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Noerfahrt der Musikensembles 2024

Die Probenfahrten der musikalischen AGs des Lessing-Gymnasiums nach Schloss Noer an der Ostsee werden von den jungen Musiker*innen schon immer sehr geliebt. Nachdem es im letzten Jahr einigen Ensembles erstmals nach der Corona-Pandemie wieder möglich war, gemeinsam zu verreisen und zu musizieren, konnten auch das Sinfonieorchester (SOLG), die Streichergruppe der sechsten Klasse und der Chor der Orientierungsstufe (Chor 5/6) nach einer mehr als vierjährigen Pause wieder einige Tage gemeinsam mit intensiven Proben verbringen. Dank des wundervollen Wetters an der Ostsee und der großartigen Stimmung unter den Schüler*innen und Lehrer*innen haben alle Ensembles wieder einmal tolle Ergebnisse erzielen können, die für den Rest der Schule auf der alljährlichen Sommerserenade am vorletzten Schultag vor den Sommerferien zu hören sein werden.

Blick auf das Schlossgelände (Foto: Dorian Kannenberg)

Programm und erprobtes Repertoire

Nachdem wir am Dienstag Vormittag auf dem Schloss in Noer angekommen waren, fingen alle AGs direkt mit dem Proben an. Als sich alle Musiker*innen eingespielt und -gesungen hatten und die Probenräume fertig hergerichtet waren, gab es um 12 Uhr auch schon Mittagessen. Während der Mittagspause konnten wir Schüler*innen unsere Freizeit dank der strahlenden Sonne auf dem Schlossgelände oder am Strand verbringen und etwas Energie tanken, bevor es am Nachmittag mit den Proben weiterging. Auch der nächste Tag begann mit fleißigem Üben: Klassischerweise probte meistens ein gesamtes Ensemble gemeinsam, es fanden jedoch auch intensive Proben einzelner Stimmgruppen statt. Unter der Leitung von Herrn Dohm erprobte die Streichergruppe ein Stück und konnte dabei dank der warmen Temperaturen teilweise sogar draußen auf dem Schlossgelände üben. Der Chor 5/6 studierte mit unserem Chorleiter Herrn Hoffmann zwei Lieder ein, die beide jeweils aus bekannten Film-Soundtracks stammen. In Sachen Film- beziehungsweise Musicalmusik hat auch unser Sinfonieorchester unter der Leitung von Herrn Kannenberg ordentlich was zu bieten: Alle drei bisher vom SOLG eingeübten Stücke gehören zu berühmten Film- und/oder Musical-Soundtracks. Und es gibt noch eine Besonderheit bei einem der Stücke des SOLG-Repertoires – schon öfter haben junge Musiker*innen aus dem Sinfonieorchester des LGN eigens Stücke als Orchesterversion arrangiert und auch in diesem Jahr freuen wir uns darüber, wieder ein Arrangement aus den eigenen Reihen vortragen zu dürfen. Melina aus der achten Klasse, die bereits seit längerer Zeit Querflöte im SOLG spielt, erzählt uns ein wenig über ihr Arrangement von dem Lied „Sei hier Gast“ aus dem bekannten Disney-Film „Die Schöne und das Biest“.

Melina über ihr Arrangement

Probe des SOLG (Foto: Sarah Zimpel)

Melina aus der 8b hat mir im Zuge dieses Berichts ein wenig darüber erzählt, wie sie zu ihrem eigenen Arrangement gekommen ist: Im Rahmen eines Drehtürmodells hatten Schüler*innen aus der Mittelstufe in diesem Halbjahr (2. Halbjahr 23/24) die Gelegenheit, zwei Stunden Unterricht pro Woche für ein Projekt zu verwenden, das sie persönlich interessiert.

In Melinas Fall war dieses Projekt die Musik – genauer gesagt das Arrangieren. Das Stück stand schnell fest und nun konnte es an die Arbeit gehen: Melina erzählt mir, dass das Arrangieren, obwohl es ihr natürlich viel Spaß gebracht hat, sie auch vor viele Herausforderungen stellte. Zum einen hatte sie eine deutlich frühere Deadline als die anderen Teilnehmenden des Drehtürmodells, denn das Stück musste spätestens bis zur Orchesterfahrt fertig sein. Deshalb haben die zwei Stunden pro Woche während der Schulzeit nicht für ihr Projekt gereicht und Melina hat vieles an Arbeit mit nach Hause genommen. Außerdem ist die Komplexität des Arrangierens nicht zu unterschätzen – es gibt immerhin einen Haufen an musiktheoretischen Regeln, die es zu beachten gilt. Und der Musikunterricht bis zur achten Klasse sowie die Teilnahme am Schulorchester reichen hierfür als Grundlage nicht unbedingt aus. Natürlich erleichterten Melina ihr Interesse, ihr Talent und ihre Freude an der Musik die zusätzliche Arbeit, doch auch ein wenig Unterstützung war sehr hilfreich – mit unserem Musiklehrer und Dirigenten Herrn Kannenberg als Ansprechpartner und Tjorve aus der zehnten Klasse konnte Melina ihr Projekt fertig stellen. Tjorve hat für das SOLG im letzten Halbjahr bereits ein Stück arrangiert und solistisch begleitet – das dazugehörige Konzert ist auf dem YouTube-Kanal des LGN zu finden.

Zum Schluss berichtet Melina mir noch davon, was für ein tolles Gefühl es ist, wenn man das Stück, in das man so viel Arbeit und Mühe reingesteckt hat, endlich in echt mit dem Orchester spielt und zum ersten Mal hört. Auf diese Arbeit kann man wirklich stolz sein!

Freizeit und Open Stage

Die Streichergruppe stellt ihr Repertoire vor (Foto: Josefine Hergott)

Eine Tradition während des Noer- Aufenthalts ist die gemeinsame Wanderung zum Strand mit allen Ensembles und Lehrkräften am zweiten Nachmittag der Fahrt. Wie schon am Tag zuvor konnten wir die Sonne am Strand genießen und uns von den vielen Proben erholen, die uns allen zwar immer viel Freude bereiten, aber auch einiges an Anstrengung abverlangen. Da alle AGs auf dieser Fahrt sehr gut in der Zeit lagen und mit ihrem Repertoire schnell vorangekommen sind, haben wir nach dieser Wanderung nicht direkt wieder mit den Proben begonnen, sondern konnten die Zeit nutzen, um auf dem Schlossgelände einige Spiele gemeinsam zu spielen. Hierbei ging es vor allem um die Stärkung der Gemeinschaft zwischen den Ensemble-Mitgliedern, aber auch darum, sich jahrgangsübergreifend untereinander besser kennenzulernen. Gerade für die jüngeren Schüler*innen, von denen viele noch nie auf einer Probenfahrt dabei gewesen sind, war diese Zeit eine tolle Chance, um die älteren kennenzulernen und auch für die Großen bat diese gemeinschaftliche Zeit eine Gelegenheit, um sich mit dem Nachwuchs bekannt zu machen. Eine weitere Tradition bei Probenfahrten am LGN ist die Open Stage am letzten Abend, bei der den Schüler*innen die Chance geboten wird, ihre Talente vor den anderen unter Beweis zu stellen. Gemeinsam oder in der Gruppe kann jeder, der möchte, etwas präsentieren – und dabei muss man sich nicht nur auf Musik beschränken: Neben gesanglichen und instrumentalen Beiträgen wurde dieses Jahr auch etwas Lyrik zum Besten gegeben. Wie immer handelte es sich bei der Open Stage um eines der Highlights des Noer-Aufenthalts.

Der Chor 5/6 beim Vorstellen seines Repertoires (Foto: Dorian Kannenberg)

Am Abreisetag präsentieren üblicherweise die unterschiedlichen AGs das von ihnen eingeübte Repertoire den anderen Schüler*innen und Lehrkräften. Obwohl die Zeit auf einer solchen Fahrt meist wie im Flug vergeht, wird einem beim Vorstellen des selbst erarbeiteten Programms am Ende erst wirklich klar, wie viel man eigentlich gemeinsam erreicht hat und wie bedeutsam und ertragreich die vielen intensiven Proben für alle sind.

 

Dank

Für uns als Schüler*innen sind die Chor- und Orchesterfahrten wie wir sie am LGN im Rahmen des Musikunterrichts und der Teilnahme an AGs erleben dürfen ein großes Privileg. Die älteren von uns erinnern sich noch gut an die früheren Probenfahrten, als man selbst noch fast am Anfang seiner Schulzeit stand und nehmen aus diesen und den heutigen Fahrten viele tolle Erinnerungen für unser späteres Leben mit. Deshalb geht das erste Dankeschön von mir im Namen der Schüler*innen an uns selbst: Nur dadurch, dass wir als Schülerschaft und als Ensemble-Mitglieder eine so tolle Gemeinschaft bilden, werden die Probenfahrten überhaupt erst zu dem, was sie sind. Ohne das Engagement und die Freude, die wir selbst für die Musik mitbringen, blieben selbst die längsten, intensivsten Proben mit den besten Lehrkräften erfolglos.
Das wichtigste Dankeschön richtet sich jedoch natürlich an unsere Lehrer*innen. In erster Linie bedanken wir uns bei unseren Musiklehrern, Herrn Dohm, Herrn Hoffmann und Herrn Kannenberg, die ihre jeweiligen Ensembles stets mit großer Hingabe leiten und durch die wir die Freude und Mühe, die mit dem Musizieren einhergehen, kennenlernen dürfen.
Ganz besonders dankbar sind wir zudem für Frau Thies und Frau Zimpel, die diese Fahrt begleitet haben und immer als Ansprechpartnerinnen für uns zur Verfügung standen. Auch wenn sie bei der Sommerserenade nicht mit auf der Bühne stehen werden, wäre eine Probenfahrt wie wir sie erleben durften ohne die beiden nicht möglich.
Im Namen aller Schüler*innen bedanken wir uns für diese tolle Fahrt und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Erlebnisse, Konzerte, Proben und natürlich Noer-Aufenthalte!

Probenfahrt nach Noer 2023

Nach einer dreijährigen coronabedingten Pause hat in diesem Jahr endlich wieder eine Probenfahrt der Musik-Ensembles des LGN stattfinden können. Der Lessing acQuire, die BigBand 1 und die Streichergruppe der sechsten Klasse sind für zweieinhalb Tage nach Schloss Noer gefahren, um sich dort auf die alljährliche Sommerserenade vorzubereiten. Für alle beteiligten Schüler*innen und Lehrer*innen sind die Probenfahrten stets ein Highlight des Schuljahres, weshalb wir uns sehr freuen, dass diese nun endlich wieder stattfinden!

Probenfahrten am LGN

Probe der BigBand (Foto: Dorian Kannenberg)

In jedem Jahr finden für die Musik-Ensembles unserer Schule verschiedene Probenfahrten statt, auf denen nicht nur fleißig geübt, sondern auch die Gemeinschaft unter den Teilnehmenden gefördert wird. Schüler*innen aller Klassenstufen, die in einer musikalischen Gruppe mitwirken, können an diesen Fahrten teilnehmen. Es ist immer eine tolle Erfahrung, außerhalb der Schule miteinander Musik zu machen und sich auch abseits von zu Hause musikalisch weiterzubilden. Außerdem wächst man auf diesen Probenfahrten immer sehr stark mit den anderen Ensemble-Mitgliedern und den Lehrer*innen zusammen, wodurch die gemeinsamen Proben noch mehr Spaß machen und das Miteinander gefördert wird.

Ablauf

Probe des Lessing acQuire (Foto: Dorian Kannenberg)

Am Dienstagvormittag auf Schloss Noer angekommen ging es für alle Ensembles bereits mit den Proben los. Bis zum Mittagessen um 12 Uhr hatten sich alle eingesungen und -gespielt und nach der Mittagspause ging es direkt weiter. Teils übten die Ensembles vollständig, manchmal gab es jedoch auch Proben einzelner Stimmgruppen, während derer die anderen eigenständig übten oder Freizeit hatten.

Die Streicher beim Proben (Foto: Dorian Kannenberg)

Dank des großartigen Wetters am Mittwoch konnte sich der Chor im Freien aufwärmen und Teile der Streicher probten sogar draußen. Auf der Noer-Fahrt gibt es außerdem die Tradition, dass der Q2-Jahrgang am zweiten Tag einen Spaziergang durch die Umgebung des Schlosses leitet und den jüngeren Jahrgängen Geschichten über das Schloss und den Ort erzählt. Auf diesem Spaziergang haben wir unter anderem von der Gräfin Isabella von und zu Noer erfahren, die einst ihre Seele dafür eintauschte, die erfolgreichste Violinistin der Welt zu werden. Seitdem liegt, Erzählungen der Q2 zufolge, ein Fluch auf dem Schloss und seiner Umgebung, der nur dann gebrochen werden kann, wenn die Geister des Schlosses Musik zu hören kriegen, die so schön ist wie die der Gräfin.

Am Nachmittag erarbeitete der Chor außerdem eine Choreo zu einem seiner Songs, die zuvor von einer kleinen Gruppe von Schüler*innen entwickelt und den anderen beigebracht worden war. Auch wenn die vielen Proben ein wenig anstrengend werden können, überwiegt sowohl bei den Lehrer*innen als auch bei den Schüler*innen der Spaß und die Freude am gemeinsamen Musizieren. „Ich hatte ganz vergessen, dass solche Fahrten und die Proben einem immer viel mehr Energie geben, als nehmen“, sagte dazu unser Musiklehrer und Chorleiter Herr Hoffmann.

Open Stage

Wie immer hat natürlich auch auf dieser Probenfahrt die traditionelle Open Stage am letzten Abend stattgefunden, auf der alle Schüler*innen auftreten und ihre Talente zum Besten geben können. Auch in diesem Jahr war das Publikum ganz begeistert von den musikalischen Beiträgen der anderen. Mit Gesang und Instrumenten traten sowohl Einzelpersonen als auch kleine Gruppen in insgesamt 16 Darbietungen auf. Dieses Event ist schon immer eines der größten Highlights einer jeden Probenfahrt und eine tolle Möglichkeit, um die Talente seiner Mitschüler*innen wertzuschätzen und selbst Darbietungen zu erarbeiten und zu präsentieren. Zum Abschluss des Abends unternahmen wir noch eine kleine Wanderung zu einer Kapelle, in der, Überlieferungen der Abiturienten zufolge, die Gräfin Isabella früher Geige gespielt hatte. Nach den wunderschönen musikalischen Darbietungen des Abends gelang es uns tatsächlich, den Fluch der Gräfin zu brechen und die Geister des Schlosses zufriedenzustellen: Nachdem wir zweimal nach Isabella gerufen hatten, erschien hinter der Kapelle eine geisterhafte Gestalt in weißem Gewand, die Violine spielte, definitiv nicht unser Musiklehrer Herr Kannenberg war und schließlich, von uns befreit, in der Dunkelheit verschwand.

Präsentation des Repertoires

Der Lessing acQuire stellt sein Repertoire vor (Foto: Dorian Kannenberg)

Am Ende jeder Probenfahrt präsentieren die Ensembles ihr während der Fahrt einstudiertes Programm den anderen Mitfahrenden. Zunächst durften wir der BigBand unter der Leitung von Herrn Packeiser, in Vertretung für Herrn Bischoff, zuhören, die uns drei Stücke präsentierte. Danach stellten die Streicher der sechsten Klasse, unter Leitung von Herrn Dohm, eines ihrer erprobten Stücke vor. Als Letztes präsentierte der von Herrn Hoffmann geleitete Lessing acQuire seine drei einstudierten Lieder. Auch hierbei handelt es sich um einen weiteren Höhepunkt der Fahrt, da es immer sehr viel Freude macht, zu hören, was die anderen Gruppen während der Fahrt alles geschafft haben und zu zeigen, was das eigene Ensemble in zweieinhalb Tagen alles erarbeiten konnte. Für den Rest der Schule wird das einstudierte Repertoire auf der Sommerserenade am Ende des Schuljahres zu hören sein.

Dank

Die Probenfahrten gehören für viele von uns Schüler*innen zu den Highlights der Schulzeit, weshalb wir sehr dankbar sind, dass diese nun endlich wieder stattfinden, wir gemeinsam singen und spielen können und das Miteinander zwischen allen Teilnehmenden gestärkt wird. Auch für unsere Musiklehrer, die die Ensembles leiten und mit denen das Musizieren immer viel Spaß bringt, sind wir sehr dankbar. Durch ihre Mühe und die Freude, die sie uns an der Musik verschaffen und mitgeben, nehmen wir Schüler*innen von diesen Fahrten einige unserer schönsten Erfahrungen aus der Schulzeit mit! Insbesondere Herrn Packeiser gilt unser Dank, der seinen wohlverdienten Ruhestand unterbrochen hat, um Herrn Bischoff zu vertreten. Natürlich wollen wir uns auch bei Herrn Kannenberg und Frau Zimpel bedanken, die diese Fahrt ebenfalls begleitet und uns einen sehr unterhaltsamen bunten Abend bereitet haben. Wir freuen uns schon auf zukünftige Probenfahrten, Auftritte und das gemeinsame Musizieren in der Schule!