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Interview mit Herrn Rauschenbach

26. September 2026/in SCHULLEBEN/von Louisa

Stellen Sie sich doch einmal kurz vor.

Mein Name ist Stephan Rauschenbach. Ich bin jetzt seit 11 Jahren an dieser Schule. Ich habe erst in Norderstedt gewohnt und wohne jetzt seit acht Jahren in der Nähe von Bad Bramstedt in einem kleinen Dorf mit meiner Frau und meinen zwei kleinen Kindern, die sechs und vier Jahre alt sind.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrer zu werden?

Also eigentlich wollte ich das gar nicht machen, also ich war nicht dagegen, aber ich habe das nicht in Erwägung gezogen. Ich hatte erst erwogen, ob ich länger Soldat bleiben würde, da wurde ich auch angesprochen, ob ich das länger machen würde, hatte aber den festen Plan, Abitur zu machen und ich hatte schon einen festen Schulplatz zugesagt bekommen und deswegen habe ich das verworfen. Ich wollte eigentlich zur Polizei gehen, das stellte ich mir auch ganz interessant vor, allerdings wollte ich unbedingt zur Kriminalpolizei. Das hat dann nicht ganz funktioniert. Und da ich eigentlich ursprünglich gelernter Erzieher bin, hatte ich immer das Gefühl, dass ich gut mit Menschen klarkomme und Leute weiterbringen kann, also dass Lehren im gröberen Sinn mir liegt.
So habe ich gedacht, dann studierst du mal Englisch und Spanisch, zwei Sprachen, in denen ich auch gut war. Dann kann ich ja dafür Lehrer werden und falls es in der Schule doch nicht funktioniert oder mir nicht gefällt, dann wollte ich auf jeden Fall auf höheres Lehramt studieren, damit ich promovieren kann und vielleicht noch irgendetwas Anderes machen kann. So sind es dann Englisch und Geschichte geworden, weil es mit Spanisch dann doch zu viele Sprachen waren. Meine Erfahrungen dann in den Schulen waren auch sehr positiv und auch da wurde mir von meinen Ausbildern gesagt: „Das können Sie. Machen Sie das, das ist gut.“ Und bisher habe ich es auch nie bereut.

Und Sie haben früher im Englischunterricht erzählt, dass Sie mal in Schottland waren?

Ich war über den deutschen pädagogischen Austauschdienst Assistenzlehrer in Großbritannien. Man konnte auf einer Karte auswählen, wo in Großbritannien man gern hin möchte und da dachte ich, Schottland sei vielleicht ganz interessant. Das war es auch und da war ich dann Deutschlehrer an drei verschiedenen Schulen. Das war sehr schön. Ich hatte immer montags bis mittwochs Schule, also jeden Tag eine andere Schule, und die anderen Tage hatte ich dann frei, um das Land kennenzulernen. Das war wirklich sehr prägend. Aber ich habe nicht das schottische Englisch übernommen. Ich kann es aber ein bisschen sprechen und verstehe es auch ziemlich gut.

Und wie sind Sie dann an diese Schule gekommen?

Ich musste ja noch zu Ende studieren. Das war während des Studiums, also nach dem Grundstudium. Und da musste ich dann noch fertig werden. Und an diese Schule kam ich dann etwas umständlich.
Ich habe ja in Kiel studiert und bin dann fertig geworden. Am ersten Tag, nachdem ich mein Examen hochgeladen hatte für das Bewerbungsverfahren, rief mich eine Schule in Wedel an und fragte, ob ich nicht unbedingt da anfangen könne und das habe ich dann auch gemacht, nachdem ich mir habe versichern lassen, dass ich auch eine volle Stelle dort bekomme. Für eine Dreiviertelstelle wäre ich den Weg nicht gefahren. Ich habe gesagt, hundert Prozent mache ich, aber sonst lohnt sich das nicht. Die meinten, das kriegen wir schon hin, Hauptsache, Sie kommen.
Das war der Landrat und der guckte sich eigentlich nur meinen Lebenslauf an und meinte: „Ach ja, Sie waren Fallschirmjäger, das ist ja gut, dann bringen Sie den Kindern etwas bei.“ Also es war eine etwas andere Akzentuierung, die ich da machen musste, das war jetzt keine militärische Ausbildung, aber es war ganz lustig. Die Hälfte des Englischkurses wurde von meiner Englischkollegin unterrichtet, das waren aus heutiger Sicht die beschulungsfähigen und die nicht beschulungsfähigen, die hatte ich. Und die Jungs, es waren alles Jungs, waren ganz interessiert, was ich so gemacht hätte und haben mir von irgendwelchen Waffen aus Computerspielen erzählt und mich gefragt, ob ich die kennen würde. Und das war ganz lustig, weil ich konnte tatsächlich sagen: Ja, kenne ich, habe ich benutzt, ist gut oder ist nicht so gut. Und so war dann der Weg dahin und dann konnten wir auch ein bisschen Unterricht machen, also das war schon ganz gut. Und an der Schule konnte ich aber nicht bleiben, weil ich ja noch kein Referendar war.
Meine Englischkollegin hatte einen Tennispartner, der Schulleiter in Schenefeld am Gymnasium war, und sie brauchten einen Englischlehrer als Vertretungslehrer. Und so bin ich dann dahin gekommen und stellvertretender Schulleiter, der die Schule dort dann übernommen hat, das war Carsten Apsel (ehemaliger Schulleiter des LGN), den ich interessanterweise nach vielen Jahren dort wiedergetroffen hatte.
Ich hatte ihn nämlich das letzte Mal gesehen, als wir uns in der vierten Klasse in der Grundschule voneinander verabschiedet hatten. Das war so unglaublich, das war so eine Verbindung, das beruhte ja auch auf gemeinsamen Erinnerungen. Wir kannten uns und so war das dann klar. Den Job hatte ich vorher schon, insofern hatte das keinen Einfluss darauf. Dann war ich ein halbes Jahr in Schenefeld als Vertretungslehrer und dann habe ich einen Referendariatsplatz bekommen und habe mein Referendariat dort fertig gemacht. Herr Apsel wechselte dann auch die Schule und da ich an der Schule ja auch am bilingualen Unterricht gearbeitet habe, da hatten wir Bili für Geschichte und für Englisch, habe ich da auch Abitur mit meinem Mentor, Peter Petersen, abgenommen.
Und Carsten Apsel wollte diesen Bili-Zweig ja auch hier aufbauen und wusste, dass ich das auch kann. Und zusätzlich war es auch so, dass ich bei meiner bisherigen Arbeitstätigkeit als gelernter Erzieher neben dem Studium ja für Menschen mit Behinderung gearbeitet habe. Da war es ja mit der alten Landesregierung auch so, dass auch diese Inklusion an den Gymnasien stattfinden sollte. So war eigentlich die Idee, dafür jemanden zu haben, der da Expertise hat. Und das war ich, und das wusste Carsten Apsel auch. Er hat mich dann angesprochen, ob ich schon einen anderen Job hätte und ob ich nicht kommen könne. Da muss man sich natürlich bewerben, das ist ja klar, da konnte ich mich auch gegen die Anderen durchsetzen. Erst war ich hier als Vertretungslehrer und später dann mit Planstelle. Und so bin ich an diese Schule gekommen.

Wenn Sie generell ein neues Unterrichtsfach einführen dürften, welches wäre das?

Das ist schwierig, ich habe ja jetzt schon Fächer, die viele Sachen miteinander verknüpfen. Ich wüsste jetzt gar nicht so einen griffigen Titel dafür, weil so viele Sachen miteinander verbunden sind. Was ich aber glaube, ist, dass es ein Fach sein sollte, das Englisch als Verkehrssprache hat. Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass Englisch eine Fremdsprache ist. Also ich glaube, wenn es vielleicht so eine Art Konversationskurs wäre, das wäre inhaltlich natürlich relativ flach, aber man könnte gleichzeitig tiefer in bestimmte Sachen eintauchen, was Schüler bewegt und was wichtig ist. Ich glaube, das wäre inhaltlich schon eine ziemliche Tiefe, die man erreichen könnte.
Der Titel wäre dann vielleicht „Konversationskurs“. Das wäre etwas, weil ich wirklich glaube, dass wir das einfach ausdehnen müssen und das ist ja auch meine geheime Mission. Obwohl ich glaube, so geheim ist die gar nicht. Jeder, der mich fragt, dem sage ich das auch, dass ich glaube, wir brauchen einfach mehr Fächer auf Englisch. Auch als Gymnasium und vielleicht auch um uns als Gymnasium in Norderstedt zu profilieren. Was in meiner Erfahrung auch funktioniert, das habe ich mit Ihnen ja auch gemacht, ist, dass die Verwendung des Englischen sich im Laufe der Zeit auch relativ schnell als gegeben etabliert. Und das sehe ich bei den jetzigen Sechstklässlern, die ich jetzt ein Jahr habe, und da wird das gar nicht mehr in Frage gestellt. Das ist, wie es ist. Und dann läuft das.

Sie haben früher im Englischunterricht auch schon immer gern von Ihren Pferden erzählt. Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

Ich hatte früher zwei Pferde, jetzt habe ich zwei Kinder. Das ist natürlich nicht das Gleiche, aber ich vermisse den Sport schon, also jedenfalls in dem Maße, in dem ich es vorher gemacht habe. Aber ich erfreue mich jeden Tag an meinen beiden wunderbaren Kindern und jetzt ist es so, dass sich auch schon die Kinder ein bisschen für Ponys interessieren. Ich sehe das immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil ich weiß, wie viel Arbeit und Geld da rein fließt und jetzt machen wir Ponyreiten ab und zu mal und das reicht eigentlich auch.
Die Kinder sind natürlich, gerade weil sie auch noch so klein sind, sehr zeitintensiv. Das klingt so nach Arbeit, aber es ist eine wunderschöne Zeit. Und wir haben das Haus und den Garten und da steckt auch viel Arbeit drin. Mit den Kindern mache ich viel. Meine Frau hat eine neue Arbeit angenommen und in den letzten Sommerferien habe ich die Kinder dann immer in den Kindergarten gebracht. Und ich habe mit der Großen den ersten Schwimmkurs gemacht, sie hat ihr Seepferdchen, das ist eine große Sache. Insofern ist die Freizeit von der Familie geprägt, und zwar viel, viel stärker als sie es vorher war. Ich muss meine Arbeit auch viel stärker strukturieren, damit ich eben diese Zeit auch nutzen kann.

Dann kommen wir auch schon zur letzten Frage: Gibt es einen Rat, den Sie Schülerinnen und Schülern gern mit auf den Weg geben würden?

Vielleicht einen langen Atem zu behalten und zu schauen, dass man Ziele auf vielen Wegen erreichen kann. Und ich nehme mich da als Beispiel. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier mal irgendwann landen würde und wenn ich mir den Weg anschaue, sind das schon lange und verschlungene Pfade. Ich kann nur sagen, man darf nicht den Mut verlieren, weil man manchmal gar nicht weiß, wo man eigentlich ankommt und man ist dann zufrieden, wo man ist, obwohl man vielleicht gedacht hatte, ganz woanders hinzukommen.

Vielen Dank für das Interview!

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/08/geralt-interview-2207741_1280.jpg 853 1280 Louisa https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Louisa2026-09-26 13:44:132026-09-26 13:44:13Interview mit Herrn Rauschenbach

Jubiläumsfest und Sommerserenade 2026

24. September 2026/in SCHULLEBEN/von Berit

Am Donnerstag vor den Sommerferien fand auch in diesem Schuljahr wieder die traditionelle Sommerserenade des Lessing-Gymnasiums statt, bei der die zahlreichen Musikensembles der Schule die Besucher*innen mit klassischen und modernen Musikstücken begeisterten. Da Doch dieses Jahr gab es noch mehr zu bestaunen, denn das LGN feierte 50-jähriges Schuljubiläum. Zu diesem besonderen Anlass fand zusätzlich zur Sommerserenade ein Jubiläumsfest statt, bei dem die Besucher*innen sich viele spannende Ergebnisse aus der Projektwoche ansehen konnten, die anlässlich des Jubiläums stattgefunden hat.

Nun folgt eine gelungene Zusammenfassung des Festes und der Sommerserenade sowie einige besondere Highlights, über die uns Mitwirkende aus den jeweiligen Musikensembles berichten.

Über die Sommerserenade und das Jubiläumsfest:

Am Donnerstag, den 2. Juli 2026, haben wir vom Lessing das Sommerfest und 50 Jahre LGN gefeiert.
Erst einmal gab es ein Buffet mit Finger-Food, Crêpes, Kuchen und vielem mehr.
Dann gab es dort eine Ausstellung mit Sachen aus der Projektwoche, wie z. B. Plakate, oder von Sachen, die man mitnehmen konnte, wie z. B. von dem Krimi Hörspiel Projekt einen QR-Code, den man scannen und sich alle tollen Hörspiele anhören konnte.

Einen Stand von dem Förderverein gab es auch. Dort gab es Stifte, T-Shirts, Anmeldungen usw.
Am Nachmittag gegen 16 Uhr ging es dann los mit Konzerten, der Werkschau vom DSP-Kurs des E-Jahrgangs von Frau Hetzel und dem Saxofon Ensemble von Lars Osenbrüg, dem Chor von den 5./6. und von den 7./8. Klassen von Herrn Hoffmann.

Dann folgte der Streicher-Kurs von den 5./6. Klassen von Herrn Dohm. Darauf folgte das Orchester ,,Auftakt“ von Herrn Dohm sowie das Sinfonieorchester (SOLG) von Herrn Kannenberg. Danach spielten dann die Bigband 1 von Frau Jürgensen und natürlich auch die Bigband 2 von Herrn Packeiser. Es endete ungefähr gegen 20.15 Uhr mit der Gesangsgruppe 9+Lessing acQuire von Herrn Hoffmann.
Das Wetter hat leider nicht so mitgespielt, sodass alle Vorführungen anstatt draußen, im Forum stattfinden mussten.

Trotz des Wetters war es eine gelungene Sommerserenade.

von Lotte Holdorf, Klasse 5a 😉

Big Band 1

Ein absolutes Highlight der diesjährigen Sommerserenade war der energiegeladene Auftritt unserer Big Band 1, die das Publikum von der ersten Sekunde an mitgerissen hat.

KI-generiert

Um 18:15 Uhr sollten sich alle Mitglieder der Big Band 1 im Musikraum treffen und noch ein paar Instrumenten einen sauberen Klang verleihen. Um 18:50 Uhr ging es schon auf die Bühne in das Rampenlicht. Mit dem Stück ,,Cantaloupe Island“ fingen sie auch schon an zu spielen. Viele schöne Soli waren natürlich dabei. Ein großer Applaus kam danach.

Das nächste Stück war ,,Superstition“. Sehr schöne Soli waren auch hier zu hören. Das Publikum hielt es vor Begeisterung kaum auf den Sitzen und feierte die Band mit einem großen Applaus. Das nächste Stück war auch schon das letzte ,,Best of Queen“. Ein sichtlich verzaubertes Publikum bedankte sich mit donnerndem Applaus für diesen magischen Abend. Ein unvergesslicher Abend, der noch lange nachklingen wird – die Big Band 1 hat bewiesen, wie tief Musik    berühren und das Publikum mitten ins Herz treffen kann.

von Oktavia, Klasse 5a

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/07/GridArt_20260626_062305321.jpg 1190 1190 Berit https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Berit2026-09-24 17:58:072026-09-24 17:58:07Jubiläumsfest und Sommerserenade 2026

Straßburg-Fahrt des Q1-Jahrgangs

30. August 2026/in REISEN & KULTUR, SCHULLEBEN/von Berit

Bienvenue à Strasbourg!
Im Rahmen unseres Französischunterrichts sind wir als Französischkurs des Q1-Jahrgangs im Juni für ein paar Tage nach Straßburg gefahren. Wir haben uns sehr über diese Möglichkeit gefreut, da wir in der achten Klasse aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht an einem geplanten Frankreichaustausch teilnehmen konnten.
Nach einer fast verspätungsfreien Anreise mit der Bahn konnten wir den ersten Abend gemeinsam gemütlich in einem Restaurant ausklingen lassen, bevor wir am nächsten Morgen damit begonnen haben, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Als Erstes hatten wir am Morgen die Möglichkeit, das Europaparlament zu besuchen, wo wir nicht nur die beeindruckende Architektur des Gebäudes bestaunen durften, sondern durch eine Audio-Guide-Führung auch viele interessante Einblicke in die politischen Strukturen des Europaparlaments bekommen haben. Da zu der Zeit unseres Besuchs keine Sitzungen im großen Plenarsaal stattgefunden haben, durften wir uns auch diesen von de Zuschauertribüne aus genau ansehen.

Nach einer kleinen Mittagspause folgte noch ein weiteres Highlight unserer Straßburg-Fahrt: eine Bootstour über die Ill, einen kleinen Fluss, der mitten durch Straßburg fließt. Während der Fahrt hatten wir glücklicherweise bestes Wetter und konnten die Tour daher in einem offenen Boot genießen, von dem aus man nicht nur die wunderschöne Altstadt Straßburgs und das Europaparlament, sondern auch weitere Sehenswürdigkeiten wie die Straßburger Neustadt oder das Arte Studio bestaunen konnten.

Der nächste und bereits vorletzte Tag unserer Reise startete mit einer Führung durch das Straßburger Münster, eine imposante Kathedrale, deren Bau 1439 vollendet wurde. Wir hatten besonderes Glück und konnten uns noch während unserer Führung die Astronomische Uhr im Inneren der Kathedrale, die alle halbe und volle Stunde zu spielen beginnt, ansehen. Anschließend sind wir noch knapp 330 Treppenstufen im Münster hochgestiegen, um zur Aussichtsplattform zu gelangen, von der aus wir einen fantastischen Blick über Straßburg hatten.
Am sonnigen Nachmittag hatten wir dann noch Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns später wieder zu einem gemeinsamen Abendessen getroffen haben.

Am Vormittag unseres letzten Tages in Straßburg hat sich unser ehemaliger Fremdsprachenassistent Ivan, der gebürtig aus Straßburg stammt, freundlicherweise dazu bereit erklärt, uns durch die Straßburger Neustadt zu führen, wo wir unter anderem die Universität und die Oper der Stadt sehen konnten, und uns allerlei spannende Geschichten zur Stadt zu erzählen.
Am frühen Nachmittag mussten wir uns dann schon wieder auf den Weg zum Bahnhof machen und die Heimfahrt antreten.

Wir sind sehr dankbar, dass uns diese Straßburg-Fahrt ermöglicht wurde, denn wir haben nicht nur eine wunderschöne Stadt kennengelernt, sondern hatten auch jede Menge Spaß. Wir möchten uns besonders bei Frau Hetzel und Frau Gilles bedanken, die unsere Straßburg-Fahrt organisiert und begleitet haben.

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG-20260615-WA0113.jpg 1500 2000 Berit https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Berit2026-08-30 11:58:232026-08-30 11:58:23Straßburg-Fahrt des Q1-Jahrgangs

Das große Fußball-Derby

24. Juli 2026/in GESUNDHEIT & SPORT, SCHULLEBEN/von Berit

Anpfiff zum Fußball-Duell der Jahrgänge: Mittelstufe und Oberstufe trafen auf dem Sportplatz aufeinander. Heute den 30. Juni kam der spannende Moment. Die Spannung folgte bis zur letzten Sekunde. Die Mitschüler haben sich schwarz angezogen, wenn sie für die Mittelstufe waren und weiß, wenn sie für die Oberstufe waren. Kuchen, Getränke, Slush-Eis und Crêpes? Alles dabei.

Hier ist eine packende Zusammenfassung der Highlights:

Endstand: 3:0

KI-generiert

Die Mittelstufe ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, wer heute den Platz als Sieger verlässt. Mit einer stabilen Abwehr und eiskalten Kontern schraubten sie das Ergebnis auf ein verdientes 3:0. Die Verlierer kämpften zwar bis zur letzten Sekunde, fanden aber einfach keine Lücke in der gegnerischen Verteidigung.

KI-generiert

Nicht nur auf dem Rasen wurde alles gegeben – auch auf den Zuschauerrängen herrschte absolute Derby-Stimmung. Die Tribüne war farblich strickt getrennt: Auf der einen Seite formierte sich der schwarze gekleidete Block der Mittelstufe, auf der anderen Seite hielt die weiß gekleidete Seite der Oberstufe lautstark dagegen. Schon beim Einlaufen der Teams bebte der Sportplatz vor Anfeuerungsrufen. Jede gelungene Aktion, jeder Zweikampf und natürlich die drei Tore wurden stark gefeiert. Trotz der großen Rivalität blieb der Support aber absolut sportlich.

Am Ende lag sich die Gewinner-Kurve glücklich in der Armen, während die Verlierer ihr Team trotz der 3:0 Niederlage für den großen Kampf stolz feierten.

 

„Ein überragendes Tor machte den Unterschied für die Mittelstufe, während die Oberstufe schon nächstes Jahr ihre Chance zur Revanche bekommt!“

 

von Oktavia aus der 5a

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/07/Fussball2.jpg 892 1190 Berit https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Berit2026-07-24 20:47:162026-07-24 20:47:16Das große Fußball-Derby

Interview mit Frau Tiedemann

24. Juni 2026/in JUNIORREDAKTION, SCHULLEBEN/von Juniorredaktion

Bitte stellen Sie sich einfach mal kurz vor.

Ich bin Lehrerin am LGN und ich arbeite hier seit 2 Jahren. Ich unterrichte die Fächer Deutsch und Bio. Eigentlich stimmt das gar nicht, dass ich hier seit 2 Jahren arbeite, denn bevor ich hier her gekommen bin, habe ich bei der Bank als Bankkaffrau gearbeitet. Das hat mir aber nicht so viel Spaß gemacht, deshalb wollte ich was Neues ausprobieren.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrerin zu werden und was gefällt Ihnen besonders gut an diesem Beruf?

Mir gefällt es, mit Kindern zu arbeiten. Es macht Spaß und jeden Tag ist etwas Spannendes los ist.

 

Was für Stufen unterrichten Sie?

Im Moment bin ich die Klassenlehrerin der 5d, aber eigentlich habe ich schon jede Stufe unterrichtet.

 

Sie unterrichten ja Bio und Deutsch. Wieso die zwei Fächer?

Ich habe angefangen, Bio und Deutsch zu studieren, weil es in meiner eigenen Schulzeit meine Lieblingsfächer waren. Es macht mir Spaß. Biologie ist eigentlich etwas Schönes. Man ist draußen, man beschäftigt sich mit den Tieren und menschlichen Organen. Deutsch mag ich sehr gerne, weil ich es mag zu lesen und Literatur finde ich auch sehr spannend.

 

Was finden Sie besser: Klassenfahrt oder Schulausflug?

Das ist eine schwierige Frage. Klassenfahrten machen einen riesen Spaß, man ist raus aus der Schule, so wie Urlaub und Schulausflüge machen aber auch sehr viel Spaß. Man muss ja aber auch sehr lange warten, bis man wieder auf Klassenfahrt kann. Ach Esma, ich glaube da kann ich mich nicht entscheiden.

 

Was ist für Sie die wichtigste Eigenschaft einer Lehrerin oder eines Lehrers?

Man muss sich mit seinen Schülern gut verstehen, dass man im Unterricht auch zusammen lachen kann, dass man über andere Sachen redet und man sollte als Lehrer/-in seinen Unterricht so gestalten können, dass man die Schüler begeistern kann. Ich hoffe auch, dass ich euch (6a)  in Deutsch und Bio begeistern kann für die Fächer. Und ich glaube, dass das schon die Wichtigsten Eigenschaften waren.

 

Was war das lustigste Ereignis, welches Sie als Lehrerin erlebt haben?

Es passieren immer wieder lustige Sachen, da habe ich jetzt kein besonderes Ereignis. Auf Klassenfahrten passieren ja auch immer wieder lustige Sachen und auf Ausflügen auch. Die Spiele, die man da zusammen spielt, sind auch oft sehr witzig. Oder auch wenn im Unterricht jemand was sagt und ich es falsch verstanden habe, kann es ziemlich lustig werden.

 

Wie war ihre eigene Schulzeit für Sie?

Meine eigene Schulzeit war sehr schön für mich und ich habe das sehr positiv in Erinnerung. Ich bin sehr gerne zur Schule gegangen. Ich mochte meine Lehrer und ich war auch zufrieden mit meiner Klasse. Ich hatte nette Mitschüler. Mir haben natürlich nicht alle Fächer Spaß gemacht. Schule ist ein Ort, um Freunde zu treffen.

 

Danke dass Sie sich Zeit genommen haben

Bitteschön

von Esma

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-natalia-sevruk-636238602-37685266.jpg 853 1280 Juniorredaktion https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Juniorredaktion2026-06-24 13:21:452026-06-30 17:51:27Interview mit Frau Tiedemann

Der tägliche Kampf am Morgen

24. Juni 2026/in JUNIORREDAKTION, SCHULLEBEN/von Juniorredaktion

Jeden Morgen beginnt für viele Schülerinnen und Schüler derselbe Kampf: Der Wecker klingelt viel zu früh und das Aufstehen fällt schwer. Am Liebsten würde man sich noch einmal umdrehen und weiterschlafen. Stattdessen heißt es aufstehen, fertig machen und auf einen neuen Schultag vorbereiten. Besonders nach einem langen Schultag oder einem anstrengenden Wochenende kostet das oft viel Überwindung.

Doch kaum ist man aus dem Bett, wartet schon die nächste Herausforderung. Vor dem Kleiderschrank stellt sich die Frage: „Was soll ich heute anziehen?“ Das Wetter spielt dabei eine wichtige Rolle, aber auch die Frage, worin man sich den ganzen Tag wohlfühlt. Manchmal ist die Entscheidung schnell getroffen, manchmal dauert sie länger als gedacht. Während einige ihre Kleidung schon am Abend vorher auswählen, suchen andere erst am Morgen nach dem passenden Outfit.

Diese kleinen Herausforderungen gehören für viele Schülerinnen und Schüler ganz selbstverständlich zum Alltag. Auch wenn der Start in den Tag manchmal stressig ist, schaffen es die meisten am Ende trotzdem noch pünktlich in die Schule. Und eines ist sicher: Morgen früh beginnt das ganze wieder von vorne.

Von: Mia Sofie Höfs

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/06/pexels-anastasiya-vragova-22991246-8345986-e1782299203129.jpg 874 1280 Juniorredaktion https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Juniorredaktion2026-06-24 13:08:312026-06-24 13:08:31Der tägliche Kampf am Morgen

Interview mit Herrn Hoffmann

24. Juni 2026/in JUNIORREDAKTION, SCHULLEBEN/von Juniorredaktion

Name: Herr Hoffmann

Hassfach von früher: Religion

Was würden Sie tun, wenn Sie kein Lehrer wären? Designer oder Theaterschauspieler

Warum sind Sie Lehrer geworden? Ich dachte, es wäre eine gute Idee.

Was mögen Sie an unserer Schule? Dass wir so viel mit Theater und Musik zu tun haben.

Fächer: Musikzweig und Musik, Darstellendes Spiel

Lieblingskombinationen beim Essen: Sushi+Jasmintee, Käsebrot+Cappuccino ohne Coffein

Hobbys: Zeit mit der Familie verbringen, sich neue Sachen einfallen lassen

Seit wann sind Sie Lehrer? Seit 2008

Warum leiten Sie den Chor? Ich wurde eingeladen, es auszuprobieren und es hat mir so gefallen, dass ich es noch heute mache:)

Von Alva aus der 6a

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot_20260624_123005_GMX-Mail-e1782297240438.jpg 624 1080 Juniorredaktion https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Juniorredaktion2026-06-24 12:35:582026-06-24 12:35:58Interview mit Herrn Hoffmann

Die Physiker – Eine Aufführung der Q1ks

24. Juni 2026/in SCHULLEBEN/von Berit

„Was einmal gedacht, kann nicht mehr zurückgenommen werden“, so drückt es Friedrich Dürrenmatt 1961 in seiner bekannten Komödie „Die Physiker“ aus. Dieses bekannte Zitat spielt auch in der modernen Aufführung der Q1ks eine große Rolle, die als Projekt des DSP-Kurses am 03. Juni im Schulzentrum-Süd aufgeführt wurde.

Moderne Interpretation mit zeitloser Botschaft

Im originalen Werk von Dürrenmatt geht es vor allem um die Verantwortung, die die Wissenschaftler haben, welche am Bau der Atombomben mitgewirkt haben, die 1945 hunderttausende Menschen ihr Leben kosteten. So beruht die Erfindung der Atombombe doch auf der revolutionären Entdeckung der Kernspaltung durch Lise Meitner, Otto Hahn und Fritz Strafmann im Jahr 1938. Als diese ihre Ergebnisse veröffentlichten, ahnten sie vermutlich noch nicht, welche verheerenden Folgen ihre Entdeckung haben würde.

Zwar ist das Thema atomare Waffen in letzter Zeit wieder sehr aktuell geworden, jedoch sind durch den technologischen Fortschritt der letzten Jahre auch neue Dilemmata hinzugekommen. Deshalb hat sich die Q1ks dazu entschieden, Dürrenmatts Komödie etwas umzuschreiben, um einen stärkeren Aktualitätsbezug herzustellen. So ging es in der neu interpretierten Aufführung nicht mehr um Kernwaffen, sondern um künstliche Intelligenz und die Verantwortung, die ihre Erfinder tragen. Den meisten ist bestens bekannt, dass KI neben ihrem Nutzen und ihren Vorteilen, auch große Gefahren birgt.

Ebendiese Gefahren und die damit verbundene Verantwortung der Erfinder diskutiert die Q1ks in ihrem Stück, indem sie die klassische Handlung von Dürrenmatt mit modernen Elementen verbindet. So waren auf der Bühne beispielsweise ein Fernseher und mehrere Windows-Symbole zu sehen, die den technischen Bezug der Aufführung zusätzlich unterstrichen. Auch die Smartphones der Schülerinnen und Schüler wurden auf der Bühne häufig verwendet, was das Theaterstück noch moderner machte. Fast hatte man hierbei das Gefühl, dass sich das Stück in der heutigen Zeit abspielt, da das Smartphone für die meisten heutzutage fest zum Alltag dazugehört.

Die Handlung

Im Wesentlichen handelt das aufgeführte Stück von einem Physiker, Möbius, welcher eine psychische Erkrankung vortäuscht und sich somit selber in eine Nervenheilanstalt begibt, um die Welt vor seinen Forschungen zu schützen. Diese wären so mächtig und gefährlich für die Welt, dass er verhindern möchte, dass sie an die Öffentlichkeit gelangen. In Dürrenmatts Originalstück geht es hierbei um nukleare Waffen, in der moderne Aufführung der Q1ks geht es um eine besonders mächtige Künstliche Intelligenz. Da mit solch mächtigen Werkzeugen aber auch sehr viel Geld verdient werden kann, geben sich zwei Agenten als ebenfalls psychisch kranke Physiker aus, um an Möbius` Erkenntnisse zu gelangen. Am Ende des Stückes erkennen die beiden Agenten jedoch, wie wichtig es ist, die Welt vor den Folgen dieser Forschungsergebnisse zu schützen und entschliessen sich freiwillig dazu, in der Nervenheilanstalt zu verbleiben.

Zusammenfassend bleibt zu bemerken, wie gut es der Q1ks gelungen ist, Dürrenmatts klassische Komödie modern zu interpretieren und umzusetzen. Die harte Arbeit, die die Schülerinnen und Schüler das ganze Schuljahr lang in die Umsetzung dieses Stückes gesteckt haben, hat sich wirklich gelohnt!

Behind The Scenes

An dieser Stelle gibt es nun noch einen kleinen Einblick, was beim Theaterstück alles so hinter den Kulissen passiert ist, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass wir „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt aufgeführt haben und wie unser Arbeitsprozess aussah.

Ganz am Anfang unseres Arbeitsprozesses stand die Frage, welches Theaterstück wir inszenieren und aufführen wollen. Um diese Frage zu beantworten, haben wir alle zunächst verschiedene Komödien und Dramen einzeln herausgesucht und sie anschließend im Plenum vorgestellt. Bei der Suche eines geeigneten Stücks mussten wir dabei immer die Fragen im Hinterkopf behalten, warum gerade wir das jeweilige Stück zu genau diesem Zeitpunkt aufführen sollten.

So kristallisierten sich nach einem Pitch, bei dem alle die Möglichkeit hatte, ein Theaterstück detaillierter vorzustellen, das ihm besonders gut gefällt, recht schnell zwei klare Favouriten heraus: „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertholt Brecht und „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Um uns zwischen diesen beiden Stücken zu entscheiden, hatten wir die Möglichkeit, in einer Leseprobe jeweils die Anfänge des Theaterstücks laut und mit verteilten Rollen zu lesen. Dadurch haben wir schon mal einen ersten Einblick in die Atmosphäre des Stücks bekommen und wir haben uns schließlich einstimmig für „Die Physiker“ von Dürrenmatt entschieden.

Nach der Entscheidung für ein Stück ging die eigentliche Arbeit an unserer Inszenierung los. Damit diese Arbeit effizienter gestaltet wird, haben wir uns in vier Spezialteams (Regie, Dramaturgie, Produktion und Szenographie) aufgeteilt, die für verschiedene Aufgaben zuständig waren.

Sobald die Dramaturgie die erste Textfassung des Stückes fertig gestellt und die Regie Rollenkarten zur besseren Übersicht über die Hauptfiguren erstellt hat, war unser nächster Arbeitsschritt die Verteilung der Rollen. Hierfür gaben alle jeweils drei Rollenwünsche an, die die Regie anschließend bei der Erstellung der Rollenverteilung so gut wie möglich berücksichtigte.

Nachdem nun alle eine Rolle hatten, ging es mit den richtigen Proben los. Der gesamte Probenprozess lässt sich dabei in drei unterschiedliche Phasen einteilen: die Sprechproben, die Schauspielproben und die Requisitenproben. Bei den Sprechproben haben wir zuerst nur geübt, unseren Text in der richtigen Geschwindigkeit, mit der richtigen Betonung und in einem passenden emotionalen Ausdruck vorzulesen. In den darauffolgenden Schauspielproben kamen anschließend die Aspekte Mimik, Gestik und Aufstellung im Raum hinzu, da wir nun schon versuchten, die Szenen wie später auf der Bühne zu spielen.

Zu guter Letzt kamen dann die Requisiten hinzu und wir erarbeiteten uns, wie man Gegenstände wie Fotokameras, Lampenschnüre und Schachfiguren am besten einsetzen kann. Am Ende jeder dieser Probenphasen erfolgte schließlich eine Abnahme, die von Herrn Hoffmann und Mitgliedern der Regie durchgeührt wurde. Hier präsentierten die Schauspielenden der jeweiligen Szene, was sie zuvor erarbeitetet haben und erhielten anschließend Feedback darüber, was sie noch verbessern können.

Am intensivsten fand unsere Probenarbeit dabei an den Probentagen vom 27.05. – 02.06. statt. Hier probten wir zunächst noch in unserer Schule und später dann auf der richtigen Bühne am Lise-Meitner-Gymnasium, um alle Abläufe und Szenen perfekt einzustudieren. An diesen Probentagen spielten wir das Stück auch zum ersten Mal im Ganzen durch, da wir vorher nur einzelne Szenen geprobt haben.

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2946-e1782290125355.jpeg 552 913 Berit https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Berit2026-06-24 11:13:462026-06-24 17:10:34Die Physiker – Eine Aufführung der Q1ks

Besuch bei der Bauer Media Group

7. Juni 2026/in SCHULLEBEN, ÜBER UNS/von Lissy

Nachdem wir als Schülerzeitung des Lessing-Gymnasiums im Februar als zweitbeste Online-Schülerzeitung Schleswig-Holsteins ausgezeichnet wurden, wurde es nun endlich Zeit, unseren gewonnen Gutschein für einen Besuch bei der Bauer Media Group in Hamburg einzulösen.

So machten wir uns am 26. Mai zusammen mit den Schülerinnen der diesjährigen Juniorredaktion bei sommerlichem Wetter auf den Weg in die Hamburger Innenstadt zur Bauer Media Group. Dort angekommen erhielten wir zunächst alle unsere Besucherausweise, bevor wir in die hauseigene Showküche geführt wurden. Dort war bereits ein langer Tisch für uns gedeckt und es gab allerlei Getränke sowie süße und herzhafte Snacks.

Anschließend haben wir in kurzen Vorträgen von verschieden Mitarbeiter:innen und Redakteur:innen viele interessante Fakten über die Bauer Media Group und die Arbeit dort gelernt. So haben wir beispielsweise erfahren, dass die Bauer Media Group in vielen verschiedenen europäischen Ländern aktiv ist und ihre Umsätze auch über Werbeanzeigen und Audio-Angebote generiert. Mit erstaunen haben wir außerdem gelernt, dass die TV-Zeitschrift „TV 14“ mit einer Auflage von 1,4 Mio. Exemplaren pro Ausgabe das meistverkaufte Produkt der Bauer Media Group ist.

Danach haben wir von einer Auszubildenden der Bauer Media Group eine spannende Führung durch die Redaktion erhalten und gesehen, wie ein typischer Arbeitstag in einer so großen Redaktion abläuft. Im Anschluss daran haben wir kurze Vorträge von Redakteur:innen aus verschiedenen Bereichen gehört. Hierbei konnten wir viel Interessantes über die Arbeit von Redakteur:innen erfahren und hatten zudem die Möglichkeit, alle unsere Fragen zu stellen. Neben Redakteur:innen aus den Bereichen „Gesundheit“ oder „Yellow Press“ hat uns auch ein Fotograf etwas über seine Arbeit bei der Bauer Media Group erzählt.

Zum Abschluss unseres Besuchs haben uns noch zwei Journalistenschülerinnen von der Bauer Media Group etwas über ihre journalistische Ausbildung dort erzählt. Auch hier haben wir viel über journalistische Arbeit erfahren und gelernt, das Journalismus nicht bedeutet, den ganzen Tag alleine am Schreibtisch zu sitzen und Artikel zu verfassen. So hat eine der Journalistenschülerinnen uns ein Videoprojekt gezeigt, an welchem sie als Teil ihrer Ausbildung teilgenommen hat. Auch hier hatten wir wieder die Möglichkeit, Fragen zu stellen, eine gute Gelegenheit, für alle, die vorhaben, später im Journalismus zu arbeiten.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal herzlich bei der Bauer Media Group für diesen tollen Tag bedanken. Wir fühlten uns sehr willkommen und haben uns gefreut, dass wir so viel über die Arbeit in der Bauer Media Group erfahren durften. Ein besonderes Dankeschön geht hierbei an Laura Stein, die unseren Besuch bei der Bauer Media Group organisiert und begleitet hat.

Ebenso bedanken wir uns bei Frau Thies, die uns bei diesem Ausflug begleitet und uns bei der Planung des Tages unterstützt hat.

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/06/20260526_1405090-scaled.jpg 1920 2560 Lissy https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Lissy2026-06-07 16:36:382026-06-07 16:36:38Besuch bei der Bauer Media Group

Interview mit Frau Thies

26. Mai 2026/in SCHULLEBEN/von Lissy

Stellen Sie sich doch bitte erstmal kurz vor:

Ich bin Tabea Thies und ich bin Lehrerin hier am Lessing-Gymnasium. Das schon seit Februar 2015, also jetzt doch schon recht lange. Ich unterrichte hier die Fächer Spanisch, Französisch und Philosophie.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrerin zu werden?

Das war jetzt kein Entschluss der irgendwie aus Idealismus oder aus dem Gedanken heraus „Ich bin die geborene Lehrerin “ kam, sondern ich habe eigentlich schon immer manche Unterrichtsfächer geliebt. Ich habe früher als Schülerin auch anderen Nachhilfe gegeben und irgendwie war das dann so eine Option, bei der ich gedacht habe, das passt gut zu mir. Dann ist das so entstanden und es hat sich bestätigt, dass das eine gute Wahl für mich war.

Aus welchem Grund haben Sie sich denn für die Fächer Spanisch, Französisch und Philosophie entschieden?

Also Spanisch und Französisch hatte ich als Fremdsprachen in der Schule. Ich mochte die Fächer, ich war gut darin, ich mag Fremdsprachen gerne und deswegen lag das für mich irgendwie auf der Hand. Eigentlich wollte ich Englisch und Spanisch studieren aber dann wurde es Französisch. Philosophie habe ich dann nachträglich gemacht, das war nicht von Anfang an ein Entschluss, das kam so auf mich zu.

Wie sind Sie denn ans Lessing-Gymnasium gekommen?

Herr Apsel [ehemaliger Schulleiter] hat mich angerufen. Ich hatte eine Vertretungsstelle an einer anderen Schule nach dem Referendariat. Dann hat irgendwann mein Handy geklingelt und Herr Apsel war dran. Man konnte auf einer bestimmten Bewerbungsplattform sein Profil reinstellen und er hatte damals jemanden für eine Vertretungsstelle gesucht.

Was sind denn neben dem Unterrichten ihre Aufgaben an unserer Schule?

Also natürlich mache ich die digitale Schülerzeitung zusammen mit Frau Koletti, dann bin ich Assistentin von Herrn Woyke, dann arbeite ich mit Frau Zimpel und Frau Holland im Bereich „Fördern und Fordern“, dann bin ich Beauftragte für das neue Schülerfeedback und das Lerntraining habe ich ganz lange alleine gemacht. Ich glaub das wars.

Was gefällt Ihnen denn besonders gut an Ihrem Beruf und an unserer Schule?

An dem Beruf mag ich einfach dieses mit Menschen arbeiten. Das klingt immer so idealistisch aber es macht wirklich Spaß mit verschiedenen Altersstufen zu arbeiten, mit Jugendlichen zu arbeiten, weil es einfach schön ist, die auf ihrem Weg zu begleiten und es auch viele lustige und lehrreiche Momente so in einem Schuljahr gibt. Ich arbeite auch gerne mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen und ich könnte mir jetzt zum Beispiel nicht vorstellen, einen Job zu machen, bei dem ich nur im Homeoffice säße. Also ich wünschte mir manchmal schon so einen Tag Homeoffice für alles was man noch so neben dem Unterricht zu tun hat, damit man so ein bisschen mehr Flexibilität hat. Aber ansonsten ist Lehrerin eigentlich ein schöner Beruf.

Gibt es denn ein besonders lustiges Erlebnis aus ihrer bisherigen Zeit als Lehrerin?

Das ist schwierig zu sagen, es gibt jede Woche im Arbeitsalltag kleine lustige Situationen oder auch auf Klassenfahrt. Es fällt mir schwer, wenn ich jetzt so drüber nachdenke. Wir haben mal, es ist schon ein paar Jahre her, da haben wir einen Schüler mal mit einer Klasse reingelegt: Das war ein Schüler, der ständig zu spät kam, und wir haben dann irgendwann beschlossen, dass wir so tun als würden wir eine Klassenarbeit schreiben, wenn er reinkommt. Das war halt sehr lustig. Im Nachhinein dann auch für ihn.

Wie war Ihre eigene Schulzeit für Sie?

Schön! Also besonders die Zeit in der Oberstufe habe ich sehr genossen, weil man ja schon irgendwie so eine gewisse Unabhängigkeit hatte und mit richtig vielen Leuten aus dem Jahrgang was zu tun hatte. Eine Zeit lang gabs dann ja auch viele Partys, weil alle 18 geworden sind und man hat einfach total viel miteinander unternommen. Ich hatte auch in der Schulzeit nie so die ganz großen Noten-Ängste, dass ich mich so ganz schlecht gefühlt habe. Also ich meine, es gibt ja auch Leute, die finden ihre Schulzeit nicht so toll oder haben ständig Angst, Prüfungen nicht zu bestehen. Und das hatte ich halt nicht, deswegen fand ich meine Schulzeit insgesamt sehr schön und ich habe auch noch viele Freundschaften aus der Schulzeit.

Was ist für Sie die wichtigste Eigenschaft eines Lehrers oder einer Lehrerin?

Da kann ich mehrere aufzählen: Geduld, Humor, starke Nerven, es gibt noch ganz viele andere, aber das sind die, die mir jetzt so spontan einfallen.

Warum haben Sie sich entschieden, uns als digitale Schülerzeitung zu betreuen?

Das war Frau Kolettis Idee. Frau Koletti ist auf dieses Unterstützungs-Angebot aufmerksam geworden und auf die Möglichkeit, dass man eine digitale Schülerzeitung mit einer gewissen Unterstützung gründen kann. Dann hatte sie mich gefragt, ob wir das zusammen machen wollen. Ich bin sehr froh, dass ich ja gesagt habe, weil es eine schöne Aufgabe ist.

Welchen Rat würden Sie jedem Schüler und jeder Schülerin mit auf den Weg geben?

Einen Rat zu geben ist ziemlich schwierig, weil das ja situationsbedingt sehr unterschiedlich sein kann. Bei manchen Dingen muss man hartnäckig sein und selber auch noch mal nachdenken und manche Dinge erscheinen einem erst rückblickend sinnvoll, obwohl man jetzt vielleicht noch nicht weiß, warum man da im Unterricht drüber spricht.

 

 

https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2985.jpeg 1003 1673 Lissy https://freigeist-lgn.de/wp-content/uploads/2022/12/Logo-300x300.jpg Lissy2026-05-26 16:05:352026-08-31 15:24:33Interview mit Frau Thies
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