Interview mit Frau Tiedemann

Bitte stellen Sie sich einfach mal kurz vor.

Ich bin Lehrerin am LGN und ich arbeite hier seit 2 Jahren. Ich unterrichte die Fächer Deutsch und Bio. Eigentlich stimmt das gar nicht, dass ich hier seit 2 Jahren arbeite, denn bevor ich hier her gekommen bin, habe ich bei der Bank als Bankkaffrau gearbeitet. Das hat mir aber nicht so viel Spaß gemacht, deshalb wollte ich was Neues ausprobieren.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrerin zu werden und was gefällt Ihnen besonders gut an diesem Beruf?

Mir gefällt es, mit Kindern zu arbeiten. Es macht Spaß und jeden Tag ist etwas Spannendes los ist.

 

Was für Stufen unterrichten Sie?

Im Moment bin ich die Klassenlehrerin der 5d, aber eigentlich habe ich schon jede Stufe unterrichtet.

 

Sie unterrichten ja Bio und Deutsch. Wieso die zwei Fächer?

Ich habe angefangen, Bio und Deutsch zu studieren, weil es in meiner eigenen Schulzeit meine Lieblingsfächer waren. Es macht mir Spaß. Biologie ist eigentlich etwas Schönes. Man ist draußen, man beschäftigt sich mit den Tieren und menschlichen Organen. Deutsch mag ich sehr gerne, weil ich es mag zu lesen und Literatur finde ich auch sehr spannend.

 

Was finden Sie besser: Klassenfahrt oder Schulausflug?

Das ist eine schwierige Frage. Klassenfahrten machen einen riesen Spaß, man ist raus aus der Schule, so wie Urlaub und Schulausflüge machen aber auch sehr viel Spaß. Man muss ja aber auch sehr lange warten, bis man wieder auf Klassenfahrt kann. Ach Esma, ich glaube da kann ich mich nicht entscheiden.

 

Was ist für Sie die wichtigste Eigenschaft einer Lehrerin oder eines Lehrers?

Man muss sich mit seinen Schülern gut verstehen, dass man im Unterricht auch zusammen lachen kann, dass man über andere Sachen redet und man sollte als Lehrer/-in seinen Unterricht so gestalten können, dass man die Schüler begeistern kann. Ich hoffe auch, dass ich euch (6a)  in Deutsch und Bio begeistern kann für die Fächer. Und ich glaube, dass das schon die Wichtigsten Eigenschaften waren.

 

Was war das lustigste Ereignis, welches Sie als Lehrerin erlebt haben?

Es passieren immer wieder lustige Sachen, da habe ich jetzt kein besonderes Ereignis. Auf Klassenfahrten passieren ja auch immer wieder lustige Sachen und auf Ausflügen auch. Die Spiele, die man da zusammen spielt, sind auch oft sehr witzig. Oder auch wenn im Unterricht jemand was sagt und ich es falsch verstanden habe, kann es ziemlich lustig werden.

 

Wie war ihre eigene Schulzeit für Sie?

Meine eigene Schulzeit war sehr schön für mich und ich habe das sehr positiv in Erinnerung. Ich bin sehr gerne zur Schule gegangen. Ich mochte meine Lehrer und ich war auch zufrieden mit meiner Klasse. Ich hatte nette Mitschüler. Mir haben natürlich nicht alle Fächer Spaß gemacht. Schule ist ein Ort, um Freunde zu treffen.

 

Danke dass Sie sich Zeit genommen haben

Bitteschön

von Esma

Der tägliche Kampf am Morgen

Jeden Morgen beginnt für viele Schülerinnen und Schüler derselbe Kampf: Der Wecker klingelt viel zu früh und das Aufstehen fällt schwer. Am Liebsten würde man sich noch einmal umdrehen und weiterschlafen. Stattdessen heißt es aufstehen, fertig machen und auf einen neuen Schultag vorbereiten. Besonders nach einem langen Schultag oder einem anstrengenden Wochenende kostet das oft viel Überwindung.

Doch kaum ist man aus dem Bett, wartet schon die nächste Herausforderung. Vor dem Kleiderschrank stellt sich die Frage: „Was soll ich heute anziehen?“ Das Wetter spielt dabei eine wichtige Rolle, aber auch die Frage, worin man sich den ganzen Tag wohlfühlt. Manchmal ist die Entscheidung schnell getroffen, manchmal dauert sie länger als gedacht. Während einige ihre Kleidung schon am Abend vorher auswählen, suchen andere erst am Morgen nach dem passenden Outfit.

Diese kleinen Herausforderungen gehören für viele Schülerinnen und Schüler ganz selbstverständlich zum Alltag. Auch wenn der Start in den Tag manchmal stressig ist, schaffen es die meisten am Ende trotzdem noch pünktlich in die Schule. Und eines ist sicher: Morgen früh beginnt das ganze wieder von vorne.

Von: Mia Sofie Höfs

Interview mit Herrn Hoffmann

Name: Herr Hoffmann

Hassfach von früher: Religion

Was würden Sie tun, wenn Sie kein Lehrer wären? Designer oder Theaterschauspieler

Warum sind Sie Lehrer geworden? Ich dachte, es wäre eine gute Idee.

Was mögen Sie an unserer Schule? Dass wir so viel mit Theater und Musik zu tun haben.

Fächer: Musikzweig und Musik, Darstellendes Spiel

Lieblingskombinationen beim Essen: Sushi+Jasmintee, Käsebrot+Cappuccino ohne Coffein

Hobbys: Zeit mit der Familie verbringen, sich neue Sachen einfallen lassen

Seit wann sind Sie Lehrer? Seit 2008

Warum leiten Sie den Chor? Ich wurde eingeladen, es auszuprobieren und es hat mir so gefallen, dass ich es noch heute mache:)

Von Alva aus der 6a

Die Physiker – Eine Aufführung der Q1ks

„Was einmal gedacht, kann nicht mehr zurückgenommen werden“, so drückt es Friedrich Dürrenmatt 1961 in seiner bekannten Komödie „Die Physiker“ aus. Dieses bekannte Zitat spielt auch in der modernen Aufführung der Q1ks eine große Rolle, die als Projekt des DSP-Kurses am 03. Juni im Schulzentrum-Süd aufgeführt wurde.

Moderne Interpretation mit zeitloser Botschaft

Im originalen Werk von Dürrenmatt geht es vor allem um die Verantwortung, die die Wissenschaftler haben, welche am Bau der Atombomben mitgewirkt haben, die 1945 hunderttausende Menschen ihr Leben kosteten. So beruht die Erfindung der Atombombe doch auf der revolutionären Entdeckung der Kernspaltung durch Lise Meitner, Otto Hahn und Fritz Strafmann im Jahr 1938. Als diese ihre Ergebnisse veröffentlichten, ahnten sie vermutlich noch nicht, welche verheerenden Folgen ihre Entdeckung haben würde.

Zwar ist das Thema atomare Waffen in letzter Zeit wieder sehr aktuell geworden, jedoch sind durch den technologischen Fortschritt der letzten Jahre auch neue Dilemmata hinzugekommen. Deshalb hat sich die Q1ks dazu entschieden, Dürrenmatts Komödie etwas umzuschreiben, um einen stärkeren Aktualitätsbezug herzustellen. So ging es in der neu interpretierten Aufführung nicht mehr um Kernwaffen, sondern um künstliche Intelligenz und die Verantwortung, die ihre Erfinder tragen. Den meisten ist bestens bekannt, dass KI neben ihrem Nutzen und ihren Vorteilen, auch große Gefahren birgt.

Ebendiese Gefahren und die damit verbundene Verantwortung der Erfinder diskutiert die Q1ks in ihrem Stück, indem sie die klassische Handlung von Dürrenmatt mit modernen Elementen verbindet. So waren auf der Bühne beispielsweise ein Fernseher und mehrere Windows-Symbole zu sehen, die den technischen Bezug der Aufführung zusätzlich unterstrichen. Auch die Smartphones der Schülerinnen und Schüler wurden auf der Bühne häufig verwendet, was das Theaterstück noch moderner machte. Fast hatte man hierbei das Gefühl, dass sich das Stück in der heutigen Zeit abspielt, da das Smartphone für die meisten heutzutage fest zum Alltag dazugehört.

Die Handlung

Im Wesentlichen handelt das aufgeführte Stück von einem Physiker, Möbius, welcher eine psychische Erkrankung vortäuscht und sich somit selber in eine Nervenheilanstalt begibt, um die Welt vor seinen Forschungen zu schützen. Diese wären so mächtig und gefährlich für die Welt, dass er verhindern möchte, dass sie an die Öffentlichkeit gelangen. In Dürrenmatts Originalstück geht es hierbei um nukleare Waffen, in der moderne Aufführung der Q1ks geht es um eine besonders mächtige Künstliche Intelligenz. Da mit solch mächtigen Werkzeugen aber auch sehr viel Geld verdient werden kann, geben sich zwei Agenten als ebenfalls psychisch kranke Physiker aus, um an Möbius` Erkenntnisse zu gelangen. Am Ende des Stückes erkennen die beiden Agenten jedoch, wie wichtig es ist, die Welt vor den Folgen dieser Forschungsergebnisse zu schützen und entschliessen sich freiwillig dazu, in der Nervenheilanstalt zu verbleiben.

Zusammenfassend bleibt zu bemerken, wie gut es der Q1ks gelungen ist, Dürrenmatts klassische Komödie modern zu interpretieren und umzusetzen. Die harte Arbeit, die die Schülerinnen und Schüler das ganze Schuljahr lang in die Umsetzung dieses Stückes gesteckt haben, hat sich wirklich gelohnt!

Behind The Scenes

An dieser Stelle gibt es nun noch einen kleinen Einblick, was beim Theaterstück alles so hinter den Kulissen passiert ist, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass wir „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt aufgeführt haben und wie unser Arbeitsprozess aussah.

Ganz am Anfang unseres Arbeitsprozesses stand die Frage, welches Theaterstück wir inszenieren und aufführen wollen. Um diese Frage zu beantworten, haben wir alle zunächst verschiedene Komödien und Dramen einzeln herausgesucht und sie anschließend im Plenum vorgestellt. Bei der Suche eines geeigneten Stücks mussten wir dabei immer die Fragen im Hinterkopf behalten, warum gerade wir das jeweilige Stück zu genau diesem Zeitpunkt aufführen sollten.

So kristallisierten sich nach einem Pitch, bei dem alle die Möglichkeit hatte, ein Theaterstück detaillierter vorzustellen, das ihm besonders gut gefällt, recht schnell zwei klare Favouriten heraus: „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertholt Brecht und „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Um uns zwischen diesen beiden Stücken zu entscheiden, hatten wir die Möglichkeit, in einer Leseprobe jeweils die Anfänge des Theaterstücks laut und mit verteilten Rollen zu lesen. Dadurch haben wir schon mal einen ersten Einblick in die Atmosphäre des Stücks bekommen und wir haben uns schließlich einstimmig für „Die Physiker“ von Dürrenmatt entschieden.

Nach der Entscheidung für ein Stück ging die eigentliche Arbeit an unserer Inszenierung los. Damit diese Arbeit effizienter gestaltet wird, haben wir uns in vier Spezialteams (Regie, Dramaturgie, Produktion und Szenographie) aufgeteilt, die für verschiedene Aufgaben zuständig waren.

Sobald die Dramaturgie die erste Textfassung des Stückes fertig gestellt und die Regie Rollenkarten zur besseren Übersicht über die Hauptfiguren erstellt hat, war unser nächster Arbeitsschritt die Verteilung der Rollen. Hierfür gaben alle jeweils drei Rollenwünsche an, die die Regie anschließend bei der Erstellung der Rollenverteilung so gut wie möglich berücksichtigte.

Nachdem nun alle eine Rolle hatten, ging es mit den richtigen Proben los. Der gesamte Probenprozess lässt sich dabei in drei unterschiedliche Phasen einteilen: die Sprechproben, die Schauspielproben und die Requisitenproben. Bei den Sprechproben haben wir zuerst nur geübt, unseren Text in der richtigen Geschwindigkeit, mit der richtigen Betonung und in einem passenden emotionalen Ausdruck vorzulesen. In den darauffolgenden Schauspielproben kamen anschließend die Aspekte Mimik, Gestik und Aufstellung im Raum hinzu, da wir nun schon versuchten, die Szenen wie später auf der Bühne zu spielen.

Zu guter Letzt kamen dann die Requisiten hinzu und wir erarbeiteten uns, wie man Gegenstände wie Fotokameras, Lampenschnüre und Schachfiguren am besten einsetzen kann. Am Ende jeder dieser Probenphasen erfolgte schließlich eine Abnahme, die von Herrn Hoffmann und Mitgliedern der Regie durchgeührt wurde. Hier präsentierten die Schauspielenden der jeweiligen Szene, was sie zuvor erarbeitetet haben und erhielten anschließend Feedback darüber, was sie noch verbessern können.

Am intensivsten fand unsere Probenarbeit dabei an den Probentagen vom 27.05. – 02.06. statt. Hier probten wir zunächst noch in unserer Schule und später dann auf der richtigen Bühne am Lise-Meitner-Gymnasium, um alle Abläufe und Szenen perfekt einzustudieren. An diesen Probentagen spielten wir das Stück auch zum ersten Mal im Ganzen durch, da wir vorher nur einzelne Szenen geprobt haben.

Besuch bei der Bauer Media Group

Nachdem wir als Schülerzeitung des Lessing-Gymnasiums im Februar als zweitbeste Online-Schülerzeitung Schleswig-Holsteins ausgezeichnet wurden, wurde es nun endlich Zeit, unseren gewonnen Gutschein für einen Besuch bei der Bauer Media Group in Hamburg einzulösen.

So machten wir uns am 26. Mai zusammen mit den Schülerinnen der diesjährigen Juniorredaktion bei sommerlichem Wetter auf den Weg in die Hamburger Innenstadt zur Bauer Media Group. Dort angekommen erhielten wir zunächst alle unsere Besucherausweise, bevor wir in die hauseigene Showküche geführt wurden. Dort war bereits ein langer Tisch für uns gedeckt und es gab allerlei Getränke sowie süße und herzhafte Snacks.

Anschließend haben wir in kurzen Vorträgen von verschieden Mitarbeiter:innen und Redakteur:innen viele interessante Fakten über die Bauer Media Group und die Arbeit dort gelernt. So haben wir beispielsweise erfahren, dass die Bauer Media Group in vielen verschiedenen europäischen Ländern aktiv ist und ihre Umsätze auch über Werbeanzeigen und Audio-Angebote generiert. Mit erstaunen haben wir außerdem gelernt, dass die TV-Zeitschrift „TV 14“ mit einer Auflage von 1,4 Mio. Exemplaren pro Ausgabe das meistverkaufte Produkt der Bauer Media Group ist.

Danach haben wir von einer Auszubildenden der Bauer Media Group eine spannende Führung durch die Redaktion erhalten und gesehen, wie ein typischer Arbeitstag in einer so großen Redaktion abläuft. Im Anschluss daran haben wir kurze Vorträge von Redakteur:innen aus verschiedenen Bereichen gehört. Hierbei konnten wir viel Interessantes über die Arbeit von Redakteur:innen erfahren und hatten zudem die Möglichkeit, alle unsere Fragen zu stellen. Neben Redakteur:innen aus den Bereichen „Gesundheit“ oder „Yellow Press“ hat uns auch ein Fotograf etwas über seine Arbeit bei der Bauer Media Group erzählt.

Zum Abschluss unseres Besuchs haben uns noch zwei Journalistenschülerinnen von der Bauer Media Group etwas über ihre journalistische Ausbildung dort erzählt. Auch hier haben wir viel über journalistische Arbeit erfahren und gelernt, das Journalismus nicht bedeutet, den ganzen Tag alleine am Schreibtisch zu sitzen und Artikel zu verfassen. So hat eine der Journalistenschülerinnen uns ein Videoprojekt gezeigt, an welchem sie als Teil ihrer Ausbildung teilgenommen hat. Auch hier hatten wir wieder die Möglichkeit, Fragen zu stellen, eine gute Gelegenheit, für alle, die vorhaben, später im Journalismus zu arbeiten.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal herzlich bei der Bauer Media Group für diesen tollen Tag bedanken. Wir fühlten uns sehr willkommen und haben uns gefreut, dass wir so viel über die Arbeit in der Bauer Media Group erfahren durften. Ein besonderes Dankeschön geht hierbei an Laura Stein, die unseren Besuch bei der Bauer Media Group organisiert und begleitet hat.

Ebenso bedanken wir uns bei Frau Thies, die uns bei diesem Ausflug begleitet und uns bei der Planung des Tages unterstützt hat.

Interview mit Frau Thies

Stellen Sie sich doch bitte erstmal kurz vor:

Ich bin Tabea Thies und ich bin Lehrerin hier am Lessing-Gymnasium. Das schon seit Februar 2015, also jetzt doch schon recht lange. Ich unterrichte hier die Fächer Spanisch, Französisch und Philosophie.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrerin zu werden?

Das war jetzt kein Entschluss der irgendwie aus Idealismus oder aus dem Gedanken heraus „Ich bin die geborene Lehrerin “ kam, sondern ich habe eigentlich schon immer manche Unterrichtsfächer geliebt. Ich habe früher als Schülerin auch anderen Nachhilfe gegeben und irgendwie war das dann so eine Option, bei der ich gedacht habe, das passt gut zu mir. Dann ist das so entstanden und es hat sich bestätigt, dass das eine gute Wahl für mich war.

Aus welchem Grund haben Sie sich denn für die Fächer Spanisch, Französisch und Philosophie entschieden?

Also Spanisch und Französisch hatte ich als Fremdsprachen in der Schule. Ich mochte die Fächer, ich war gut darin, ich mag Fremdsprachen gerne und deswegen lag das für mich irgendwie auf der Hand. Eigentlich wollte ich Englisch und Spanisch studieren aber dann wurde es Französisch. Philosophie habe ich dann nachträglich gemacht, das war nicht von Anfang an ein Entschluss, das kam so auf mich zu.

Wie sind Sie denn ans Lessing-Gymnasium gekommen?

Herr Apsel [ehemaliger Schulleiter] hat mich angerufen. Ich hatte eine Vertretungsstelle an einer anderen Schule nach dem Referendariat. Dann hat irgendwann mein Handy geklingelt und Herr Apsel war dran. Man konnte auf einer bestimmten Bewerbungsplattform sein Profil reinstellen und er hatte damals jemanden für eine Vertretungsstelle gesucht.

Was sind denn neben dem Unterrichten ihre Aufgaben an unserer Schule?

Also natürlich mache ich die digitale Schülerzeitung zusammen mit Frau Koletti, dann bin ich Assistentin von Herrn Woyke, dann arbeite ich mit Frau Zimpel und Frau Holland im Bereich „Fördern und Fordern“, dann bin ich Beauftragte für das neue Schülerfeedback und das Lerntraining habe ich ganz lange alleine gemacht. Ich glaub das wars.

Was gefällt Ihnen denn besonders gut an Ihrem Beruf und an unserer Schule?

An dem Beruf mag ich einfach dieses mit Menschen arbeiten. Das klingt immer so idealistisch aber es macht wirklich Spaß mit verschiedenen Altersstufen zu arbeiten, mit Jugendlichen zu arbeiten, weil es einfach schön ist, die auf ihrem Weg zu begleiten und es auch viele lustige und lehrreiche Momente so in einem Schuljahr gibt. Ich arbeite auch gerne mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen und ich könnte mir jetzt zum Beispiel nicht vorstellen, einen Job zu machen, bei dem ich nur im Homeoffice säße. Also ich wünschte mir manchmal schon so einen Tag Homeoffice für alles was man noch so neben dem Unterricht zu tun hat, damit man so ein bisschen mehr Flexibilität hat. Aber ansonsten ist Lehrerin eigentlich ein schöner Beruf.

Gibt es denn ein besonders lustiges Erlebnis aus ihrer bisherigen Zeit als Lehrerin?

Das ist schwierig zu sagen, es gibt jede Woche im Arbeitsalltag kleine lustige Situationen oder auch auf Klassenfahrt. Es fällt mir schwer, wenn ich jetzt so drüber nachdenke. Wir haben mal, es ist schon ein paar Jahre her, da haben wir einen Schüler mal mit einer Klasse reingelegt: Das war ein Schüler, der ständig zu spät kam, und wir haben dann irgendwann beschlossen, dass wir so tun als würden wir eine Klassenarbeit schreiben, wenn er reinkommt. Das war halt sehr lustig. Im Nachhinein dann auch für ihn.

Wie war Ihre eigene Schulzeit für Sie?

Schön! Also besonders die Zeit in der Oberstufe habe ich sehr genossen, weil man ja schon irgendwie so eine gewisse Unabhängigkeit hatte und mit richtig vielen Leuten aus dem Jahrgang was zu tun hatte. Eine Zeit lang gabs dann ja auch viele Partys, weil alle 18 geworden sind und man hat einfach total viel miteinander unternommen. Ich hatte auch in der Schulzeit nie so die ganz großen Noten-Ängste, dass ich mich so ganz schlecht gefühlt habe. Also ich meine, es gibt ja auch Leute, die finden ihre Schulzeit nicht so toll oder haben ständig Angst, Prüfungen nicht zu bestehen. Und das hatte ich halt nicht, deswegen fand ich meine Schulzeit insgesamt sehr schön und ich habe auch noch viele Freundschaften aus der Schulzeit.

Was ist für Sie die wichtigste Eigenschaft eines Lehrers oder einer Lehrerin?

Da kann ich mehrere aufzählen: Geduld, Humor, starke Nerven, es gibt noch ganz viele andere, aber das sind die, die mir jetzt so spontan einfallen.

Warum haben Sie sich entschieden, uns als digitale Schülerzeitung zu betreuen?

Das war Frau Kolettis Idee. Frau Koletti ist auf dieses Unterstützungs-Angebot aufmerksam geworden und auf die Möglichkeit, dass man eine digitale Schülerzeitung mit einer gewissen Unterstützung gründen kann. Dann hatte sie mich gefragt, ob wir das zusammen machen wollen. Ich bin sehr froh, dass ich ja gesagt habe, weil es eine schöne Aufgabe ist.

Welchen Rat würden Sie jedem Schüler und jeder Schülerin mit auf den Weg geben?

Einen Rat zu geben ist ziemlich schwierig, weil das ja situationsbedingt sehr unterschiedlich sein kann. Bei manchen Dingen muss man hartnäckig sein und selber auch noch mal nachdenken und manche Dinge erscheinen einem erst rückblickend sinnvoll, obwohl man jetzt vielleicht noch nicht weiß, warum man da im Unterricht drüber spricht.

 

 

2. Platz beim Schüler*innenzeitungs-wettbewerb

„Heute geht es um Mut“

Mit diesen Worten begann die Preisverleihung des Schüler*innenzeitungswettbewerbs des Landes Schleswig-Holstein 2026, der von der Jugendpresse Nord organisiert wurde.

Zahlreiche Schülerzeitungsredaktionen aus ganz Schleswig Holstein bewarben sich in den drei Kategorien Grundschule, Sekundarstufe 2 print und Sekundarstufe 2 digital, um die Chance zu haben, als eine der besten Schülerzeitungen Schleswig Holsteins geehrt zu werden. So auch wir, die Freigeist-Redaktion.

Alle Anreise ist schwer

Anfang Februar war es schließlich so weit und wir erhielten die Nachricht, dass wir in diesem Jahr auf einem der ersten drei Plätze gelandet und damit am 23.02.2026 zur Preisverleihung im Kieler Landtag eingeladen sind.

Voller Vorfreude starteten wir deshalb am Tag der Preisverleihung in Norderstedt Mitte, um uns auf den Weg nach Kiel zu machen, doch die Deutsche Bahn zeigte sich leider mal wieder nicht von ihrer besten Seite. Alle Bahnen, die an diesem Morgen nach Kiel fahren sollten, hielten aufgrund von Problemen mit einer Weiche nicht am Bahnhof Hamburg Dammtor, an dem wir seit einer Dreiviertelstunde vergeblich auf die Ankunft unseres Zuges warteten. Damit wir schlussendlich doch noch pünktlich zur Preisverleihung gelangen konnten, übernahm Frau Glaeske den Transport mit dem Auto nach Kiel (an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön).

Politisches Lob an die Schülerzeitungen

Als wir schließlich im Schlewsig-Holstein-Saal des Landtages eingetroffen sind und unsere Plätze gefunden haben, ging es auch schon los mit der Preisverleihung, die von zwei Mitgliedern der Jugendpresse Nord und Mitveranstaltern des Wettberwerbs, Jannis Engel und Katharina Dushe moderiert wurde. Zunächst gab es ein großes Lob der beiden an alle Schülerzeitungsredaktionen, die sich in diesem Jahr beworben haben, denn, so sagten sie, eigene Artikel zu Themen zu schreiben, die einem am Herzen liegen und so auch andere auf diese Themen aufmerksam zu machen, erfordert eine Menge Mut und Engagement. 

Dieses Engagement der Schülerzeitungsredaktionen wurde auch von der Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Beate Raudies, in einer Begrüßungsrede gewürdigt. Sie betonte außerdem die hohe Bedeutung, die Schülerzeitungen sowohl für die Demokratie als auch für die Medienkompetenzen junger Menschen haben, denn durch die Darstellung von verschiedenen Meinungen, der kritischen Hinterfragung von Themen und dem Überprüfen von Informationen werden Schülerzeitungen zu einer Plattform, auf der ein vielfältiger Meinungsaustausch stattfindet und so die demokratische Kultur gefördert wird.

Neben Beate Raudies hielt auch der Staatssekretär des Bildungsministeriums, Tobias von der Heide, eine Rede, in der er vor allem die Kompetenzen betonte, die Schülerinnen und Schüler durch die Gestaltung einer Schülerzeitung über den Unterricht hinaus erwerben. So lernen die Redakteur*innen von Schülerzeitungen beispielsweise durch ihre Recherchearbeit, wie man Fake News erkennt und mit Desinformationen im Internet umgeht. Laut von der Heide sind dies wichtige Schlüsselkompetenzen, die auch im späteren Berufsleben immer von großem Vorteil sind.

Die Preisverleihung beginnt

Nach den ermutigenden Reden stieg die Spannung im Saal schließlich nochmal, denn nun sollte die Verkündung der Platzierungen und damit die richtige Preisverleihung beginnen. Zunächst wurden die Platzierungen der Grundschulredaktionen bekannt gegeben, danach die der Redaktionen der Sekundarstufe 2 print und zu guter letzt das Ranking der digitalen Schülerzeitungsredaktionen. Wir mussten uns also noch etwas gedulden.

Jede Schülerzeitungsredaktion wurde von den Moderatoren auf die Bühne gerufen, wo sie erst von Beate Raudis eine Urkunde überreicht bekamen und anschließend noch ein paar Fragen der Moderatoren beantworten mussten, wie etwa Was macht Dir an der Arbeit in der Schülerzeitung am meisten Spaß? oder Wie findet Ihr Themen für neue Artikel?.

Im Bereich der Grundschulen erreichten die „Guido-News“ aus Kiel den ersten Platz, während bei den Schülerzeitungen der Sekundarstufe 2 print die „Sandes News“ der Grund- und Gemeinschaftsschule Sandesneben den ersten Platz erreichten.

Nun war es endlich so weit und die Platzierungen der digitalen Schülerzeitungsredaktionen wurden bekannt gegeben.

Wir freuten uns riesig, als unser Freigeist schließlich als 2. Platz aufgerufen wurde und wir auf der Bühne unsere Urkunde entgegen nehmen konnten. Auch die Fragen, wieso wir uns für das Modell einer digitalen Schülerzeitung entschieden haben und an welchen Artikeln wir aktuell arbeiten, konnten wir schnell beantworten. Als Preis hat unsere digitale Schülerzeitung einen Redaktionsbesuch bei der Bauer Media Group in Hamburg gewonnen, auf den wir uns alle sehr freuen. 

Der erste Platz in unserer Kategorie ging an die Schülerzeitung „Hoffmännchen“ vom Gymnasium Lütjenburg, das diese Auszeichnung sogar schon zum zweiten Mal in Folge erhielt.

Austausch mit anderen Redaktionen

Nachdem die offizielle Preisverleihung beendet war, wurde im Foyer des Landtages noch ein kleines Buffet mit Getränken und Snacks aufgebaut und es gab die Möglichkeit, sich mit anderen Schülerzeitungen sowie den Organisatoren des Events auszutauschen. Wir haben diese Zeit außerdem genutzt, um neben dem offiziellen Foto mit allen teilnehmenden Redaktionen noch ein paar eigene Fotos zu machen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen mussten. Und als Abschluss einer rundum gelungenen Preisverleihung erwischten wir auf der Rückfahrt sogar alle Busse bzw. Bahnen, die planmäßig und ohne Verspätung eintrafen.

Ein großer Dank

An dieser Stelle möchten wir uns gerne bei der Jugendpresse Nord für die tolle Organisation des Wettbewerbs bedanke, der die Arbeit de Schülerzeitungen in Schleswig-Holstein würdigt und so viele Schülerinnen und Schüler zur Partizipation in einer Schülerzeitung ermutigt. Ein noch größeres Dankeschön geht außerdem an Frau Thies und Frau Koletti, die das Projekt der digitalen Schülerzeitung vor 4 Jahren ins Leben gerufen und uns von da an stets unterstützt und mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.
Ohne Sie würde es unseren Freigeist in seiner jetzigen Form nicht geben!

A small Shakespeare play- Besuch im englischen Theater

Das Sprachprofil des derzeitigen Q1-Jahrgangs besuchte am 16. Februar eine Inszenierung des Stückes „Ein Sommernachtstraum“ (bzw. „A Midsummernight’s Dream“) des berühmten Schriftstellers William Shakespeare, in dem es um eine verworrenen Liebesgeschichte in einem mystischen Wald geht. Im Unterricht haben wir uns anschließend damit beschäftigt, Rezensionen für dieses Stück bzw. die Inszenierung, die wir gesehen haben, zu verfassen.

A small Shakespeare play

On the 16th of February I went to the play „Midsummernight’s Dream“, written by the famous playwright William Shakespeare. The play took place in the Fabrik in Altona and I went there with my English class.

The play is about a woman who is in love with a man but is being forced by her father to marry another man. She decides to run away with her lover into the woods. After a lot of plot twists they can live happily ever after. The adaptation was played with only 6 actors and most of them acted very well, but they ran into the problem of not being able to show interactions between two characters because they were played by the same actors. They had to shorten the play a bit to make it fit the 90 minute frame. The sets and costumes were well chosen. There was a lot of singing and all of the actors did very well at it. The seats were placed a bit unfortunate, because you couldn’t see the whole stage from every seat. The next issue with the venue was that the actors didn’t have any microphones, which made them very hard to understand, because they were mumbling quite a bit.

I think it was a good representation of the play, regarding the circumstances, but I would not recommend it, because the circumstances hinder the play of reaching a good level.

von Bennet Krükemeier, Q1s

Interview mit Frau Kleine

Bitte stellen Sie sich einfach mal kurz vor.

Ich bin Annika Kleine und mittlerweile seit einigen Jahren Lehrerin am Lessing-Gymnasium. Ich bin 35 Jahre alt, ich komme ursprünglich aus Niedersachsen und meine Fächer sind Englisch, Geschichte und Informatik. Und ich würde mich als queer bezeichnen.

Warum haben Sie sich entschieden, Lehrerin zu werden, und was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf?

Ich habe gemerkt, dass ich den Arbeitsraum Schule sehr gerne mag, auch wenn ich selber nicht immer gerne zur Schule gegangen bin. Ich fand Bildung und die zahlreichen Möglichkeiten, Bildung zu gestalten, die man bei verschiedenen Lehrkräften gesehen hat, immer spannend und habe bei ganz vielen auch gesehen, dass da noch unausgeschöpfte Potentiale sind. Und ich habe dann gemerkt, dass ich sehr gerne mit jungen Menschen zusammenarbeite. 

Sie unterrichten ja Englisch, Geschichte und auch Informatik. Wie sind Sie zu dieser Fächerkombination gekommen?

Englisch war eigentlich schon immer klar; das war immer schon mein Lieblingsfach. Und dann musste ich für das Studium ein Zweitfach wählen und das war eher nach dem Ausschlusskriterium: Was funktioniert für mich noch und was ist im Zweifelsfall zulassungsbefreit? Also wo brauche ich jetzt nicht so einen krassen NC, um reinzukommen? Und da hat Geschichte dann irgendwie gepasst. Und Informatik ist jetzt vor kurzem erst dazugekommen, weil es bei uns ein so krasses Mangelfach ist, dass das Ministerium eine Ausbildungsinitiative gemacht hat und quasi alle, die nicht bei drei auf dem Baum waren, noch zum Informatiklehrer ausbilden möchte. 

Neben Ihren Unterrichtsfächern leiten Sie auch noch eine Arbeitsgemeinschaft, in der es künstlerisch zugeht. Was genau machen Sie in dieser AG und wie ist es dazu gekommen?

Ich habe vor zwei Jahren die AG „Miniaturenbemalung“ – sehr schmissiger Titel – ins Leben gerufen. Ich habe während Corona so ein bisschen angefangen, mich selber nach so künstlerischen Möglichkeiten umzugucken. Was kann man zu Hause so an Unsinn machen? Und ich bin auf Figurenbemalung gekommen, so im Kontext von Warhammer und anderen Marken. Nicht weil ich das jemals gespielt habe, einfach weil sich das irgendwie angeboten hat. Das hat eine Schnittmenge mit Brettspielen, und dann bin ich da irgendwie so ein bisschen reingerutscht und habe gemerkt, dass das etwas ist, was einen so nebenbei ein bisschen erfüllen kann. Man muss sich dann halt sehr konzentrieren; es sind zum Teil sehr kleine Figuren, das heißt, es zwingt einen dazu, in einen Zen-Bereich zu kommen. Und ich dachte, vielleicht kann man das Schüler*innen auch anbieten. Ich hab eine Kooperation mit einer großen Marke ins Leben gerufen und kriege da Material zugeschickt, weil das sonst finanziell natürlich auch immer eine Problematik ist.

Gibt es denn irgendein besonders lustiges oder schönes Ereignis aus Ihrer bisherigen Zeit als Lehrerin?

Ich würde behaupten, jeden Tag passieren absurde und lustige Sachen. Das ist auch ein Grund, warum ich so gerne mit jungen Menschen arbeite, gerade wenn man mit Humor da rein geht, weil man auch mit Humor aufgenommen wird, auch wenn Dinge schief gehen. Wenn man kein Arschloch ist, wird einem das auch nie negativ ausgelegt. Das Lustigste, was mir je passiert ist, und mittlerweile kann ich darüber lachen, ist tatsächlich eure Kursfahrt (Kursfahrt der Klasse Eks im letzten Schuljahr) gewesen und das verschwundene Theater, das nicht da war, wo es sein sollte. Nicht da, wo es auf der Rechnung stand, nicht da, wo es bei Google Maps stand, sondern ganz, ganz woanders. Und ich bin immer noch sehr dankbar, dass ihr das sehr entspannt aufgenommen habt. Und wie gesagt, jetzt kann ich darüber lachen. In dem Moment war es natürlich ein fürchterlicher Moment. 

Immerhin werden sich alle für immer daran erinnern. So kann man es positiv sehen.

Ganz genau. Ich habe letztens noch unsere Aufarbeitung in Make it Meme dazu gesehen und dachte so: Ja, okay, I feel it. 

Wenn Sie ein komplett neues Unterrichtsfach einführen dürften, was für eins wäre das?

Wenn man sich die aktuellen Ereignisse so anguckt, würde ich sagen, Medienbildung und Demokratiebildung. Es gibt da sicherlich Überschneidungen mit dem Fach WiPo und auch mit Informatik, aber das Fach Medienbildung würde junge Menschen zielgerichteter dazu befähigen, sich in der aktuellen Welt zurechtzufinden und kriteriengeleitet Dinge zu hinterfragen, gerade auch, was KI und Fake News angeht. Das kommt bei uns manchmal zu kurz, weil das in allen Fächern so ein bisschen enthalten sein soll, aber ja auch keine Lehrkraft so mega viel Zeit dafür hat. Deshalb wird es dann stiefmütterlich irgendwo am Rande behandelt. Dabei wäre es etwas, auf das wir aktuell eigentlich sehr viel Wert legen sollten, gerade für  Medienbildung müsste viel mehr investiert werden. 

Gibt es denn generell etwas, von dem Sie sagen, dass es Ihnen beim Umgang in der Schule sowohl zwischen Schüler*innen als auch zwischen Schüler*innen und Lehrkräften besonders wichtig ist?

Ich finde, Offenheit, Fairness und Toleranz sind ganz wichtige Aspekte und in vielerlei Hinsicht werden die hier am Lessing-Gymnasium auch ausgelebt. Ich würde behaupten, die meisten meiner Kolleg*innen sind offen und tolerant, wie in jedem Querschnitt der Gesellschaft natürlich nicht alle, aber die meisten. Und auch die meisten Schüler*innen sind offen und tolerant. Aber auch da ist natürlich immer noch ein bisschen Ausbaubedarf. Wir haben das ja nicht zuletzt bemerkt, als wir Plakate zum Thema Gender Diversity aufgehängt haben, die schnell schon wieder abgerissen oder weg waren. Gerade da wollte ich eigentlich nochmal hinterher sein, man merkt, dass es manchmal auch Strömungen unter der Oberfläche gibt, von denen man vielleicht gar nicht so direkt etwas mitkriegt. Aber ich habe das Gefühl, dass wir in Gänze eigentlich eine sehr zugewandte Schülerschaft haben, mit der man eigentlich immer Scherze machen kann und die auch gut miteinander harmoniert.

Was ist für Sie die wichtigste Eigenschaft eines Lehrers oder einer Lehrerin?

Offen zu bleiben und sich klar zu machen, dass man selber auch immer weiter lernt und nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Sicherlich gibt es Inhalte, die man, wenn man etwas studiert hat, detaillierter oder besser kennt als die Schüler*innen, aber es kommen so vielen Inhalte jeden Tag neu dazu. Die Gesellschaft verändert sich, die Schülergenerationen verändern sich und das muss auch nicht immer etwas Negatives sein. Auch wenn es natürlich immer mal wieder Leute gibt, die das als negativ ansehen, nach dem Motto, früher war alles besser, früher haben die Schüler*innen das und das gemacht. Man muss offen bleiben und sich an neue Gegebenheiten anpassen. Ich habe das Gefühl, dann nimmt man auch selber sehr viel davon mit und findet neue Wege, zu connecten.

Dann zum Ende nochmal ein kleiner Themenwechsel: Sie haben ja eben schon erwähnt, dass Sie gerne kleine Figuren bemalen. Was machen Sie denn sonst gerne, wenn Sie nichts mit der Schule zu tun haben?

Ich befürchte, ich habe sehr viele Hobbys. So viele Hobbys, dass ich sie manchmal gar nicht alle unterkriege und dann so phasenweise mal mehr Filme gucke, mal mehr Videospiele spiele. Ich lese unglaublich gerne, komme da im Moment aber gar nicht wirklich zu, deshalb ich bin jetzt auf Hörbücher umgestiegen. Aber ich würde mich definitiv als Nerd bezeichnen, dem widerspricht sicherlich auch niemand, der mich kennt. Und ich würde sagen, ich gehe auch sehr gerne auf Konzerte, je kleiner, desto besser und ich lerne auch einfach gerne neue Dinge. Ich habe mir jetzt ein Set zum Löten lernen gekauft, weil ich nicht löten kann und auch niemanden kenne, der es kann. Also warum nicht mal Löten lernen, sich einfach mal so etwas kleines, absurdes aneignen. Ich wünschte, mein Tag hätte viel mehr Stunden.

Dann wären wir tatsächlich auch schon bei der letztem Frage: welchen Rat würden Sie jeder Schülerin und jedem Schüler geben?

Selbstbewusstsein. Natürlich gesundes und hoffentlich fundiert durch eine gute Persönlichkeit. Und man sollte Sachen immer offen ansprechen und nicht so viel unter der Oberfläche schwälen lassen. Gerade wenn man Probleme mit Lehrkräften, Mitschülern oder Freuden hat, ist es immer wichtig, Dinge offen anzusprechen, denn was nicht angesprochen wird, kann auch nicht gelöst werden und wird nicht besser. Deshalb glaube ich, dass Offenheit und direkte Gespräche die beste Möglichkeit sind, auch für sich selber einen guten Weg zu finden.

Vielen Dank für das Interview!

Die Weihnachtskonzerte 2025

Nachdem die alljährlichen Weihnachtskonzerte 2025 aufgrund von Schwierigkeiten bei der Finanzierung beinahe ins Wasser gefallen wären, konnten sie Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins unserer Schule nun doch stattfinden und waren auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg:

Das Programm

An drei Konzert-Abenden vor den Weihnachtsferien konnten die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Ensembles wieder ihr Können und die Ergebnisse ihrer harten Arbeit im bisherigen Schuljahr präsentieren. Das Programm war auch diesmal wieder sehr vielfältig, von traditionellen Weihnachtsliedern und klassischer Musik bis hin zu modernen Pop-Songs war wieder alles dabei. Somit war im Programm für jeden etwas dabei.

Vor der Pause begeisterten die Chöre 5/6 und 7/8, das Orchester 1, welches seit Neustem den Namen „Auftakt“ trägt, sowie das Sinfonieorchester (SOLG). Letzteres präsentierte sogar gleich eine Weltpremiere: Das Stück „Romanza Andaluza“ von Pablo de Sarasate, welches ursprünglich nur für Violine und Klavier gedacht war, wurde von Herrn Kannenberg umgeschrieben, sodass es von einem ganzen Orchester gespielt wird.

Nach der Pause präsentierten die BigBands  1 und 2 ihre Stücke, darunter nicht nur klassische Weihnachtsliedern und lateinamerikanischer Swing, sondern auch Rock-Klassiker. Anschließend führte das neue Gesangsensemble aus der 9. Klasse ein kurzes Stück auf. Als letztes ist auch in diesem Jahr der Lessing acQuire mit zwei Stücken aufgetreten. Zum Abschluss der Konzerte wurde wieder gemeinsam musiziert: Der  Lessing acQuire, unterstützt von einigen Musikern aus der BigBand, sang traditionell mit allen anderen Teilnehmern der Weihnachtskonzerte, sowie den Lehrern und dem Publikum den Klassiker „O Du Fröhliche“.

Der Lessing-Musikpreis

Am ersten Abende der Weihnachtskonzerte wurde auch dieses Mal der Lessing-Musikpreis, für besonderes Engagement im Musikzweig verliehen. Dieses Jahr erhielten Tobias und Mike aus dem Technik-Team den Preis. Im gleichen Zug wurde dieses Jahr auch dem Förderverein für sein Engagement gedankt, ohne welches die Weihnachtskonzerte hätten ausfallen müssen. Die Preisverleihung und Danksagung sind auf dem offiziellen Youtube-Channel des Lessing-Gymnasiums Norderstedt zu finden (Klicke hier).

Aufgrund der großen Beliebtheit der Weihnachtskonzerte an unserer Schule, waren die Karten auch dieses Jahr wieder sehr schnell ausverkauft. Für alle, die dieses Mal leider nicht live dabei sein konnten oder sich das musikalische Spektakel nochmals ansehen möchten, können sich eine geschnittene Aufnahme der Weihnachtskonzerte auf YouTube ansehen (Klicke hier).