad bietet dem Leser/der Leserin eine Mischung aus Tragik, Angst, Freude, Trauer und ganz viel Mut. Für mich handelt es sich bei „Ich bin Mouayad“ um ein Must-Read für Jung und Alt, denn der Schüler aus Norderdstedt trägt eine wirklich außergewöhnliche Geschichte in sich, die es sich zu lesen lohnt.

Wo kann ich das Buch kaufen?

Quelle: amazon.de

Mouayads Buch kann man im Norderstedter Buchhandel oder online bei fast jedem Bücher-Onlineshop bestellen. Wenn ihr jetzt also Lust bekommen habt, mehr über Mouayad zu erfahren, sucht einfach nach dem Titel des Buchs oder der ISBN-Nummer:

„Ich bin Mouayad“ von Mouayad Hamzeh-Alamam, ISBN: 978-3-7108-8537-2

Viel Spaß beim Lesen!

Besuch der Ausstellung „Aschkenas“

„Aschkenas“ – mit diesem Wort aus dem Hebräischen bezeichneten im Frühen Mittelalter eingewanderte Juden ihre neue Heimat im westlichen Mitteleuropa, dem später gegründeten Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Während wir beim Thema „Jüdisches Leben in Deutschland“ zunächst vor allem an dessen Verfolgung und Vernichtung in der Zeit des Nationalsozialismus denken, verlief das Zusammenleben von Christen und Juden während der ersten Jahrhunderte in relativem Frieden miteinander.

Den wechselvollen Kapiteln des jüdischen Lebens in Deutschland gingen wir, die Klasse 10b, während eines Besuchs der Ausstellung „Aschkenas“ am 10.10.2023 in der Friedrichsgaber Johanneskirche auf den Grund. Im Anschluss an eine informative Einführung in das Thema durch Frau Pastorin Wallmann konnten wir anhand von 20 Schautafeln und eines Frage- / Rallyebogens die Geschichte des jüdischen Lebens auf deutschem Territorium nachverfolgen. 

Wir erfuhren von der Blütezeit dieses Lebens in den sogenannten SchUM-Städten am Rhein (die Abkürzung bezieht sich auf die hebräischen Anfangsbuchstaben der Städte Speyer, Worms und Mainz), die mit Papst Urbans Aufruf zum (1.) Kreuzzug im Jahr 1096 ein jähes Ende fand, weil man glaubte, nicht nur die Muslime im sogenannten Heiligen Land, sondern auch Andersgläubige in der eigenen Nachbarschaft bekriegen zu müssen. Nach Plünderungen und Morden an der jüdischen Bevölkerung wanderte ein großer Teil der Überlebenden nach Osteuropa, vor allem ins Königreich Polen, aus. Aus den Versatzstücken der von den Migranten gesprochenen deutschen Sprache und Wörtern aus dem Hebräischen sowie slawischen Sprachen entwickelte sich dort das Jiddische, von der Bevölkerung Osteuropas häufig als „Dajtsh“ (=Deutsch) bezeichnet.

Weil man sie für Kindesentführungen und -morde, Schändungen von christlichen Heiligtümern sowie Brunnenvergiftung (also die Pest) verantwortlich machte und ihnen Wucher und Betrug vorwarf, blieb die Situation für die meisten der auf deutschem Gebiet verbliebenen Juden weiterhin schlecht. Sie durften keine handwerklichen Berufe erlernen, keinen Grund und Boden besitzen, und regelmäßig kam es zu antijüdischen Ausschreitungen (Pogromen). Erst mit der von Otto von Bismarck vorangetriebenen Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 wurde in dessen eigentlich ja antiliberaler Verfassung eine rechtliche Gleichstellung der in Deutschland lebenden jüdischen Bevölkerung festgeschrieben. Antijüdische Klischeevorstellungen bleiben allerdings auch in der Zeit der juristischen Gleichstellung während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik in den Köpfen vieler Menschen verankert, und zu den religiösen Vorurteilen kamen zunehmend rassenantisemitische Irrlehren, von denen unter anderem Hass-Zeichnungen von Juden mit langen Hakennasen, abstehenden Ohren und krummen Beinen zeugen. Zudem wurden Juden für den verlorenen 1. Weltkrieg (Dolchstoßlegende), die Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit ab 1929 und überhaupt alle negativen Begleiterscheinungen der Moderne verantwortlich gemacht. 

„Rassenkunde“ wurde während der NS-Zeit Unterrichtsstoff an den Schulen, und mit dem Boykott-Tag am 1. April 1933 vollzog sich unter den Augen der Öffentlichkeit und deren teils aktiven Teilnahme die voranschreitende Entrechtung und Verfolgung der Juden, deren grausamer Höhepunkt in der Vorkriegszeit die brutalen Ausschreitungen während der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren, ein Ereignis, das sich in diesem Herbst zum 85. Mal jährt. Nach dem November-Pogrom, früher häufig verharmlosend als „Reichskristallnacht“ bezeichnet, konnte kaum noch ein Zweifel darüber bestehen, was das nationalsozialistische Deutschland mit der jüdischen Bevölkerung im eigenen Land und später in den während des Krieges besetzten Gebieten vorhatte…

Für die meisten von uns bot der Besuch der Ausstellung eine Veranschaulichung von Themen, die wir im Laufe unserer bisherigen Schulzeit in den Fächern Geschichte und Religion im Unterricht behandelt haben – allerdings nie so zusammenhängend, wie es die Ausstellung darstellt. Zugleich boten das Thema und der Besuch der Ausstellung in einer Kirche viele Anknüpfungspunkte an den Roman „Sansibar oder der letzte Grund“, den wir gerade im Deutsch-Unterricht lesen.

Die lohnenswerte Ausstellung kann noch bis zum 27.10.2023 in der Johanneskirche in der Bahnhofstraße 77 besucht werden.

 

 

Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Während der nationalsozialistischen Diktatur (1933-1945) unter Adolf Hitler kamen zahlreiche Menschen in Konzentrationslagern ums Leben. Um an die grausamen Taten dieser Zeit zu erinnern, wurden die meisten dieser Lager zu KZ-Gedenkstätten umfunktioniert. So auch das Konzentrationslager Neuengamme im Süd-Osten Hamburgs, das wir, die Klasse 9b, vor Kurzem besucht haben.

Historischer Hintergrund

Im Januar 1933 wurde Adolf Hitler von der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) zum Reichskanzler ernannt. Im Laufe des Jahres hob die NSDAP die Grundrechte auf und es kam teils durch Verbote, teils durch Auflösung anderer Parteien dazu, dass die NSDAP zur Staatspartei des damaligen Deutschlands wurde. Im folgenden Jahr erlangte Adolf Hitler nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die absolute Macht. Diese nationalsozialistische Diktatur sollte bis zum Ende des 2. Weltkriegs im Jahr 1945 andauern. Das erste Konzentrationslager wurde bereits im März 1933 in Dachau eingerichtet. Mit der Zeit kamen immer mehr solcher Lager hinzu, bis im Dezember 1938 auch das KZ Neuengamme gegründet wurde. Zunächst diente dieses als Außenlager für das KZ Sachsenhausen, doch 1940 wurde es zu einem eigenständigen Konzentrationslager.

Häftlinge in den Konzentrationslagern

Zunächst wurden vor allem Oppositionelle, also politische Gegner der NSDAP, in die Konzentrationslager gebracht. Zu ihnen zählten zum Beispiel Mitglieder der links ausgerichteten Partei KPD (Kommunistische Partei Deutschland) oder der damaligen SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschland). Durch das Einsperren dieser Menschen wollte sich das Terror-Regime um Adolf Hitler vermutlich die absolute Macht in Deutschland sichern. Doch mit der Zeit wurden auch immer mehr Menschen dorthin gebracht, die in der faschistischen Rassentheorie der Nationalsozialisten einer sog. „minderwertigen Rasse“ angehörten. Hierzu zählten unter anderem Menschen jüdischer Abstammung oder Glaubens sowie Sinti und Roma. Des Weiteren wurden auch Homosexuelle und sog. „Bibelforscher“, wie man die Zeugen Jehovas damals nannte, in den Lagern eingesperrt. Auch Obdachlose, die als „Asoziale“ bezeichnet wurden, kamen in die Konzentrationslager. Ebenso wurden Kriminelle in die Konzentrationslager gebracht. Ironischerweise wurden diese trotz dessen, dass sie wirklich etwas verbrochen haben, meist besser behandelt als die Menschen, die nur aufgrund der xenophoben Einstellung der Nationalsozialisten im KZ waren, also wegen ihrer Kultur, Meinung oder Lebensform eingesperrt und misshandelt wurden. Seit 1942 wurden immer mehr Menschen aus den von Deutschland besetzten Gebieten wie zum Beispiel aus Polen ins KZ-Neuengamme gebracht.

Leben im Lager

Im KZ angekommen, wurden den Menschen sämtliche persönliche Gegenstände genommen, was über Kleidung und Schmuck bis hin zu ihren Namen reichte. Anstelle dessen bekam jeder Häftling eine Nummer zugewiesen und erhielt eine der blau-weiß gestreiften monotonen Uniformen mit einem Dreieck, das den Grund der Verhaftung angab und über die weitere Behandlung im Lager entschied. Man bekam ein rotes Dreieck, wenn man ein Oppositioneller war, ein grünes Dreieck, wenn man Berufsverbrecher war, und immer so weiter. Bei Menschen jüdischen Glaubens wurde diesem Dreieck ein zweites, gelbes hinzugefügt, sodass ein Stern entstand. Ein rot-gelber Stern grenzte somit an ein Todesurteil.
Die Menschen bekamen kaum Essen und es herrschten katastrophale hygienische Bedingungen. Je näher man der Schließung des Lagers kam, desto mehr Menschen waren auf kleinstem Raum zusammengepfercht. Zunächst gab es nur Holzbaracken, in denen die Häftlinge lebten, später wurden auch Klinkerhäuser errichtet, die noch heute auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte stehen. Die Holzbaracken wurden inzwischen abgerissen, an sie erinnern nun Schuttaufschüttungen an den Stellen, wo sie einst gestanden haben. In den Baracken standen dreistöckige Etagenbetten, in denen sich jeweils zwei bis drei Menschen auf jeder Etage einen Schlafplatz teilen mussten.

Arbeit im Lager

Die Häftlinge mussten im Konzentrationslager schwerste körperliche Arbeit zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter unter Schlägen, Prügel und Misshandlung verrichten. Je nach Arbeitskommando führten die Arbeitsumstände zu Krankheiten und schlimmstenfalls zum Tod. Die wohl härteste Arbeit gab es im Baukommando, da die Häftlinge hier jedem Wetter schutzlos ausgeliefert waren. Viele von ihnen starben. Wenig später kam mit dem Ausbau der Dove-Elbe ein neuer gefürchteter Arbeitsplatz hinzu. Im Klinkerwerk, das sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, stellten die Häftlinge Ziegelsteine (auch Klinker genannt) aus Ton her, den sie unter körperlicher Schwerstarbeit abbauen und zum Klinkerwerk befördern mussten. Eine größere Chance aufs Überleben bot die Arbeit in den Rüstungsfabriken. Hier waren die Häftlinge mehr vor der Witterung geschützt und wurden auch etwas besser behandelt, da die Herstellung von Waffen mehr Konzentration erforderte und bedeutsamer war. Der Spruch „Arbeit macht frei“, der unter anderem über dem Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz hing, erscheint einem absurd, geradezu zynisch, in Anbetracht der Menschen, die durch die Arbeit in den Konzentrationslagern schwer krank geworden sind oder gar starben.

Krankheiten im Lager

Die mangelnde Nahrung, die desaströsen hygienischen Bedingungen und die harte Arbeit führten dazu, dass sich Krankheiten im Konzentrationslager sehr schnell verbreiten konnten. Am häufigsten traten Magen-Darm-Erkrankungen auf. Im Jahr 1942 kam es auch zu einer Flecktyphusepidemie, woraufhin das gesamte Lager unter Quarantäne gestellt werden musste. Nur wenige kranke Häftlinge wurden im sog. Krankenrevier aufgenommen, in dem es an Medikamenten und Platz fehlte. Dennoch konnten diejenigen, die dort behandelt wurden, wieder ein wenig zu Kräften kommen und auf die Versetzung in ein anderes Kommando hoffen, in dem weniger schwere körperliche Arbeit zu verrichten war.
Einige Häftlinge wurden medizinischen Experimenten der Lagerärzte unterzogen. Hauptsächlich sollte es hierbei um die Tuberkuloseforschung gehen. Fast alle, die Opfer der grausamen Prozedur wurden, starben. Da in Neuengamme eigentlich ausschließlich Erwachsene interniert waren, wurden hierfür auch jüdische Kinder aus dem KZ Auschwitz nach Neuengamme gebracht, denn selbst vor ihnen machten die Lagerärzte mit diesen menschenverachtenden medizinischen Experimenten nicht halt.

Hinrichtungen und Tote

Insgesamt starben im KZ Neuengamme schätzungsweise um die 50.000 Häftlinge, wovon allerdings nur circa die Hälfte namentlich bekannt ist. Viele Menschen kamen aufgrund der Bedingungen im Lager zu Tode. Viele starben in Folge der Misshandlung durch die Aufseher oder wurden während ihrer Arbeit an der Dove-Elbe gar ertränkt. Im Jahr 1943 galt das Konzentrationslager als zentrale Hinrichtungsstätte, in der unter anderem Polizei- und Justizgefangene erschossen oder erhängt wurden. Es sind zwei Fälle bekannt, bei denen Häftlinge mit Zyklon B vergast wurden. Hierzu wurden mehrere hundert Menschen in den Arrestbunker gesperrt, in den kurze Zeit später das tödliche Giftgas gefüllt wurde. An den Bunker erinnern heute lediglich seine Fundamente. Hier wurden am 3. Mai, dem Jahrestag der Lagerräumung, Blumengestecke als Zeichen der Erinnerung niedergelegt.

Von dem Krematorium, in dem die Toten verbrannt wurden, steht heute nur noch der Schornstein. Er erinnert an die tausenden Male, an denen Leichen verbrannt wurden, die auf grausame Weise gestorben sind.
Es gab unter den Toten nachweisbar weniger Frauen als Männer, was zum einen daran lag, dass Frauen zu dieser Zeit sehr viel weniger in der Politik aktiv waren als Männer und es somit auch weniger weibliche Oppositionelle gab. Zum anderen haben sich die Frauen in den Konzentrationslagern häufig untereinander verbündet und konnten sich so gegenseitig helfen, was oftmals ihr Überleben sicherte.

Auflösung des Konzentrationslagers

Im Jahr 1945 begann die schrittweise Räumung des Konzentrationslagers Neuengamme. Teils zu Fuß, teils in überfüllten Bussen wurden die Häftlinge von den Konzentrationslagern in sog. „Auffanglager“ gebracht. Kurz bevor Deutschland den 2. Weltkrieg verlor, galt es für die Nationalsozialisten, die schrecklichen Verbrechen zu vertuschen. Skandinavische Häftlinge wurden mithilfe der „weißen Busse“ des skandinavischen Roten Kreuzes aus dem Konzentrationslager befreit und nach Schweden gebracht. Über 9.000 Häftlinge wurden in Lübeck auf die zwei Schiffe „Cap Arkona“ und „Thielbeck“ gebracht, weil keine Auffanglager mehr zur Verfügung standen. Doch am 3. Mai gerieten die beiden Schiffe in Brand, wobei die meisten der Häftlinge ums Leben kamen.
Im „Haus des Gedenkens“ der KZ-Gedenkstätte hängen an den Wänden weiße Stoffbahnen mit den Namen aller Toten, die namentlich bekannt sind. Am 3. Mai, dem letzten Tag des KZ Neuengamme, sind hier mit Abstand die meisten Namen zu finden, da die Nationalsozialisten kurz vor der Räumung abermals hunderte Menschen umgebracht haben, damit es keine Zeugen für ihre Verbrechen gab.

Weitere Nutzung des Konzentrationslagers

Nach der Auflösung des Konzentrationslagers wurde dort zunächst ein Internierungslager eingerichtet, in dem u. a. Funktionsträger der NSDAP oder SS-Mitglieder isoliert wurden. Ab 1948 entstand auf dem Gelände eine Justizvollzugsanstalt, zu der im Laufe der Zeit auch ein Neubau hinzukam. Hauptsächlich wurden hier männliche Verbrecher untergebracht. Zwischenzeitlich gab es aber auch eine Jugendjustizvollzugsanstalt in Neuengamme. Das Gefängnis wurde im Jahr 2006 geschlossen und abgerissen und es entstand die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Diese umfasst mehrere Ausstellungen in den ehemaligen Gebäuden des Konzentrationslagers. Unser Rundgang führte zunächst zu den Klinkerhäusern. Hier befindet sich die Zeitspurenausstellung, in der es hauptsächlich um die Opfer des Lagers geht. In Biografien kann man den Grund der Inhaftierung und das Leben im Lager verschiedenster Häftlinge lesen, die durch verschiedene Exponate des Lagerlebens und Informationstafeln unterstützt werden. Außerdem erzählt die Ausstellung viel über die Entstehungszeit bis hin zum Ende und zur Nachnutzung des Geländes. In einem alten Fahrzeugschuppen der SS wurde eine weitere Ausstellung eingerichtet, die sich hauptsächlich den Tätern des Konzentrationslagers widmet. Auch hier erfährt man durch Biografien mehr über ihre Lebenssituation und es wird über Verurteilungen bzw. Gerichtsprozesse von Mitarbeitern des Lagers informiert. Egal, ob es nur ein unbedeutender Sachbearbeiter, Sekretär oder der Lagerführer Max Pauly war, sie alle trifft die Schuld Menschen gequält, misshandelt und getötet oder nichts gegen ihr Leiden unternommen zu haben. Auf dem Weg zum heute stillgelegten Klinkerwerk begegnen einem die Überreste einer Mauer des ehemaligen Gefängnisses und die Dove-Elbe. Das Haus des Gedenkens bildete den Abschluss unserer Führung. Hier sind, wie bereits erwähnt, alle namentlich bekannten Todesopfer des Konzentrationslagers schriftlich verewigt worden.

 

In diesem Jahr ist die Befreiung des Konzentrationslagers 78 Jahre her. In den insgesamt 7 Jahren, die es das Konzentrationslager gab, kamen unzählige unschuldige Menschen nur deshalb ums Leben, weil sie der faschistischen Weltanschauung der Nationalsozialisten nicht entsprachen. Sie mussten unter menschenverachtenden Bedingungen schwere Arbeit verrichten, lebten unter desaströsen Bedingungen, wurden misshandelt und getötet. Es ist gut, dass es KZ-Gedenkstätten wie in Neuengamme gibt, denn nur so kann man verhindern, dass das Leid dieser Menschen in Vergessenheit gerät.

Weihnachten auf der ganzen Welt

Jeder kennt das Fest Weihnachten. Aber feiern dieses Christliche Fest alle gleich oder gibt es Länder die eigentlich gar nicht christlich sind, aber ihre eigene Weihnachtstraditionen entwickelt haben ?

Europa

Dadurch, dass es in Europa viel verschiedene Länder und Kulturen gibt, werde ich nicht über alle schreiben. Aber fangen wir jetzt erstmals an mit diesen Beiden Ländern:

Niederlande und Belgien. Hier heißt der Weihnachtsmann Sinterklaas oder auch Nikolaus. In der Legende von Sinterklaas legt er bereits drei Wochen vor seiner Ankunft mit seinem Schiff aus Spanien an einem holländischen Hafen an.( Heutzutage ist es oft der letzte Samstag im November.) An dem Abend stellen die Kinder dann einen Holzschuh mit ihrem Wunschzettel, sowie etwas Wasser und Heu für das Pferd von Sinterklaas, vor die Haustür. Wenn sie am nächsten Morgen dann nachschauen, finden sie einige Süßigkeiten, kleine Nikolaus Figuren und ein Lebkuchenmännchen mit einem lustigen Gedicht in ihrem Holzschuh vor. Und am 5. Dezember ist es dann soweit, dass Sinterklaas in Begleitung vom schwarzen Peter, dem Zwarte Piet, durchs Land reitet. An diesem Tag gibt es dann auch Geschenke und am darauf folgenden Tag findet bei den meisten Familien ein riesiges Fest statt. Heiligabend, also der 24. Dezember hat hingegen einen hohen religiösen Stellenwert, sodass meistens ein Familien- sowie Kirchenbesuch stattfindet. Dieser Tag beinhaltet keine Geschenke mehr.

Bei den Ukrainern sieht es wieder anders aus, diese feiern dort nämlich nach Orthodoxer Tradition. Das heißt, dass bei orthodoxen Christen, Heiligabend dem 6. Januar entspricht. An diesem Tag werden Weihnachtsmessen besucht und ein traditionelles Festmahl mit zwölf verschiedenen Gerichten abgehalten. Also für jeden Apostel von Jesus ein Gericht. Geschenke erhalten sie auch, aber erst an Silvester anstatt wie bei uns an Heiligabend.

In England kam die Tradition mit dem Weihnachtsbaum erst nachdem Prinz Albert, der Ehemann von Königin Victoria, einen geschmückten Baum in seine Feierlichkeiten am Windsor Schloss 1840 eingeführt hatte. Eine Weihnachtstradition die vor allem in England, Schottland und Irland verbreitet ist, ist das Küssen unter einen Mistelzweig. Dieser soll nämlich zur Weihnachtszeit an die Decke oder Eingangstür gehangen werden. Sodass wenn zwei Personen darunter stehen, diese sich küssen müssen und eine Beere vom Zweig zupfen. Dies soll vor allem Glück, Mut, Fruchtbarkeit und Gesundheit bringen.

Finnland, die Heimat des Weihnachtsmannes, darf bei diesem Bericht natürlich nicht fehlen. Denn in Lappland gibt es die Santa Claus Village, hier dreht sich alles um Weihnachten und den Weihnachtsmann. Die Weihnachtlichenbräuche unterscheiden sich nur ein bisschen von unseren christlichen hier in Deutschland. Viele finnische Familien gehen Nachmittags oder am frühen Abend zum Friedhof und schmücken die Gräber weihnachtlich, mit Kränzen und vielen Kerzen. Und an Heiligabend gehört für viele auch der Besuch des Weihnachtsgottesdienst dazu. Nach diesem Kirchen Besuch wird der Weihnachtsabend im engen Familienkreis gefeiert.

Asien

Eigentlich feiert man hier kein Weihnachten, da Weihnachten ein christliches Fest ist und in Asien nicht so viele Christen leben. Allerdings haben sich über die Jahre in einigen Ländern Weihnachtstradition entwickelt.

In Russland gibt es zum Beispiel Väterchen Frost. Wie in der Ukraine, feiern die Russen auch nicht ihr Fest am 24. Dezember sondern am 7. Januar. Dieser offizieller Feiertag, beginnt für die meisten Russen mit einem Besuch einer feierlichen Weihnachtsmesse. Davor halten die Einheimischen ein 40-tägiges Weihnachstfasten. Wie schon am Anfang erwähnt, kommt hier nicht der Weihnachtsmann sondern Väterchen Forst mit seiner Enkelin dem Schneemädchen. Er entspricht dem Weihnachtsmann nicht genau, sondern eher einem Zauberer, der über den russischen Winter herrscht. Ansonsten wird das Weihnachtsfest genauso wie hier gefeiert, mit Weihnachtsbaum und allem drum und dran.

In Japan wiederum ist Weihnachten mehr so wie Valentienstag, also man geht mit seinem Partner auf ein Date und verbringt nur den Tag mit diesem Partner und schenkt auch nur dem eigenen Partner etwas.

China wiederum hat eine ganz besondere Tradition. Und zwar, dass man Äpfel besonders prächtig verpackt und sie einander schenkt.  Die Tradition kommt daher, dass im Chinesischen das Wort Apfel genauso klingt wie das Wort Frieden. Und neben diesem Zusammenhang bedeutet das chinesische Wort für Weihnachtsabend auch stiller oder halt friedlicher Abend.

Ein mitternächtlicher Gottesdienst am Weihnachtsabend ist eine Tradition in Vietnam, von den Christen die dort leben. Nach diesem Besuch der Kirche gehen sie nach Hause und nehmen zusammen mit ihrer Familie ein Festmahl ein. Meistens wird Hühnchensuppe gegessen, sollte aber genügend Geld da sein, wird das Huhn gegen eine Pute eingetauscht. Zum Dessert essen sie das selbe wie die Franzosen, nämlich den Schokoladenkuchen Bûche de Noël. Denn diese Tradition wurde von den Franzosen mitgebracht als diese Vietnam kolonisiert haben (1880er Jahre). Geschenke verteilen die Vietnamesen auch, bei ihnen ist es bloß meist etwas Essbares, ein beliebtes Geschenk ist zum Beispiel der berühmte Schokoladenkuchen.

Afrika

Das äthiopische Weihnachtsfest fängt am 7. Januar an, denn sie richten sich nach dem julianischen Kalender (wie die Orthodoxen). Ihre Feiertage beginnen also mit dem traditionellen Ganna. Dies ist ein Fastentag, danach folgt ein Gottesdienst und ein Festmahl. Bei diesem Festmahl gibt es oft Eintopf, Gemüse und Injera (Sauerteig-Fladenbrot). Außerdem kommen die meisten Familien und Freunde nicht zusammen und Geschenke werden auch nicht ausgetauscht. Es wird mehr gespielt, Sport getrieben und das Festessen genossen.

In Nigeria wird ebenfalls Weihnachten gefeiert. Hier kommt die Familie zusammen, um die Festtage miteinander zu verbringen und es kommt nicht selten vor, dass auch muslimische Verwandte an diesen Feierlichkeiten teilnehmen. Ein typisches Essen dort ist scharfer Gemüseeintopf genannt Iyan und anstatt einen Tannenbaum wird das Haus mit Palmzweigen geschmückt. Diese sollen, allen die das Haus betreten oder verlassen, Glück für das neue Jahr bringen.

In Liberia gibt es keinen Weihnachtsmann, sondern den alten Mann Bayka, den Teufel der Region. Und anstatt Geschenke zu verteilen, läuft er auf den Straßen am Weihachstag hin und her. Denn er versucht selber Geschenke zu bekommen. Außerdem sagen die Liberianer nicht Frohe Weihnachten sondern Meine Weihnachten für dich. Dies heißt so viel wie: Bitte schenke mir was Schönes zu Weihnachten.

Nord und Süd Amerika

Die meisten vermuten oder wissen schon wie es in den USA aussieht an Weihnachten. Hier ist die Weihnachtsdekoration bunter und meistens auch größer. Hier gibt es die Tradition den Weihnachtsbaum schon Tage zuvor mit den Freunden zu schmücken bei einer sogenannten Tree-Party. Zum Essen kommt ein großer Truthahn wie an Thanksgiving. Geschenke gibt es dann am Morgen des 25.Dezember, denn erst in der Nacht  kommt der Weihnachtsmann durch den Kamin und isst die bereits hingestellten Kekse und die kalte Milch. Und schließlich füllt er dann die aufgehängten Weihnachtssocken.

In Mexiko beginnt Weihnachten schon am 16.Dezember mit dem sogenannten Posadas. Hierbei handelt es sich um eine neuntägige Festzeit die die vergebliche Herbergssuche der Gottesmutter Maria und Josef verkörpern soll. Neun Tage sind es, weil jeder Tag ein Monat der Schwangerschaft von Maria bedeutet. Typisch für Posadas sind die spektakulären Straßenumzüge mit Feuerwerk, sowie Pauken und Trompeten. Der Höhepunkt dieses Festes sind die aus Pappmaschee gebildeten bunten Figuren, Piñatas genannt. Diese sind mit Süßigkeiten, Früchten und kleinem Spielzeug gefüllt. Die Piñatas werden dann mit Stöcken und verbunden Augen von den Kindern zerschlagen bis der Inhalt sich verteilt. Auch hier, wie in vielen anderen Ländern, ist Weihnachten vor allem ein Fest  für die Kinder, also sobald am 24.Dezember die Posadas enden, beginnt das eigentliche Weihnachtsfest. Dieses wird wie in den meisten anderen Ländern im engsten Familienkreis gefeiert.

Die brasilianischen Weihnachtsbräuche erinnern in vielerlei Hinsicht an die in den westlichen Ländern.Und auch hier ist Weihnachten ein Familienfest. Beim Weihnachtsschmuck weist Brasilien allerdings Besonderheiten auf. Denn sie lieben kunterbunte Weihnachtsbäume mit elektrischer Beleuchtung und ihr Strahlen macht selbst dem gigantischen Feuerwerk Konkurrenz.

Auch in Kolumbien ist Weihnachten etwas Großes. Hier ist eines der wichtigsten Dinge die Beleuchtung. Zum Beispiel beherbergt die Stadt Medellin (im Norden von Kolumbien) eine riesige Sammlung von Weihnachtsbeleuchtung. In Kolumbien ist Weihnachtsschmuck sehr beliebt und besonders schön ist es, sich Medellin anzusehen. Außer der schönen Beleuchtung ist der 7.Dezember ein großes Erlebnis. Er wird der Tag der kleinen Lichter genannt und die Kolumbianer stellen Kerzen vor ihre Häuser damit die Jungfrau Maria den Weg zu ihren Haus findet und die Bewohner des Hauses dann segnet. Ab dem 16. Dezember zm Heiligabend versammelt sich die Familie täglich um zu beten, zu singen und zu essen. Novenas wird diese Tradition genannt.

Australien

Weihnachten in Australien unterscheidet sich sehr von dem hier in Deutschland. Der Hauptunterschied ist die Temperatur, wenn während es bei uns kalt ist, ist es bei ihnen warm. Wie auch in den USA und England findet die Bescherung am nächsten Morgen, also den 25.Dezember statt. Denn über Nacht kommt Santa Claus und bringt die Geschenke. Am zweiten Weihnachtstag also den 26.Dezember ist der sogenannte Boxing Day. Dieser ist dafür bekannt, dass viele Familien in ihren Sommerurlaub fahren, welcher meistens exakt ein Monat ist und mit dem australischen Nationalfeiertag endet (Australia Day).  Das australische Weihnachtsessen zeichnet sich auch wie bei uns durch die Reichhaltigkeit aus. Deswegen gibt es bei den meistens Familien am 24.Dezember traditionell einen Puten braten und einen Plumpudding. Aber auch Fisch und anderes Seafood gibt es an Heiligabend. Familiäre Ausflüge finden meistens am ersten Weihnachtstag statt, diese enden mit einen Picknick am Strand oder einen BBQ im Park. Sehr beliebt um weihnachtliche Stimmung zu waren, sind aufblasbare Weihnachtsbäume. Wer allerdings lieber an Weihnachten vor dem Kamin sitzt, sollte die Feiertage in den (meist) frischen Blue Mountains, Snowy Mountains beziehungsweise den Viktroianischen Alpen verbringen.

Hier endet der Artikel, denn wenn ich jedes Land aufschreiben würde und erkläre, wie es Weihnachten feiert, würde dieser Artikel sehr sehr lange sein. Deswegen sind hier nur ein paar Länder pro Kontinent aufgezählt.

Autor: Lale

Quellen

https://www.tourcompass.de/blog/weihnachten-in-lateinamerika.htm
https://www.tourcompass.de/blog/wie-feiert-man-weihnachten-in-asien.htm

https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/weihnachtstraditionen-international-weihnachten-gebraeuche-weltweit/

 

Homosexualität über die Jahrhunderte

Homosexualität ist heute ganz anders als damals. Aber wie genau es war, homosexuell zu sein, wissen viele gar nicht. Also: Wie war das eigentlich?

Eigentlich würde man in der Prähistorie (Anfang der Menschheit bis 3000 v. Chr.) anfangen, allerdings gibt es keine Aufzeichnungen zum Thema Homosexualität, deswegen beginne ich mit der Antike.

Antike

In der Antike (3000 v. Chr. – 500 n. Chr.) waren die Menschen ziemlich offen gegenüber Homosexuellen. Es gab zur männlichen Homosexualität sehr viele Quellen, bei Frauen waren es eher wenige Quellen und nur ein paar lyrische Texte. Da es hauptsächlich Aufzeichnungen zu homosexuellen Beziehungen von Männer gab, werde ich hauptsächlich darüber schreiben. Die männlichen Beziehungen bestanden meistens aus einem älteren Mann und einem Jugendlichen. Dies nannte man eine Knabenliebe. Bei dieser Beziehung ging es nicht nur um Liebschaften, sondern auch darum, dass der Ältere den Jüngeren sozusagen ausbildete und dies nicht nur in Sachen Kampfkunst, sondern auch in den Themen: Rhetorik, Mythologie und Geschichte. Diese Art der Beziehungen gab es auch bei Frauen. Vor allem wurde diese Art von Knabenliebe hauptsächlich in der Oberschicht praktiziert und gesellschaftlich akzeptiert. Allerdings wurde diese Beziehung, wenn beide Männer ausgewachsen waren, gesellschaftlich als verpönt und unehrenhaft gesehen. Sträflich verfolgt wurden sie dennoch nicht. Wenn beide noch im Knabenalter waren, wurde dies als tolerierbar empfunden.

Frühes und hohes bis spätes Mittelalter

Im frühen und hohen bis späten Mittelalter (500 – 1500) sah es schon wieder anders aus. Denn im christlichen Mittelalter waren gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen als naturwidrig verpönt, wobei es anfangs noch mit Duldsamkeit begegnet wurde. Zum Beispiel wurden im 6. Jahrhundert Analverkehr zwischen Männern und gegenseitige Masturbation als blässliches Vergehen geahndet. Priester sollten bei so etwas ins Kloster gesperrt werden bei Wasser und Brot, für Frauen galt eine Buße von 160 Tagen bei Wasser und Brot und für Männer war eine solche Buße sogar bis zu einem Jahr vorgesehen. Dann aber, ab dem 13. Jahrhundert, wurde es seitens der Kirche immer stärker geahndet und man konnte sogar auf dem Scheiterhaufen landen.

Renaissance

Die Renaissance (1500 – 1600) nannte männliche Beziehungen Sodomie, was als illegal und kriminell galt. Wenn allerdings jemand eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung hatte, war es wie bei den alten Griechen, allerdings wird er der jüngere meistens puttana (Hure) genannt oder wie eine Frau behandelt, da er beim Sex dominiert wird. Der ältere Mann machte aus den Augen der Gesellschaft nichts Beschämendes oder Falsches, solange er der ist, der die Rolle der Frau (unterwürfig) annimmt, wurde er jedoch öffentlich ausgepeitscht oder sogar verbannt.

Goldenes Zeitalter 

Während des Goldenen Zeitalter (1600 – 1700) in England gab es ein Druckfehler für die Neuauflage der Bibel, sodass der Ehebruch nicht mehr als untersagt und Sünde galt. Dadurch fingen viele Ehen an, polygam zu werden, um einen natürlichen Ausweg aus dem Dilemma, dass Männer untreu waren, zu finden. Denn die Prostitution wurde immer noch als Übel gesehen.

Zeitalter der Industrialisierung und Aufklärung

In dieser Zeit (1700 – 1900) strich Frankreich in der ersten Phase in der Revolution die Strafbarkeit der homosexuellen Handlungen komplett aus dem Gesetzbuch (1797). Dann wurde 1974 in Preußen die Todesstrafe gegen Homosexuelle abgeschafft und durch Zuchthaus, Prügelstrafe oder Verbannung ersetzt. Bayern als erster Deutscher Staat schuf, unter dem Einfluss Frankreichs, die Bestrafung sexueller Handlungen zwischen Männer 1813 gänzlich ab. Allerdings verschärfte sich die Situation im 19. Jahrhundert in Deutschland wieder. In dieser Zeit war einer der wenigen Mutigen der Jurist Karl Heinrich Ulrichs (1825 – 1895), denn dieser forderte 1867 erstmals die öffentliche Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Handlungen. Aber anstatt einer Liberalisierung wurde eine zunehmende staatliche Repression gegen Homosexuelle erhoben. Das Strafgesetzbuch von 1871 sah unter dem Paragraf 175 für widernatürliche Unzucht zwischen Männern eine Gefängnisstrafe sowie den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Ein berühmtes Opfer davon war der Schriftsteller Oscar Wilde. Dieser hatte nämlich eine Affäre mit einem englischen Adeligen und kam dadurch in den Prozess. Der Adelige verleugnete ihn allerdings und beim Versuch, sich herauszureden, richtete er noch mehr Schaden an, sodass er am Ende wegen des Umgangs mit männlicher Prostitution 1895 zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt wurde.

Das 20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert (1900 – 2000) sah es schon wieder anders aus mit Homosexualität als im Jahrhundert davor. Zumindest anfangs, denn in Berlin gab es bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten viele Nachtclubs und Cabarets für Schwule und Lesben. Dies gab es auch in anderen Städten innerhalb Deutschlands, zum Beispiel Hamburg und Köln. Aber durch die Nationalsozialisten wurden viele Homosexuelle in Konzentrationslager gebracht. Hitler empfand Homosexualität als entartetes Verhalten, der Leistung des Staates sowie den männlichen Charakter der deutschen Bevölkerung bedrohte. Für ihn waren schwule Männer Volksfeinde. Und dann, am 15. November 1941, ordnete er die Todesstrafe für homosexuelle Betätigungen an. Über die homosexuellen Frauen dieser Zeit wurde kaum etwas überliefert, denn in den meisten Fällen wurden sie nicht der Homosexualität bezichtigt, sondern zum Beispiel der Prostitution. Nach 1945, also nach dem zweiten Weltkrieg, blieb die nationalsozialistische Gesetzgebung bezüglich der Homosexuellen zunächst bestehen. Dies wurde aber dann in der Bundesrepublik Deutschland 1969 geändert. Bei der DDR wiederum kehrte man schon 1950 zur Verfassung von 1935 zurück. Dabei wurde für Homosexuelle ein Schutzalter aufgestellt, welches dann im Dezember 1988 mit dem der Heterosexuellen gleichgestellt wurde. 1994 tat die Bundesrepublik dies ihnen nach.

21. Jahrhundert

Dieses Jahrhundert ist noch nicht mal an der Mitte angekommen und es wird wahrscheinlich noch viel passieren, weshalb es hier nur um die Zeit von 2000 bis 2022 geht. In unserer Gesellschaft wird Homosexualität immer mehr akzeptiert und nicht mehr als Sünde oder Verletzung des Gesetzes gesehen. Natürlich gibt es immer noch Länder oder Staaten, die gegen Homosexuelle sind, wie zum Beispiel Katar. Dennoch hat die Menschheit sich in diesem Punkt verbessert. Es gibt einmal im Jahr einen Pride Month und an Halloween gibt es zum Beispiel in den USA Homosexuellen-Paraden und -Umzüge. Und seit dem 1. Oktober 2017 sind in Deutschland die Ehen bei Homosexuellen legalisiert. Das erste Land, das gleichgeschlechtliche Ehen legalisierte, waren die Niederlande am 1. April 2001. Darauf folgten 32 weitere Länder, wobei Kuba das letzte war (26. September 2022). Dennoch gibt es immer noch Dinge, die nicht so einfach sind, wie zum Beispiel Kinder bekommen für homosexuelle Paare. Die Adoption sowie die Befruchtung einer Eizelle (bei Lesbischen Paaren) ist immer noch ein langer Prozess. Aber wer weiß, vielleicht sieht das in zehn Jahren auch wieder anders aus?

Autor: Lale

Quellen:

Homosexualität im antiken Griechenland – Wikipedia
Homosexualität – Mittelalter-Lexikon
Homosexuality in Renaissance: A Fable of Freedom (theontologicalmachine.com)
Kulturgeschichte: Der ausschweifende Sex des 18. Jahrhunderts – WELT
Homosexualität: Die wechselvolle Entwicklung im 19. Jahrhundert | radioWissen | Bayern 2 | Radio | BR.de
Homosexualität in der Zeit des Nationalsozialismus – Wikipedia